Mittwoch, 26. Dezember 2012

Zitrusgartenessig & Lavendel-Thymian-Öl

Und hier wie versprochen noch das Essig und das Öl aus meinem kleinen Geschenkkörbchen, von denen dieses Jahr 9 Stück ihre Reise quer durchs Land angetrieben haben :o)

"Zitrusgartenssig mit Zitronengras" und "Lavendel-Thymian-Öl", beides Rezepte aus dem "Eingemachtes hübsch verpackt - Leckereien in Gläser und Flaschen" aus der Kreativen Manufaktur des Topp Verlages.


Zitrusgarteness mit Zitronengras (für 750ml)

1 Bio-Orange, gewaschen und abgetrocknet
1 Bio-Zitrone, gewaschen und abgetrocknet
1 Bio-Limette, gewaschen und abgetrocknet
3 Zitronengrasstängel
2 TL braune Kandisstücke
4 Kumquats, gewaschen und abgetrocknet, in Scheiben geschnitten
2-3 Majoranzweige
750ml Weißweinessig

Mit dem Sparschäler möglichst breite Streifen, möglichst ohne weiße Haut aus der Orangen- und Zitronenschale schneiden. Die Limette und die Kumquats mit Schale in kleine Stücke schneiden. Die Zitronengrasstängel (ich hab sie mit dem flachen Messer aufgebrochen) und den Kandis in ein fest verschließbares Gefäß geben, die Früchte, Schalen und den Majoran dazugeben und mit dem Essig übergießen. Das ganze muß mindestens 3 Wochen ziehen.

Ich muß zugeben, daß ich bei diesem Rezept vom Pech verfolgt war. Ich habe wieder Bio-Limetten noch Kumquats irgendwo auftreiben können. Wenige Wochen zuvor, als ich es aber noch nicht brauchte, gab es beides im Überfluß. Statt Streifen habe ich die Schalen abgerieben, da ich ohnehin nur einen Majoranzweig als "Deko" mit in die endgültigen Flaschen geben wollte (wegen der Größe, das sind nur 100ml Flaschen auf dem Foto), wurden die Aromengeber nach den 3 Wochenohnehin ausgesiebt.

Paßt gut zu Feldsalat und Chicorée.


Lavendel-Thymian-Öl (für 1 l)

16 Thymianstängel
16 Lavendelstängel mit Blüten
1 l Sonnenblumenöl

Wenn ihr frischen Thymian und Lavendel habt, dann braust beides vorsichtig mit Wasser ab und laßt die Kräuter anschließend 3 - 4 Tage auf einem Küchentuch trocknen.

Sind die Kräuter trocken, einfach in einem fest verschließbaren Gefäß mit dem Öl aufgießen und an einem kühlen, dunklen Ort 2 Wochen lang durchziehen lassen. Anschließend wieder in Flaschen abfüllen. (Bei größeren Flaschen kann man natürlich auch die Kräuter auf die Flaschen verteilen und das ganze gleich in der Flasche ziehen lassen)

Das Öl soll gut zu leichten Blattsalaten, Fisch und Lamm passen.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Lavendelsalz & Orientzucker

Heute hab ich zwei kleine Geschenke aus der Küche für euch. Beide Rezepte stammen aus dem Buch "Geschenke aus meiner Küche" von Annik Wecker und genau das gab es dieses Jahr zu Weihnachten von mir für einige liebe Freunde, Geschenke aus der Küche :o)

Den Anfang machte das Orangen-Chili-Gelee, das ich bereits im September hier vorgestellt habe und dann gesellten sich nach und nach Zucker, Salz, Essig und Öl dazu.

Heute also Zucker und Salz:


Orientalischer Zuckertraum (ergibt etwa 120g)

100g Zucker
1 gestrichener TL gemahlener Kardamom
1 gestrichener TL gemahlener Zimt
1/4 TL gemahlene Gewürznelken
1/4 TL gemahlener Piment
1 Msp gemahlene Muskatnuß
1 Msp gemahlene Vanille

Alle Zutaten miteinander vermischen und in ein fest verschließbares Gefäß füllen. Dunkel und kühl lagern und nach ca. 2 Wochen hat der Zucker die Aromen der Gewürze angenommen.


Lavendelsalz (ergibt etwa 120g)

100g Meersalz
2 TL Anissamen
2 TL Koriandersamen
2 TL Lavendelblüten
2 getrocknete Chilischoten
1 TL Fenchelsamen
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
1/2 TL getrockneter Knoblauch
1/4 TL gemahlener Ingwer
1/4 TL gemahlene Vanille

Die Samen in einer fettfreien Pfanne anrösten, um die ätherischen Öle zu aktivieren. Nicht anbrennen lassen ;o).
Zum Mahlen der noch ganzen Gewürze kann man einen Mixer oder Mörser hernehmen. Ich habe festgestellt, daß ich für das Salz den Mixer und für die Gewürze den Mörser bevorzuge :o)

Auch hier wieder alles in ein fest verschließbares Gefäß abfüllen und an einem kühlen und dunklen Ort mindestens 2 Wochen durchziehen lassen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Geschenke aus der Küche: Nougatlikör

Noch so ein ganz schnelles Ding, wenn man noch ein Mitbringsel braucht. Leckerer

Nougatlikör


Für 2 Flaschen à 500ml:

1 Vanilleschote (oder 1 TL Vanillepaste)
2 EL löslicher Kaffee
600ml Wodka
250g Nuss-Nougat-Creme
80g Puderzucker
1/4 TL Zimtpulver
200ml süße Sahne

Vanilleschote auskratzen. Den löslichen Kaffee in etwas Wodka auflösen.

Die Nuss-Nougat-Creme mit dem gesiebten Zucker, dem Zimt, dem Vanillemark und den aufgelösten Kaffee in einen Mixer geben und mixen. Den restlichen Wodka nach und nach untermixen, bis eine homogene Masse entsteht.

Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die Sahne leicht anschlagen und dann mit dem Liköransatz zu einer cremigen Flüssigkeit aufschlagen. In Flaschen abfüllen und hübsch verpacken.

Samstag, 22. Dezember 2012

Last Minute Geschenke: Heiße Schokolade

Zum Ende des Jahres hin kommen wieder ein paar mehr Posts hier auf dem Blog :o) Falls es überhaupt wer vermißt hat, det wees isch ja nich.

Heute gibt es ein Last Minute Geschenk aus der Küche. Und das ist wirklich Last Minute, innerhalb von 5 Minuten gemacht und dann vielleicht noch ein paar Minütchen fürs Aufhübschen, feddisch.

Heike Schokolade


Das Rezept entstammt mal wieder der Kreativ Manufaktur aus dem Topp Verlag, diesmal aus dem Band "Süße Geschenke zu Weihnachten".

Zutaten für 5-8 Becher:

100g Vollmilchschokolade
5 EL Backkakao
5 Päckchen Vanillezucker
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Msp. gemahlener Kardamom

Die Schokolade fein raspeln und mit den restlichen Zutaten vermischen. Ab in ein Glas oder was auch immer euch als Verpackung gefällt. Fertig.
Für mich persönlich dürfte gerne noch mehr Zimt und Kardamom sein, das kommt meiner Meinung nach nicht so richtig raus, aber das ist ja reine Geschmackssache :o)

Dienstag, 11. Dezember 2012

Zimtsterne mit Marzipan

Oh je, ich hab ja ewig nichts mehr gepostet. Die letzten Wochen waren leider extrem stressig und ich bin echt froh, daß heute mein letzter Arbeitstag für dieses Jahr ist. Ich brauch die Auszeit ganz dringend.

Trotzdem hab ich am Wochenende ein bißchen Adventsfeeling in die Wohnung gebracht und Zimtsterne gebacken. Ich persönlich bevorzuge die Version mit Marzipan im Teig, die sind irgendwie schöner von der Konsistenz, weicher. Das Marzipan selbst schmeckt man hinterher eigentlich nicht raus, da man ja eh jede Menge Mandeln und Zucker verbackt, so daß selbst mein Mann, der Marzipan gar nicht mag, dieses Rezept liebt (er hat die 1. Fuhre Zimtsterne vom ersten Adventswochenende innerhalb von 3 Tagen gefuttert *lach*)

Für ca. 35 - 40 Stück:

100g Marzipan Rohmasse
2 Eiweiß
150g Puderzucker
50g Zucker
2TL Zimt (gerne gehäuft)
150g gemahlene Haselnüsse
50g gemahlene Mandeln

180g Puderzucker
1TL Zitronensaft
1 Eiweiß

50g gemahlene Mandeln zum Ausrollen.

Backofen auf 175° vorheizen.

Die Marzipanrohmasse zunächst in kleine Stücke schneiden und mit einem Eiweiß in eine Schüssel geben.  Am besten mit den Fingern zu einer geschmeidigen Masse verkneten und erst dann das 2. Eiweiß zugeben und vermischen.
150g Puderzucker, 50g Zucker und Zimt drüberstreuen, Haselnüsse und Mandeln zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Der Teig wird auf jeden Fall klebrig, sollte er aber zu klebrig werden, dann noch etwas Mandeln zugeben.

Für die Glasur 180g Puderzucker, 1 TL Zitronensaft und ein Eiweiß zu einer dickflüssigen Masse verrühren.

50g Mandeln auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig für die Zimtsterne draufgeben. Mit der Hand flach drücken und mit einem Nudelholz ca. 1cm dick ausrollen.

Sterne ausstechen und auf ein Backblech geben. Die Mandeln sollten eigentlich helfen, daß die Sterne nicht zu sehr festkleben, aber falls doch, mit einem feuchten Buttermesser nachhelfen :o)

Die Glasur mit einem Backpinsel auf die Sterne auftragen und im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 10-12 Minuten backen, bis die Glasur ganz leicht anfängt zu bräunen.

Mittwoch, 7. November 2012

Spinnen-Cupcakes

Oder auch "die Unvollendeten". Ich hatte leider total unterschätzt, wie viel Arbeit mir die vier verschiedenen Sorten Cupcakes machen würden, darum habe ich die Spinnen nie zu Spinnen gemacht, sondern es bei den simplen Cupcakes mit Schokolade und Schokostreuseln belassen. Total schade, weil gerade die Spinnenoptik mein absoluter Liebling war, aber nach einem ganzen Tag in der Küche hatte ich "Rücken", "Schulter" und "Nacken" und was noch viel beängstigender war, als Schatz heimkam und ich sagte: "Du glaubst gar nicht, was einem nach einem Tag Cupcake Backen alles weh tun kann." tippte er mir zielsicher in den Nacken, zwischen die Schulterblätter und ins Kreuz. Er tippte außerdem noch auf meinen rechten Arm, aber dem ging es gut *lach*.

Okay, Schatz ist Physiotherapeut, den schockt man wohl wirklich nicht mehr damit, daß einem vom Backen der halbe Körper weh tut XD

Nun denn... hier also meine mißhandelten Spinnen:

Es fehlen 2 Augen (hier war man Gott sei Dank nicht auf biologische Korrektheit bedacht *gg*) und 8 Beine aus Mikadostäbchen gewerkelt, was echt cool aussah, aber allein der Gedanke für 12 Cupcakes jetzt noch je 8 Beine aus jeweils einem halben und einem ganzen Mikadostäbchen und Schokolade zum Zusammenkleben herzustellen, hat mich innerlich schreien lassen :o(

Für den Teig:

110g weiche Butter
110g feinster Zucker
2 mittelgroße Eier
110g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zitronensaft

Für die Glasur:

80ml Crème Double
175g dunkle Schokolade
1 1/2 EL Butter

Zum Dekorieren:

