Dienstag, 10. Februar 2015

Pfannenpizza nach Jamie Oliver

Die liebe Maria beschäftigt sich gerade ausführlich mit dem Thema Pizza und hat in der letzten Zeit ein paar Rezepte vorgestellt, sowohl für Pfannenpizza als Pizza vom Pizzastein. Das mich erinnert, daß ich "mein" Rezept für Pfannenpizza hier noch nicht gepostet habe, obwohl ich es doch eigentlich recht oft mache. Denn obwohl man es bei selbstgemachter Pizza ja nicht denkt, ist es so ein bißchen ein Notfallessen bei uns.

Also hab ich letzten Donnerstag doch  mal schnell eine Pizza in die Pfanne gehauen:

Der Teigrand sieht ziemlich käsig weiß aus, meine Kamera kann mich glaub ich wegen langer Vernachlässigung nicht mehr leiden und hat nur mit Blitz überhaupt brauchbare Bilder gemacht, dafür entschuldige ich mich vielmals.

Mein Teig stammt aus Jamie Olivers 30-Minuten-Menü Buch und verzichtet auf die Hefe und jede Gehzeit. Mein erster Gedanke war damals: Dat wird doch nix. Aber ich muß gestehen, doch, das wird was. Natürlich geht der Teig nicht sonderlich auf, aber das macht ja nüscht, gerade Pfannenpizzen werden ja gerne mal sehr dick vom Boden her, die hier ist das Gegenteil. Für eine Pizza braucht ihr:

1 Becher Mehl (so eine mittelgroße Kaffeetasse ist perfekt)
ca 1/3 Becher Wasser
1 TL Backpulver
1 gestr. TL Salz (das ist meine Ergänzung, Jamie tut kein Salz in den Teig, da bin ich allerdings gar kein Fan von)

Alle Zutaten mit dem Rührgerät zu einem Teig verkneten. Er ist richtig, wenn er einen Klumpen bildet, aber nicht zu stark klebt. Eventuell braucht es einen Schluck mehr Wasser, aber lieber erstmal zu wenig als zu viel.

Meine Pfanne für diese Pizza ist eine Woll Titan Plus. Das sind schwere Alugußpfannen mit abnehmbaren Griff, darum vertragen sie die hohe Hitze im Ofen problemlos und man muß nicht aufpassen, sich nicht zu verbrennen, wenn man die Pizza wieder aus dem Ofen holt :o)

Die Pfanne wird erst auf dem Herd erhitzt (ihr könnt sie auch beim Aufheizen des Ofens mit in den Ofen stellt, braucht es aber eigentlich nicht. Den Teig ausrollen und in die heiße Pfanne legen, dann belegen. Hier müßt ihr euch nicht hetzen, die Pizza kriegt hier ja schon die Hitze von unten, die sie dann knusprig macht, und dann für etwa 8 Minuten in den knallheißen Ofen. Jamie packt sie unter den Grill, ich stelle meinen Ofen einfach auf maximale Temperatur, was so etwa 245° sein müßten.

Montag, 16. Juni 2014

Himbeer-Vanille Cupcakes

Huhu ihr Lieben!

Heute hab ich endlich mal wieder ein neues Rezept, das ich posten kann. Die letzten Wochen oder Monate (?) waren ziemlich nervtötend und küchentechnisch unproduktiv. Die lokale Gastronomie oder schlimmstenfalls irgendwelche Fastfoodketten waren häufiger unsere besten Freunde, als mir lieb war, aber ganz oft hieß es entweder das oder am Katzenfutter nuckeln *lach*.

Die letzte Woche war dann endlich ein klein wenig ruhiger und darum hatte ich am Samstag auch plötzlich wie aus dem Nichts Lust, etwas zu backen. Und das haben mein Kühlschrank und meine Tiefkühltruhe dann her gegeben:

Die Cupcakes muß man natürlich nicht mit Himbeeren machen, aber das war das einzige Obst, das ich im Haus hatte und das sich für Cupcakes eignete. Der Vanilleteig ist ein super Basisteig für alles mögliche.

Für 12 Cupcakes:

2 Eier (M)
125g Zucker
150g weiche Butter
1 Vanilleschote oder einen TL Vanillepaste
1 Prise Salz
200g saure Sahne, Schmand oder Joghurt (am besten griechischer mit 10% Fett)
250g Mehl
2 TL Backpulver
TK Himbeeren (frische gehen natürlich auch, aber außer für die Deko ist das eigentlich ziemlich teure Perlen vor die Säue geworfen) 
125g Schlagsahne
Zucker nach Geschmack
1 Päckchen Sahnesteif

Backofen auf 180° vorheizen (Ober- / Unterhitze).

Eier und Zucker ca. 5 Minuten schaumig schlagen, bis eine helle, cremige Masse entstanden ist. Erst die weiche Butter, dann das Vanillemark oder die Paste, eine Prise Salz und die Saure Sahne unterrühren. Gut möglich, daß die ganze  Masse erstmal klumpig aussieht, das ist nicht schlimm, mit dem Mehl wird es dann ein schöner, glatter Teig.

Das Mehl und das Backpulver mischen und löffelweise unter den Teig rühren.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und die Förmchen etwa zur Hälfte mit Teig füllen. In jedes Förmchen zwei gefrorene Himbeeren geben und anschließend den restlichen Teig auf die Förmchen verteilen. Bei mir ging es genau auf 12 auf. Die Förmchen sind dann ziemlich voll, aber der Teig läuft nicht über beim Backen.

Die Cupcakes ca. 20 Minuten backen. Meine fingen gerade erst an den Rändern an, goldbraun zu werden, aber waren bereits gar. Da ein  Topping drauf sollte, fand ich es nicht schlimm, daß sie noch so blaß waren.

Die Cupcakes auskühlen lassen.

Für die Himbeersahne etwa 75g - 100g Himbeeren auftauen lassen, pürieren und durch ein Sieb geben, um die Kerne zu entfernen. Die Sahne mit dem Sahnesteif und Zucker steif schlagen. Auch wenn ihr sonst keinen Zucker in die Sahne gebt, denkt dran, daß die Himbeeren ziemlich sauer sind. Ich hab etwa 2 gestrichene EL in die Sahne gegeben und die fertige Himbeersahne war immer noch schön säuerlich und nicht zu süß. Auch das Sahnesteif ist hier wichtig. Normalerweise benutze ich es nicht, aber es gibt der Sahne mit dem Fruchtpüree mehr Stand. Und ruhig ein ganzes Päckchen nehmen, auch wenn draufsteht, daß es für 250g Sahne ist.

Das Himbeerpüree mit der Sahne mischen und für wenigstens 30 Minuten nochmal in den Kühlschrank stellen. Mit einem Spritzbeutel auf den Cupcakes verteilen und alles mit weiteren Himbeeren verzieren.

Wer das Topping üppiger möchte, muß einfach die Mengen für die Sahne etwas anpassen, aber das reicht eigentlich wirklich vollkommen.

Mittwoch, 30. April 2014

Schoko-Marzipan-Nest

Kurz vor Ostern hatten wir Besuch von den Schwiegereltern und zu diesem Ereignis hab ich eine wahre Kalorienbombe auf den Tisch gestellt, die mir aber optisch einfach so gut gefallen hat, daß ich sie trotz des Nährwerts of Doom mal nachbacken wollte *lach*.

Das Schoko-Marzipan-Nest aus der aktuellen Ausgabe der Lecker:


Warum das eine Kalorienbombe ist? Weil das nur ein 20-cm-Kuchen ist, der in 12 Stücke geteilt werden soll und jedes Stück hat sagenhafte 470 Kalorien laut Heft. Hammer oder? *rofl* Die gute Nachricht ist, mehr als ein Stück schafft man eh nicht.

Die Zutaten:

100g weiche Butter
200g Mehl
400g kalte Marzipanrohmasse
75g Zucker
1 Päckchen  Vanillezucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
1 Päckchen Backpulver
150g Zartbitterschokolade
400g Doppelrahmfrischkäse (zimmerwarm)
3 EL Puderzucker
100g Schlagsahne (zimmerwarm)
je 5EL Vollmilch- und Zartbitterschokostreusel
Dragee- und Schokoeier zum Verzieren

Den Ofen auf 150° vorheizen.