Schokoladenstreusel
24 weiße Jelly Beans, ersatzweise  weiße Schokolinsen (ich hatte Marzipan geplant)
144 dünne Schokoladensticks (z.B. Mikado)
Schokoladenglasur
geschmolzene Schokolade, um die Beine anzubringen

Den Ofen auf 180° vorheizen und ein Muffinblech (12er) mit Papierförmchen auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig aufschlagen, bis eine fluffige, helle Masse entsteht.
Nach und Nach die Eier unterrühren, bis alles gut verbunden ist, dann Mehl, Backpulver und Salz dazugeben und alles gut unterrühren. Zum Schluß den Zitronensaft unterrühren.
Den Teig in die Förmchen geben und ca. 15 Minuten backen. Garprobe machen und abkühlen lassen.
Für die Schokoglasur die Sahne aufkochen, vom Herd nehmen und die klein gehackte dunkle Schokolade dazu geben. Rühren bis die Schokolade geschmolzen ist. Nach und nach die Butter zugeben und rühren, bis die Masse glatt ist und glänzt. Abkühlen und dadurch leicht eindicken lassen.
Sobald die Glasur etwas abgekühlt ist, die Cupcakes damit bestreichen und Schokostreusel drüber streuen. Zwei Jelly Beans als Auge aufsetzen und mit etwas Schokolade Pupillen aufsetzen.
48 Schokosticks halb durchbrechen und auf jeder Seite der Cupcakes jeweils 4 Stück anbringen. An das Ende jedes Sticks mit etwas geschmolzener Schokolade einen ganzen Stick anbringen und festwerden lassen.

Fazit:

Simple und lecker und wenn ich sie fertig ausgarniert hätte, wären sie der Traum meiner schlaflosen Nächte gewesen *lach*. Im Prinzip kann man das mit jeder Sorte Cupcakes machen, die ein bißchen aufgeht, die Dekoidee an sich ist definitiv der Knaller.
Ich hab einen Tag nach Halloween gesehen, daß einige auch Gummischnüre wie z.B. dünne Colaschnüre für die Beine nehmen. Das sieht nicht ganz so authentisch aus, ginge aber schneller. Ich werde aber trotzdem irgendwann die Mikado-Variante versuchen. Vielleicht nächstes Halloween.

Dienstag, 6. November 2012

Spinnweben-Cupcakes

Mein Basteltreffen fand ja an Halloween statt und das floß auch in die Auswahl der Cupcakes ein, die ich gebacken habe. Die Spinnenweben-Cupcakes von Seite 98 der neuen Cupcake Heaven waren die dritte Sorte, die ich für den Tag gemacht habe.

Verziertechnisch sieht man hier wunderbar, daß ich noch viel, viel üben  muß *lach*.

Für den Teig:

Mark einer Vanilleschote (oder 1TL Vanillepaste)
200g weiche Butter
160 feinster Zucker
4 mittelgroße Eier
150g Mehl
2 gehäufte TL Backpulver
eine Prise Salz
50g Mandeln

Zum Dekorieren:

70ml Crème Double
150g dunkle Schokolade, gehackt
250g Puderzucker
1EL Zitronensaft
Wasser
Smarties

Den Ofen auf 190° vorheizen und ein Muffinblech (12er) mit Papierförmchen auslegen. Die Butter mit der Vanille und dem Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterühren.
Mehl und Backpulver drübersieben, Salz und Mandeln dazugeben und alles gut verrühren. Den Teig auf die Förmchen verteilen und ca. 20-25 Minuten backen. Garprobe machen und wenn sie gar sind auskühlen lassen.
Für die Schokoglasur die Crème Double in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Den Topf von der Platte nehmen und die klein gehackte Schokolade dazugeben. Sanft durchrühren.
Für die Zuckerglasur den Zucker, den Zitronensaft und so viel Wasser miteinander verrühren, daß eine sehr dickflüssige Masse entsteht. Die Masse auf die Cupcakes verteilen und leicht antrocknen lassen.
Die Schokoglasur in eine Spritztülle mit feiner Tülle geben und konzentrische Kreise auf die Cupcakes spritzen. Mit einem Zahnstocher Linien von der Mitte nach außen durch die Kreise ziehen, daß das Spinnennetz entsteht.
Smarties aufsetzen und mit der Schokolade Beine aufspritzen. Alles trocknen lassen.

Fazit:

Leicht zu backen und auch das Verzieren ging eigentlich ganz simpel, ich hab nur das Gefühl, meine Zuckerglasur ist schneller getrocknet, als sie sollte, dabei war sie erst sogar zu flüssig und ich hab sie nochmal nachdicken müssen... darum sehen die Netze auch so komisch aus.
Geschmacklich fand ich diese Cupcakes eher langweilig. Sie gingen nicht schön auf und waren irgendwie trocken. Optisch mit etwas mehr Übung sicher sehr hübsch, geschmacklich leider etwas schwach auf der Brust. Deshalb wird es sie genau so bei uns nicht noch einmal geben.

Montag, 5. November 2012

Kürbis Cupcakes

Ich bin ja noch ein paar Rezepte von letztem Mittwoch schuldig. Ich hänge gerade mit allem wieder hinterher.

Das zweite Rezept, das ich gebacken habe und euch zeigen möchte, sind meine Lieblings Cupcakes von den 4, die ich gebacken habe. Wieder aus der neuesten Cupcake Heaven, das Rezept von Seite 92, allerdings mit einem anderen Topping, da ich zum einen keinen Rollfondant hatte und bekommen hab und zum anderen ein leicht spritziges Frischkäsetopping passender zu den süßlichen, würzigen Cupcakes fand.


Für den Teig:

225g Mehl
2TL Backpulver
1/2 TL Natron
1TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Salz
400g Kürbispüree (ich mache mein Pürree im Ofen, dann ist das Püree nicht so naß wie mit gekochtem Kürbis)
80g geschmolzene Butter
120ml Kondensmilch
110g heller, brauner Zucker
55g feinster Zucker
2 große Freilandeier
1TL natürliches Vanillearoma

Für das Topping:

200g Frischkäse Doppelrahmstufe
60g Puderzucker
1TL Zitronensaft
Lebensmittelfarbe Orange
Farbzucker Grün

Den Ofen auf 190° vorheizen, die Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

Das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel sieben und Natron, Gewürze und Salzu dazu geben. In einer zweiten Schüssel das Küribspüree mit der Butter, dem Zucker, den Eiern und dem Vanillearoma so lange rühren, bis alle Zutaten sich verbunden haben. Die nassen zu den trockenen Zutaten geben und unterrühren.

Den Teig auf die Papierförmchen verteilen und ungefähr 20 - 25 Minuten backen, bis die Cupcakes schön aufgegangen sind und leicht Farbe genommen haben. Auskühlen lassen.

Für das Topping alle Zutaten bis auf den grünen Zucker so lange rühren, bis sich der Zucker und die Lebensmittelfarbe komplett aufgelöst und verteilt haben. Die Creme auf die ausgekühlten Cupcakes aufspritzen oder streichen und zum Schluß mit dem grünen Zucker dekorieren.

Fazit:

Total simpel und schnell gemacht und auch wenn Kinder bei Kürbis ieh sagen und zurück schrecken, fand ich sie oberlecker. Sowohl die Cupcakes als auch das Topping sind nicht übermäßig süß und die Gewürze kommen schön heraus.

Ich würde bei Cupcakes mit Kürbis allerdings inzwischen dazu raten, auf die Papierförmchen zu verzichten und auf einzelne Silikonfärmchen zurück zu greifen. Ich hab zumindest immer das Problem bei Kürbis Cupcakes, daß die absolut mit dem Papier verwachsen sind, was ich super lästig finde.

Freitag, 2. November 2012

Krümelmonster Cupcakes

Nachdem nach vielem Hin und Her endlich meine erste Abo-Ausgabe des Food Heaven Magazins bei mir eingetroffen ist - Cupcake Heaven Nr. 3 - fand hier ein Fall von Liebe auf den ersten Blick statt zwischen meinem Schatz und den Krümelmonster Cupcakes auf Seite 20.
Da ich am Mittwoch hier einige liebe Freundinnen nebst Kindern zu Besuch hatte, hab ich zu diesem Anlaß gleich mehrere verschiedene Cupcakes gebacken und die Krümelmonster waren dabei.

Irgendwie waren die alle so verschoben und hatten auf der einen Seite eine Delle *lach*, aber ich hab mein Bestes gegeben und obwohl ich schon seit gut 17 Jahren backe und auch schon immer gerne Muffins gemacht habe, mit dem Ausdekorieren hab ich bisher kaum Erfahrung.

Das Rezept für 10 Stück:

Für die Cupcakes

110g weiche Butter
75g Zucker
2 EL hellbraunen Zucker
2 mittelgroße Eier
175g Mehl
1 TL  Backpulver
1 Prise Salz
120ml Vollmilch
175g Schokotröpfchen

Für die Buttercreme

175g weiche Butter
300g Puderzucker
1/2 TL natürliches Vanillearoma
blaue Lebensmittelfarbe

Zum Dekorieren

100g Kokosflocken (eher 40g)
blaue Lebensmittelfarbe
110g Marzipan
20 Schokotröpfchen
10 Schokokekse

Backofen auf 190° vorheizen. Butter und Zucker schaumig schlagen, dann nach und nach die Eier unterrühren. Die trockenen Zutaten darüber sieben und vorsichtig unterrühren. Zum Schluß die Milch und ca. die Hälfte der Schokotröpfchen unterrühren.
Eine Cupcakeform mit Papierförmchen auslegen und den Teig gleichmäßig auf 10 Förmchen verteilen. Die restlichen Schokotröpfchen drüberstreuen und für ca. 25 backen, bis sie schön aufgegangen und goldbraun sind.
Abkühlen lassen.
Für die Buttercreme die Butter und den Zucker cremig aufschlagen. Das Vanillearoma und die Lebensmittelfarbe unterrühren.
Die Kokosraspel in einer Schüssel mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe gut verrühren, damit die Farbe sich gleichmäßig verteilt.
Vorsichtig den oberen Teil der Cupcakes abschneiden. Etwas von der Buttercreme auf den unteren Teil geben und einen Keks darauf legen. Den oberen Teil des Cupcakes auf den Keks setzen. Den Cupcake dann großzügig mit Buttercreme einstreichen und dabei auch die Grenze zwischen den beiden Teilen abdecken. Die Kokosflocken in die Buttercreme drücken.
Das Marzipan zu 20 Kugeln rollen und in jede Kugel vorsichtig ein Schokotröpfchen drücken, um die Augen herzustellen. Die Augen aufsetzen. Fertig!

Fazit:

Die Herstellung ist recht aufwendig. Optisch lohnt sich die Arbeit aber auf alle Fälle. JEDER war total begeistert von den Cupcakes.
Zumindest, bis es ans Probieren ging. Den Kindern, die sie probiert haben, waren die Cupcakes durch die Buttercreme zu süß und mir war bis dato nicht bewußt, daß Kinder scheinbar alle kein Kokos mögen (ich mochte es auch damals schon *lach*). Die Erwachsenen, mich eingeschlossen, konnten zwar die Süße noch tolerieren, die Buttercreme haut aber sogar den stärksten Esser, sprich meinen Schatz, total aus den Latschen. Nach nicht einmal einem halben Cupcake wird alles immer mehr im Mund.
Ich war ja noch nie ein Fan von Buttercreme, aber bis jetzt war ich es einfach nicht wegen der Zutaten, die laut meinem Geschmacksvorstellungsvermögen einfach nicht lecker sein konnten (ich esse schon seit meiner Kindheit keine Butter "so", also auf Brot oder ähnlichem, sondern verbacke und verkoche sie nur). Jetzt wo ich mich dann mal rangewagt habe, sehe ich mich bestätigt. Butter für mich eh bah! Aber so viel Zucker in der Butter ist doppelt bah! Die Creme war grisselig vom Zucker, obwohl meine Kitchen Aid echt super lange gerödelt hat, die Lebensmittelfarbe brauchte einige Zeit, bis sie die Creme richtig blau gefärbt hatte (ich hatte keine flüssige Farbe) und generell durch 300g (Waaaahnsinn!) Zucker viel, viel, viel, viel zu süß.
Die Cupcakes als solches waren aber lecker. Schön locker, toll mit den Schokotröpfen, keine Einwände. Gut möglich, daß ich die Krümelmonster irgendwann noch einmal mache, dann aber garantiert nicht mit Buttercreme, sondern mit einer Frischkäse- oder Mascarponecreme und deutlich weniger Zucker.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Birnen-Tarte mit Filoteig

Gab es letztes Wochenende bei uns. Ich kaufe die Sweet Dreams Hefte bereits seit sie auf dem Markt sind, aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß das endlich mein erster Nachbackversuch war. Es sind ganz, ganz viele Rezepte in den Heften, die ich unbedingt noch nachbacken möchte, aber meistens drängelt sich dann doch was Anderes vor. *seufz*


Das Rezept:

1/2 Päckchen Filoteig
120g fein gehackte Walnüsse (mag ich nicht, darum bei mir Haselnüsse)
120g Rohrzucker
2 1/2 EL Zimtpulver
60g flüssige Butter
200g Crème Fraiche
8 kleine oder 4 große Birnchen (was man damit machen soll, weil ich nicht, ich habe genau eine normalgroße Birne gebraucht)
1TL Zucker

Eine rechteckige Backform (25x20 cm) etwas einfetten und das erste Filoteigblatt einlegen. Die Ränder dürfen ruhig etwas hochstehen.
Zimt und Zucker mischen. Das Filoteigblatt mit etwas Butter einstreichen, etwas von der Zuckermischung gleichmäßig darauf veteilen, dann Nüsse draufstreuen und das nächste Blatt auflegen. So verfahren, bis die Zuckermischung und Nüsse aufgebraucht sind.
Ich habe übrigens immer 2 Blätter genommen statt 1.
Wieder ein Teigblatt auflegen und mit Butter bepinseln.
Die Crème Fraiche kurz aufrühren und dann auf die Tarte streichen.
Den Ofen auf 175° vorheizen (oder 160° Umluft). Birnen waschen, trocken tupfen und in 2mm starke Streifen schneiden. Die Kerne entfernen und die Birnen gleichmäßig auf der Tarte verteilen.
1/2 EL Zimt und den restlichen Zucker vermischen und auf die Früchte streuen.
Die Tarte im Ofen ca. 25 Minuten goldbraun backen.

Fazit: 

Das Originalrezept wollte, daß man die Nüsse auch noch unter die Zuckermischung gibt und dann alles zusammen verteilt. Habe ich auch so gemacht, ist aber eine doofe Idee. An einigen Stellen ist so viel zu viel Zucker gelandet. Deshalb hab ich das Rezept entsprechend abgeändert.
Abgesehen von diesem kleinen Detail war die Tarte aber sehr, sehr lecker, unheimlich schnell und einfach gemacht und eine klare Empfehlung für Herbsttage :o)

Sonntag, 14. Oktober 2012

Mohn-Tarteletts mit Orangencreme

Samstag hat sich inzwischen zum Backtag gemausert. Gestern war wieder ein Rezept aus der 2. Ausgabe der Lecker Bakery an der Reihe. Um mal ganz ohne Schokolade zu arbeiten, hat der Mann sich die Mohn-Tarteletts mit Orangencreme ausgesucht.

Ein sehr, sehr simples Rezept mit ein paar Tücken (für mich) :o).


Hier erstmal das Originalrezept für 10 Tarteletts mit ca 10cm Durchmesser, rot meine Änderungsvorschläge, Begründung im Text, ebenfalls in Rot :o)

Für den Teig

125g kalte Butter
250g Mehl
1El gemahlener Mohn
1 Ei
75g Zucker
1 Prise Salz

Für den Sirup

125ml Wasser (Saft einer Orange + Saft einer halben Zitrone)
75g Zucker
Schale von 2 Bio-Orangen

Für die Creme

500g Frischkäse Doppelrahmstufe
1 Päckchen Sahnesteif
100g Zucker
6 EL Orangensaft (besser den Saft der ganzen Orange. Waren bei mir etwa 12 EL, schadet der Festigkeit der Creme nicht, aber man schmeckt die Orange wenigstens etwas heraus.)

Mehl zum Ausrollen
Butter zum Fetten der Formen

Die Tartelettförmchen ausfetten.
Für den Mürbeteig die Zutaten rasch entweder mit möglichst kalten Händen oder mit der Küchenmaschine verkneten, aber nicht zu lang, sonst wird der Teig nicht mürbe.
Auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen auf ca. 2mm Stärke. Kreise mit 11-12 cm Durchmesser ausstechen und in die Förmchen legen, am Rand leicht andrücken.
Mehrmals mit der Gabel am Boden einstechen und die Förmchen für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 200° bzw. 175° Umluft vorheizen.
Die Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit dem Zestenreißer oder einer feinen Reibe abreiben.
Das Wasser, den Zucker und die Orangenschale aufkochen und bei starker Hitze ca. 5 Minuten sirupartig einkochen lassen. Den Sirup abkühlen lassen.
Dieser "Sirup" schmeckt meiner Meinung nach wie Knüppel vorn Kopp, bappig süß, bitter, aber kein bißchen orangig. Ich hab statt dessen den Saft der 2. Orange, den ich für das Rezept eigentlich nicht brauchte genommen. Da auch das nicht wirklich schmeckte, kam noch der Saft einer halben Zitrone dazu und siehe da, ENDLICH spritzig, lecker, wie ich mir Zitrusfrüchte vorstelle. Da auch die Orangencreme nur sehr dezent orangig wird, ist der Sirup um so wichtiger.
Die Tarteletts 12-15 Minuten backen, ca. 5 Minuten in den Förmchen auskühlen lassen, dann herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.