Das Marzipan raspeln und mit der Butter, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Salz und den Eiern zu einer möglichst homogenen Masse rühren.
Mehl und Backpulver mischen und dazugeben. Kurz unterrühren. Der Teig wird extrem dick und zäh.

Eine 20cm Springform einfetten und den Teig hineingeben. Im vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Den abgekühlten Kuchen aus der Form lösen, in Alufolie wickeln und über Nacht durchziehen lassen.

Am nächsten Tag die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Frischkäse und Puderzucke kurz glatt rühren, dann zunächst die Sahne und anschließend die abgekühlte Schokolade nach und nach unterrühren.

Den Kuchen mittig rund (ca. 12cm Durchmesser) und etwa 3cm tief aushöhlen. Mit diesen Teigresten könnt ihr, wenn ihr wollt, später noch Rumkugeln herstellen.

Den ausgekühlten Kuchen mit der Schokocreme einstreichen. Die Schokostreusel mischen und den Kuchen damit bestreuen. Für etwa eine halbe Stunde kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren noch die Eier in das Schokonest geben und fertig.


Wer die Teigreste später noch verwenden will (es sollen laut Rezept 350g sein, bei mir war es weniger), vermischt sie mit 6 EL Rum und einem Fläschchen Rumaroma. Anschließend 200g Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen. Mit 1 EL Backkakao und 2 EL Puderzucker zur Bröselmasse geben und gut mischen. Mit den Händen Kugeln formen. Wieder beide Schokostreuselsorten mischen und die Kugeln darin rollen. Die Streusel leicht andrücken.

Die Rumkugeln hab ich zugegeben nicht mehr gemacht, wir hatten schon mit dem Kuchen genug zu schaffen *lach*. Lecker ist, aber ich hab noch nie so was Mächtiges probiert.

Sonntag, 16. Februar 2014

Hefewaffeln mit Schmand-Joghurt und Apfelkompott

Heute gab es bei uns mal wieder eine besondere Leckerei und ich hab endlich mein belgisches Waffeleisen eingeweiht, das ich jetzt schon echt lange hab, ohne es auch nur aus der Verpackung zu holen *schäm*.

Eigentlich wollte ich belgische Waffeln backen und das sollte laut dem Rezept auch rauskommen, aber da dem nicht so ist und sie außer der Form recht wenig mit den original belgischen Waffeln zu tun haben, nenne ich sie einfach nur Hefewaffeln. Lecker waren sie trotzdem, aber wo die echten belgischen Waffeln außen knusprig und innen fluffig weich sind, sind diese hier einfach nur fluffig weich.

Das Bild ist leider nicht ganz so toll geworden. Auf dem Display sah es scharf aus, aber irgendwie sind heute alle Bilder nur unscharf zu haben gewesen. Ihr könnt es euch dennoch vorstellen, nicht wahr?

Für etwa 10 Waffeln:

250g Mehl
60g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt oder Paste
20g Hefe
325ml Milch (lauwarm)
40g Butter
2 Eier

Die Hefe in der Milch auflösen und mit dem Mehl, dem Zucker, Salz und Vanille zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Etwa 10 Minuten gehen lassen.

Die Butter zerlassen und abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß erstmal wieder kühl stellen.

Die abgekühlte, flüssige Butter und die beiden Eigelbe unter den Teig rühren und weitere 20 Minuten gehen lassen.

Zuletzt die Eiweiße steif schlagen und unter den Teig heben. Das Waffeleisen vorheizen und die Waffeln schön goldbraun backen.

Für den Schmand-Joghurt einfach zu gleichen Teilen Schmand und Joghurt mischen, die Menge richtet sie einfach danach, wie viel ihr braucht / wollt. Mit etwas Vanillepaste und Zucker abschmecken.