1 Orange auspressen. 100g Zucker mit Sahnesteif mischen. Mit dem Rührgerät die Zuckermischung, den Frischkäse und 6 EL Orangensaft vermischen.
Schmeckt ebenfalls wie eingeschlafene Füße, aber nicht nach Orange. Ich habe den restlichen Orangensaft noch dazu gegeben. Macht es etwas besser, aber "Orangencreme" würde ich das dennoch immer noch nicht nennen.

Die Creme mit einem Löffeln in die Tarteletts füllen und glatt streichen. Mit dem abgekühlten Sirup beträufeln und etwas Mohn bestreuen.

Fazit:

Die Idee war wirklich gut, hält man sich strikt ans Rezept, wird es leider sehr blaaa schmecken. Der Orangengeschmack in der Creme ist viel zu schwach, vor allem weil der Frischkäse ja ohnehin einen recht starken, käsigen Eigengeschmack hat.
Der Sirup dazu ist in meinen Augen ungenießbar.

Mit meinen Änderungen haben sie Männe sehr gut geschmeckt, mir zumindest gut genug, daß ich 2 Stück gegessen hab (ich hatte leicht größere Formen und es kamen 6 dabei raus, die restlichen 4 hat Mann gegessen *lach*), aber wenn ich das Rezept noch einmal backe, werde ich an der Creme auch noch ein bißchen rumschrauben, um da eine besser Balance zu erreichen.
Ach ja, und ich würde noch empfehlen, die Tarteletts einen Tag vorher zu backen und ihnen eine Nacht im Kühlschrank zu geben, ich fand sie heute besser als gestern :o)

Vom Schwierigkeitsgrad her ist es eiiigentlich ein Traumrezept für Anfänger.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Toffee-Brownies

So, heute endlich mal wieder was Neues. Wir hatten eigentlich Samstag schon ein ganz tolles Rezept ausprobiert, daß ich posten wollte, aber dann hab ich doch glatt vergessen, ein Bild zu machen. Na ja, das wird es sicher in nicht allzu ferner Zukunft nochmal geben ;o)

Dafür habe ich dann heute Brownies gebacken. Dieses Rezept hab ich vor ein paar Tagen auf Annas Blog gefunden und mußte es quasi sofort nachbacken :o)

Nachdem die letzten beiden Rezepte für mich persönlich jetzt nicht so der durchschlagende Erfolg waren, sind diese Brownies endlich mal wieder ein voller Erfolg *g*. Aber süß und mächtig, das gleich vorweg.


Das Rezept:

160g Schokolade (halb halb Zartbitter und Vollmilch)
160g Butter
130g brauner Zucker
4 Eier
80g Mehl, gesiebt
1 Prise Salz
1 Prise Vanille 
Toffee / Dulce de Leche
Gehackte Haselnüsse

Butter und Schoki über dem Wasserbad schmelzen. Die Eier und den Zucker schön schaumig rühren. Die Schokomasse unterühren. Dann das Mehl, Salz und Vanille dazu geben. Ich hab hier einen Schuß Vanillepaste genommen, das ist meine Vanillewaffe der Wahl :o).
Den Teig in eine Brownieform geben und bei 165° Umluft (was mein Ofen nicht hat, darum hab ich mal so 190° genommen, vermelde, Brownies sind klitschig *g*) 10-12 Minuten backen.

Ein bißchen Schwierigkeit hatte ich damit, den Brownie aus meiner Form zu kriegen, aber das ist leider oft so, wenn sie etwas klitschiger sind. Solltet ihr noch keine Brownieform haben, dann guckt, daß ihr eine Kauf, bei der man den Boden rausnehmen kann, wie bei den Tarte-Formen. Das würde immens helfen.

Dulce de Leche mache ich ganz einfach selbst. Eine Dose Milchmädchen nehmen, die Banderole abmachen und die Dose in einen Topf mit Wasser geben. Die Dose muß mit Wasser bedeckt sein. Das ganze so kochen und für etwa 2,5 Stunden kochen lassen (auf kleiner Stufe reicht völlig, das ganze muß nicht blubbern). Dann im Topf mit dem Wasser langsam auskühlen lassen.
Ich weiß, daß viele Leute Angst davor haben, weil sie schon von explodierenden Dosen gehört haben. Das kann tatsächlich auch passieren, aber eigentlich muß man nur auf 2 Sachen achten und dann ist alles gut. Die Dose muß immer mit Wasser bedeckt bleiben, also beim Kochen immer mal gucken und eventuell auffüllen. Und ich werde wirklich darauf achten, daß das Wasser nicht sprudelnd kocht.
Und ja, die Dose rostet bei der ganzen Prozedur von außen *lach* (Mann ist immer ganz entsetzt, wenn er die glänzende Dose vom Anfang und das Wrack am Ende sieht.)

Dulce de Leche vorsichtig auf dem Brownie verstreichen. Nehmt nicht zu viel, das Zeug ist wirklich sehr, sehr süß, auch wenn man beim Probieren vielleicht glaubt, daß es doch gar nicht sooo schlimm is. Und zum Schluß noch die gehackten Haselnüsse drüberstreuen.

Ich hab 16 Brownies daraus geschnitten und muß ganz ehrlich sagen, daß bei mir auch nach einem Stück Ende war. Bin mal gespannt, was der Mann sagt und wie viele er verdrückt, der schockt mich da ja gerne mal.