Für das Apfelkompott:

3 Äpfel (ich bevorzuge Breaburn)
1 Hand voll getrocknete Cranberries
Zucker (nach eigenem Geschmack und Apfelsorte)
Zimt
Calvados
Zitronensaft
Honig

Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfelchen schneiden. Den Zucker in der Pfanne karamellisieren und mit etwas warmen Wasser ablöschen. Die Äpfel und die Cranberries dazu geben und köcheln lassen. Aufpassen, daß die Flüssigkeit nie ganz verkocht und immer mal wieder etwas nachgießen.
Wenn die Äpfel die gewünschte kompottige Konsistenz erreicht haben, noch einmal mit Calvados ablöschen und den Alkohol verkochen lassen. Dann mit Zimt, Zitronensaft und Honig abschmecken.

Freitag, 7. Februar 2014

Peanut Butter Malheur

Ich beende dann mal das ewige Schweigen auf diesem Blog. Ich hab die letzten Monate zwar weiterhin gekocht, aber irgendwie meistens vergessen, Fotos zu machen. Ich werde aber versuchen, zu den Rezepten, die ich fotografiert habe, hier auch nach und nach Einträge zu verfassen :o)

Heute gibt es ein Schokoküchlein mit flüssigem Kern. Ein sehr ähnliches Rezept gibt es auch in der aktuellen Ausgabe der Lecker Bakery, aber meins ist aus "Sweets - Himmlische Verführungen für den ganzen Tag" und von den Mengen her ein bißchen anders.


Und ich habe bei diesem Küchlein gelernt, daß eine Minute wirklich alles verändern kann. Nach 11 Minuten waren mir die Küchlein noch zu flüssig, also hab ich sie 2 Minuten länger drin gelassen. Danach waren sie dann bis auf den Ernußkern durch. ich hätte die 12 Minuten wohl nicht überspringen sollen :o)

Das Rezept:

100g dunkle Schokolade (mindestens 65% Kakao)
100g Butter
40g Zucker
2 EL Vanillezucker (oder insgesamt 60g Zucker und ein halber TL Vanillepaste)
3 Eier (M)
40g Mehl
6 TL Erdnußbutter

Ofen auf 200° vorheizen.

100g Butter und die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen. Zucker und Eier mindestens 3 Minuten schaumig schlagen, bis die Masse hell-cremig ist und sich das Volumen mindestens verdoppelt hat. Die Schoko-Butter-Mischung mit einem Teigschaber vorsichtig unterrühren. Das Mehl dazusieben und ebenfalls vorsichtig unterheben.

6 Förmchen mit 100-120ml Inhalt entweder einfetten oder einfach diese Förmchen hier benutzen (meine neue große Liebe). Die Förmchen halb mit Teig füllen, dann einen Teelöffel Erdnußbutter in die Mitte setzen und die Ernußbutter mit weiterem Teig bedecken. Die Förmchen nicht ganz voll machen.

Je nach Ofen 8-12 Minuten backen.

Mein Mann war total begeistert. Mir selbst fehlte trotz einer ganzen Tafel Schokolade irgendwie der Schokoladengeschmack, besonders so lange die Küchlein noch warm sind. Bei einem zweiten Versuch würde ich vermutlich nicht nur Erdnußbutter, sondern auch noch ein Stückchen Schokolade reingeben. Und natürlich ein bißchen kürzer backen :o)

Donnerstag, 8. August 2013

Blueberry Banana Muffins

Vor kurzem brachte Cynthia Barcomi ihr viertes Buch und damit ihr drittes Backbuch auf den Markt. Als Fan hielt ich das Buch natürlich schon am Erscheinungstag in den Händen, aber bisher hatte ich noch nichts daraus ausprobiert, obwohl so einiges sehr lecker klingt.

Aber auf der Suche nach tollen Rezepten für Heidelbeeren (wir erinnern uns, ich kaufte ein ganzes Kilo, mag sie aber gar nicht roh *lach*), fiel die Entscheidung zum ersten Testobjekt und man, was ist dieser Test lecker gewesen.

Normalerweise wird Gebäck mit Bananenmus immer sehr kompakt und teigig, aber diese Muffins sind total locker luftig und es ist gar nicht mal so wenig Banane drin.