Montag, 1. Oktober 2012

Dattel-Schinken-Lende

Das Rezept, das ich heute mit euch teilen möchte, habe ich von meiner lieben Freundin Stephie. Und obwohl der eine oder andere vielleicht im ersten Moment skeptisch sein wird, man sollte es unbedingt mal probiert haben. Als ich es dem Mann das erste Mal vorsetzte, hatte ich echt Herzklopfen, ob er nicht aufstehen und zu McDonalds fahren würden, aber ganz im Gegenteil, es ist seitdem eines seiner Leibgerichte und wenn ich es wie gestern mit selbstgemachten Spätzle auf den Tisch bringe... schlimmer überfuttert er sich nur an Gulasch mit Spätzle *lach* 

Ich persönlich gehöre ja eigentlich zu den Leuten, die nicht gerne Süß und Herzhaft kombinieren. Mich schüttelt's, wenn ich nur an Toast oder Pizza Hawaii denke, ich esse beim Asiaten nichts, wo Obst mit drin ist, und dennoch hab ich das Rezept ausprobiert. Warum? Weil Stephie mich einige Male bekocht hat und immer war es megalecker. Ich hatte Vertrauen *lach* und wurde belohnt.

Das Rezept für ca. 4 Personen:

1 Schweinelende in Medaillons geschnitten
100 - 200g Champigons
100 - 200g Schinkenspeck oder rohen Schinken (hier nehm ich lieber etwas weniger und tendiere zu 100g)
100 - 200g Datteln (nicht die kristallisierten, auch hier nehme ich nur 100g, sonst ist das Süße zu dominant)
1 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Bratensaft, ausnahmsweise mal Fertigprodukt von Maggi, obwohl ich die Glutamatbömbchen ja sonst versuche zu meiden.
1 Schuß Sahne oder Creme Fraiche

Erstmal die Schnippelarbeit erledigen und die Zwiebel in Würfel, den Schinken in Streifen und die Datteln und Pilze in Scheiben schneiden. Wer wie ich eher von der faulen Sorte ist, kann den Schinken auch gewürfelt kaufen. Den Knoblauch presse ich persönlich, Stephie schneidet Scheiben.
Die Medaillons zusammen mit dem Knoblauch in etwas Öl kurz anbraten, dann aus der Pfanne nehmen.
Die Schinkenstreifen und Dattelscheiben in der Pfanne andünsten, dann die Zwiebeln und die Pilze dazu geben, mit Wasser und Bratensaft ablöschen und aufkochen lassen. Das Fleisch wieder zurück in die Pfanne geben und alles einköcheln lassen.
Ganz zum Schluß gebe ich einen Schuß Sahne oder Creme Fraiche dazu, in Stephies Rezept kommt die Sahne schon mit dem Wasser in die Pfanne, das flockt mir aber gerne mal aus, darum mache ich das schon lange nicht mehr :o)

Bei uns gab es wie erwähnt Spätzle dazu, diesmal halb halb normales Weizenmehl und Vollkornweizenmehl. Hat den Mann trotzdem nicht früher satt gemacht, da schwirrt einem echt der Kopf, wenn man dem beim Spätzlevernichten zuguckt O__o

Sonntag, 30. September 2012

Zwiebelsuppe nach Jamie Oliver

Auch gestern abend hab ich mal wieder "Natürlich Jamie" von Jamie Oliver zur Hand genommen und das Rezept für Zwiebelsuppe nachgekocht, das unser Lieblingsrzept für Zwiebelsuppe ist. Zwiebelsuppe ist für mich wie Kürbissuppe ein typisches Herbst- und Wintergericht und da es langsam aber sicher wirklich immer usseliger wird, gab es heute wärmendes Comfort-Food.


Das Rezept:

Ein großzügiges Stück Butter
Öl
Eine Handvoll Salbei
6 Knoblauchzehen, zerdrückt
5 rote Zwiebeln
3 große weiße Zwiebeln
3 längliche Schalotten
300g Lauch
alles in Ringe / halbe Ringe geschnitten
2L Brühe (Jamie empfiehlt Huhn oder Rind, ich hab Gemüse genommen)
Einige Scheiben Brot, getoastet
Cheddar, gerieben
Salz
Pfeffer

Einen Topf erhitzen und das Öl und die Butter hinein geben. Den Salbei und den Knoblauch kurz anschwitzen und die Hitze etwas runterdrehen.
Den Lauch und die Zwiebeln dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit aufgelegten, aber nicht geschlossenen Deckel ca. 30 Minuten sanft dünsten. Die Zwiebeln sollten keine Farbe nehmen. Hin und wieder mal umrühren, damit nichts ansetzt.
Nach 20 Minuten den Deckel abnehmen und die Zwiebeln offen weiter dünsten. Sie sollen schön weich, glasig und süß werden.
Mit der Brühe aufgießen und noch etwa 10 Minuten sanft weiter köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Brotscheiben dünsten und den Backofengrill einschalten.
Nach Originalrezept wird die Suppe auf Suppenschüsseln verteilt und in jede Suppenschüssel gibt man einige Stückchen Brot, bestreut sie mit Cheddar und schiebt alles unter den Grill, bis der Käse geschmolzen ist.
Ich hab es ein bißchen anders gemacht und die Brotscheiben mit dem Cheddar solo in den Ofen geschoben und als Beilage gereicht, ich hab's nicht so gerne, wenn sich das Brot so mit Suppe vollsabscht ;o)

Samstag, 29. September 2012

Chocolate Cheesecake Cupcakes

Und hier kommt jetzt das vorerst letzte Rezept, daß ich aus "Glück ist backbar" von Marian Keyes ausprobiere und vorstellen möchte... denke ich zumindest *lach*. Mal sehen.

Melanie hat mir die Chocolate Cheesecake Cupcakes ans Herz gelegt und da hab ich natürlich nicht lange gezögert und die kleinen Dinger gestern nachgebacken.