Zutaten A:

125g weiche Butter
125g Zucker
2 Eier
125ml Buttermilch
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Zutaten B:

1-2 reife Bananen (sollten 150ml Mus ergeben)

Zutaten C:

320g Mehl
1/2 TL Natron
2 1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1/4 TL Zimt

Außerdem:

200g Heidelbeeren/Blaubeeren, frisch oder aufgetaut und abgetropft


Den Ofen auf 190° vorheizen und ein Muffinblech für 12 Muffins mit Papierförmchen auslegen.

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät cremig rühren. Nach und nach die Eier hinzugeben und gut verrühren. Dann die Buttermilch und die Zitronenschalen hinzugeben. Bei mir hatten alle Zutaten Zimmertemperatur, aber trotzdem ist nach dem Zugeben der Buttermilch die Butter mit Teilen der Buttermilch zu Klumpen geworden und alles schwamm in einer Art Molke oder so... ich hab das einfach mal ignoriert *lach*. Und wenn euch das passiert, ignoriert es auch und macht weiter, es schadet den Muffins überhaupt nicht.

Die Banane oder Bananen mit einer Gabel gründlich zu Mus zerdrücken und dabei möglichst keine Klümpchen lassen, da die das Backergebnis beeinträchtigen sollen. Das Mus zu der Mischung in der Schüssel geben.

Die C-Zutaten miteinander vermischen und dann mit einem Holzlöffel unter die Bananenmischung rühren, bis sich alles gerade verbunden hat. Auch bei diesen Muffins wird nicht lange rumgemacht und gerührt bis zum Umfallen. Cynthia schreibt sogar, daß ein paar unverrührte Mehlnester ein gutes Zeichen wären.

Als letztes vorsichtig die Heidelbeeren unterühren. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und dann im heißen Ofen für ca. 18 Minuten backen.

Ich empfand die Teigmenge für 12 Förmchen ein klitzekleines bißchen viel und bei mir betrug die Backzeit auch 28 statt 18 Minuten, was vermutlich dafür spricht. Eventuell verteilt den Teig einfach auf 14 Förmchen oder so, dann paßt es vielleicht besser.

Mittwoch, 7. August 2013

Chocolate Chip Muffins

Gestern habe ich Chocolate Chips Muffins gebacken und ihr habt Glück, von den 12 Muffins wurden 2 gestern als Nachtisch verspeist und 8 verschwanden heute früh auf myteriöse Art und Weise, aber 2 waren noch da, so daß ich ein Foto machen konnte. 

Ich schätze, mein Mann hat sie als Dankeschön mit in die Praxis genommen, denn ich bin Montag hier im Haus eine Treppe runter gestürzt und Schatzis Chef hat ihm ein paar Sachen zum Einreiben geschenkt, mit denen die Prellungen schneller abheilen sollen.

Ich hab zwar natürlich dennoch die Prellungen aus der Hölle und am besten von allem klappt im Moment auf der unverletzten Seite liegen, aber ich hab das Gefühl, das Spray und das Gel haben schon ein bißchen geholfen, von daher war es eine gute Idee, die Muffins mit in die Praxis zu nehmen, 12 sind eh zu viele für uns, aber mir war langweilig und man kann echt nur so lange liegen und lesen, bis es einen wahnsinnig macht.

Das Rezept ist eigentlich genau das gleiche wie das für Cynthias Blueberry Muffins, die einzige kleine Änderung hier ist, daß ich die Blaubeeren gegen etwa 100g Schokotröpfchen ausgetauscht habe.

Ich bin immer wieder überrascht, wie unsüß diese Muffins sind, obwohl es ja eigentlich ein amerikanisches Rezept ist. Mit Schokolade auch super lecker und sehr empfehlenswert, allerdings ein bißchen trockener als die fruchtige Variante.

Samstag, 27. Juli 2013

Blueberry Muffins nach Cynthia Barcomi

Was für eine Affenhitze da draußen oder? Ich war trotzdem wahnsinnig genug, mich in die Küche zu stellen und etwas zu backen, aber ich hab mir zugegeben ein absolut schnelles und simples Rezept ausgesucht, denn gestern haben mich in der Obst- und Gemüseabteilung unseres Supermarktes Heidelbeeren so fröhlich angelacht und gleich ein 1kg schweres Körbchen davon. Allerdings esse ich Heidelbeeren nicht gerne "pur", ich finde, dann haben sie ziemlich wenig Geschmack und erst, wenn man sie backt oder kocht, kommt der wirkliche Geschmack raus.

Als ich darüber nachdachte, was ich damit als erstes anfange, fiel mir ein, daß ich noch nie Blueberry Muffins gebacken haben, das war doch dann mal die Gelegenheit, nüch?

Für 12 Stück

Zutaten A:

350g Mehl
2TL Backpulver
1/4TL Salz

Zutaten B:

125g Butter
135g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch

Außerdem:

250g Heidelbeeren/Blaubeeren

Vielleicht kennt ihr ja schon Rezepte von Cynthia. Die sind immer nach Zutaten A, B, C usw aufgeteilt, etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich wirklich schnell dran.

Den Backofen auf 190° vorheizen und eine 12er Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

Die Butter schmelzen und dann mit dem Schneebesen den Zucker in die noch heiße Butter einrühren. Die Milch und die Eier dazugeben und verrühren.

Die A Zutaten miteinander mischen, zu den B Zutaten geben und nur so lange alles miteinander verrühren, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat. Der Teig wird zäh wie Lumpi, ich war etwas überrascht, aber da die Muffins toll geworden sind, soll das wohl so sein.

Als letztes die Blaubeeren unterheben.

Den Teig auf die 12 Förmchen verteilen und ungefähr 18 Minuten backen.

Was ich an dem Rezept besonders mag, so als Deutsche, der immer eingebläut wird, daß man Mehl sieben muß, damit der Kuchen locker wird und es jaaaa keine Klümpchen gibt (was ich aber zugegeben fast nie tue, weil ich es alber finde), alles gerührt, gerührt, gerührt werden muß usw usf ist die Tatsache, daß man dieses Rezept mit einem Schneebesen und einem simplen Kochlöffel innerhalb von 3 Minuten zusammen gerührt hat, ohne sich den Kopf über Klümpchen zu machen oder sich nen Tennisarm zu rühren und trotzdem kommen tolle, lockere, saftige Muffins dabei raus.

Tja, manchmal weniger Sorgen und weniger Gedeh und mehr Bauchgefühl ;o)

Dienstag, 23. Juli 2013

White Chocolate Cheesecake

Die neue Lecker Bakery läßt mich noch nicht los. Dieses Rezept hab ich hauptsächlich ausgewählt wegen meines Mannes, der zum einen alles liebt, was das Label Käsekuchen trägt und dessen Lieblingsschokolade weiße Schokolade ist.

Das mit dem Käsekuchen kann ich durchaus noch nachempfinden, das mit der weißen Schokolade dann schon weniger *lach*.

Aber manchmal stellt man sich selbst ja auch zurück und macht dann einfach mal das, was vermutlich nur dem anderen wirklich schmecken wird.

Das Rezept ist wirklich sehr, sehr einfach, das schonmal vorweg.

Für den "Teig":

75g Butter
150g Kekse (ich liebe Kex Kekse dafür)
50g gehackte Haselnüsse

Für die Käsecreme:

180g weiße Schokolade
100g Schlagsahne
375g Doppelrahmfrischkäse
20g Zucker (die man ruhig weglassen kann)
1EL Speisestärke
1 Eigelb

Für das Kirschkompott:

300g Süßkirschen
1EL Zucker
2EL Kirschlikör oder Kirschsaft

Die Kekse in einer Tüte mit dem Nudelholz fein zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrümeln und Nüssen mischen. Entweder auf 8 feuerfeste Förmchen (200ml Fassungsvermögen) verteilen oder eine 18er Springform geben.

Die Sahne auf dem Herd erhitzen und die Schokolade in Stücke brechen oder hacken. Die heiße Sahne vom Herd ziehen, die Schokolade reingeben und unter Rühren schmelzen lassen.

Die restlichen Zutaten für die Käsecreme in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät oder der  Küchenmaschine gute 5 Minuten aufschlagen.

Die abgekühlte Schokosahne zur Käsecreme geben und gut unterühren.

Auf die Schälchen aufteilen bzw. in die Form geben und bei 125° backen. Die Förmchen brauchen etwa 30 Minuten, die Springform 45 Minuten.

Für das Kompott die Kirschen entsteinen und mit dem Zucker und dem Likör oder dem Saft in einem  Topf bei schwacher Hitze erst zugedeckt 2 Minuten aufkochen lassen, dann den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit noch etwa 1 Minute einkochen lassen.


Der Mann fand das Küchlein lecker, allerdings sind die Dinger auch dermaßen mächtig, daß sie einen bald umhauen. Und für mich persönlich sind sie gleich auf die rote Liste gewandert, weil ich noch beim Essen Sodbrennen davon bekam, was sehr schade war, aber dann macht es einfach keinen Sinn.

Samstag, 20. Juli 2013

Nektarinen-Tarte

Sooo, heute war das nächste Rezept aus der aktuellen Lecker Bakery dran. Der Teil über Pies und Tartes hat mich mal wieder daran erinnert, daß ich mich da ohnehin schon länger mal intensiver mit befassen wollte (und noch die eine oder andere Form brauche *lach*), darum hab ich mich für die wirklich super lecker aussehende Nektarinen-Tarte auf Seite 47 entscheiden.

Und seit heute nachmittag weiß ich schonmal, die sieht nicht nur lecker aus, sie ist es auch, ein kleines aber gibt es allerdings, dazu aber dann später was. Zunächst einmal sah das Werk am Ende so aus:

Eigentlich war das Licht heute ja sehr gut, aber so richtig wollten die Fotos nichts werden. Stellt euch die ganze Tarte viel goldener vor als sie hier jetzt aussieht. Der Sonnendeckel war übrigens viel schneller gemacht, als ich gedacht hätte, normal sind solche Mürbeteigdeckel überhaupt nicht gut Freund mit mir, ich hab wohl einfach zu warme Hände.

Gemacht ist die Tarte wirklich kinderleicht. 

Für den Teig:

300g Mehl
75g Zucker
Prise Salz
200g kalte (wichtig) Butter
2-3EL kaltes Wasser

Für die Füllung:

750g reife Nektarinen
abgeriebener Schale einer halben Zitrone
200g Doppelrahmfrischkäse
3TL flüssiger Honig

Die Zutaten für den Teig in einer Schüssel geben. Die Butter in Würfel schneiden. Mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer (Knethaken) gerade so lange verkneten, bis der Teig krümelig ist, dann den Teig kurz mit den Händen zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Auf keinen Fall den Tag zu lange kneten, schon gar nicht mit den Händen, sonst habt ihr später nur einen knüppelharten Teig und keinen mürben, lockeren Teig.

Die Nektarinen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Den Honig und den Frischkäse verrühren.

Den Teig ungefähr fifty fifty aufteilen und die erste Hälfte entweder auf der bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie ausrollen. Eure Tarteform sollte so ungefähr 22cm Durchmesser haben. Meine hatte knappe 25, war auch kein Drama.

Den Teig in die gefettete und ausgemehlte Form geben und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Den Frischkäse auf dem Boden verteilen und die Nektarinen darauf geben.

Die zweite Hälfte Teig ausrollen und in Dreiecke schneiden. Ich hab das ziemlich nach Augenmaß gemacht, das Rezept sagte, sie sollten so etwa 7cm Seitenlänge haben.. wie auch immer. In 3 Reihen, ziegelartig versetzt auf den Teig legen und in der Mitte ein Loch freilassen. So entsteht das Sonnenmuster.

Das ganze im vorgeheizten Backofen bei 200° für 35 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Jetzt zu meinem Aber. Ich persönlich würde den Boden blind vorbacken. Er hat einfach keine Chance gegen den Käse und die Früchte und ist so matschig, er könnte auch genauso gut roh sein. Die Seiten und der Deckel waren wirklich Mürbeteig in Perfektion. Der Boden war überhaupt nicht chic. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich hier habe.