Aussehen tun sie in jedem Fall megalecker und ja, das ist eigentlich ein Sushiteller, aber farblich paßten sie perfekt zum Dekor *gg*

Das Rezept:

100g dunkle Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil
250g Mascarpone
200g Frischkäse Doppelrahmstufe
100g Zucker
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
100g Vollmilchschokolade in Stücke gehackt

Den Ofen auf 150° vorheizen. Die dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen.
Mascarpone und Frischkäse verrühren, dann den Zucker, die Eier und den Vanilleextrakt unterrühren, bis eine glatte, homogene Masse entsteht.
Die leicht abgekühlte Schokolade unterühren und ganz zum Schluß die gehackte Schokolade unterheben.
Die Cupcakes werden im Wasserbad gegart. Das heißt, ihr braucht entweder ein tiefes Backblech, in das euer 12er Muffinblech reinpaßt oder, wenn ihr so was wie ich nicht besitzt, weil man heutzutage hauptsächlichen diesen Schiebemist an Backblechen kriegt und eure größte Fettpfanne zu klein ist, dann braucht ihr einzelne Muffinförmchen aus Silikon. In diese Förmchen gebt ihr dann die Papierförmchen genauso rein wie ins Blech, in den Einzelförmchen passen sie nur leider nicht so schön.
Die Förmchen mit der Käsemasse füllen. Ihr könnt die Förmchen ruhig vollmachen, die Masse geht nicht auf. Das Muffinblech oder die Förmchen in euer tiefes Blech stellen und mit heißem, aber nicht kochenden Wasser angießen bis die Cupcakes etwa zu drei Vierteln im Wasser stehen.
40 Minuten Backen.
Nach dem Backen das Blech oder die Förmchen aus dem Wasser nehmen (bei Einzelförmchen etwas tricky, aber machbar) und erst einmal mindestens eine Stunde einfach stehenlassen, damit die Masse fest werden kann. Dann könnt ihr die Cupcakes aus dem Blech oder den Förmchen holen.
Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, am besten noch über Nacht in den Kühlschrank verfrachten. Kurz vor dem Servieren mit etwas Sahne verzieren. Fertig.

Fazit:

Die Herstellung ist super simpel. Das mit dem Wasserbad ist zwar etwas fummelig, wenn man die Einzelformen nehmen muß und man muß beim Herausholen aus dem Ofen aufpassen, sich nicht an dem kochenden Wasser zu verbrennen, aber sonst idiotensicher.

Geschmacklich... hach ja. Also ich finde sie nicht eklig, aber ich will sie auch nicht essen, das hat mir meine Zunge gleich bei der ersten Berührung mit dem Cupcake mitgeteilt. Schokolade und Frischkäse/Quark/Joghurt als eine Masse ist einfach nicht mein Ding. Ich hätte es wissen können, weil ich auch noch nie Joghurts mit Nuß- oder Schokogeschmack mochte und auch Quark in der Richtung noch nie prickelnd fand, aber ich dachte, ich probier's, ein Käsekuchen ist was Anderes... Jetzt weiß ich es besser. Es ist dieses leicht säuerliche mit dem Schokoladengeschmack, schwer zu erklären.
Mein Schatz wiederum steht scheinbar drauf und findet die Cupcakes ganz toll.
Die Konsistenz ist durch das Garen im Wasserbad unwahrscheinlich cremig, da kann man nicht meckern.

Donnerstag, 27. September 2012

Risotto mit gegrillten Pilzen

Hallo zusammen. Wie versprochen bin ich heute mit dem Rezept für den Pilzrisotto von Jamie Oliver wieder hier :o) (aus seinem Buch "Natürlich Jamie")

Dieses Risotto ist mein persönliche Lieblingsrisotto von denen, die ich bis jetzt ausprobiert habe und ich freue mich jedes Jahr wieder auf die Pilzsaison. Leider muß es auch tatsächlich Saison sein, denn für mich gibt es geschmacklich nichts Schlimmeres als Pilze, die schon einmal tief gefroren waren. Ich weiß, ein Haufen Leute ißt sie und viele frieren sich sogar in der Saison selbst Pilze für den Rest des Jahres ein, aber mal ganz ehrlich? Das ist doch ein völlig anderer Geschmack. Total tot und bäääh...

Okay, aber genug von meinen Marotten *lach*.

Gestern kam das bei uns auf den Tisch:

Leider war trotz Saison die Ausbeute an Pilzen mager. Braune Champignons (Jamie rät zwar davon ab, aber ich mag sie) und Pfifferlinge, das war schon das Ende der Auswahl. War dennoch wieder extrem lecker. Bei zwei Personen als Hauptspeise halbiere ich das Rezept, das ist mehr als genug.

Das Rezept (4-6 Personen):

1,5l heiße Brühe, Gemüse oder wer es lieber mag, Hühnerbrühe (ich brauche grundsätzlich immer mehr)
1 Handvoll getrocknete Steinpilze
Öl
1 kleine Zwiebel, geschält und fein gehackt
2 Stangen Staudensellerie, geputzt und fein gewürfelt
400g Risottoreis
150ml trockener Wermut oder Weißwein
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
4 große Handvoll Pilze
einige Zweige frischer Kerbel, Estragon oder Petersilie, Blätter abgezupft und fein gehackt
Saft von einer Zitrone
25g Butter
2 Handvoll frisch geriebener Parmeson, plus Parmesan zum Servieren

Die Brühe zum Kochen bringen. Die Steinpilze in einer Schüssel mit gerade so viel heißer Brühe übergießen, daß sie bedeckt sind und ungefähr 15 Minuten quellen lassen. 
Die Zwiebeln und den Staudensellerie in etwas Öl bei milder Hitze gute 10 Minuten anschwitzen. Sie dürfen keine Farbe nehmen. Die Hitze hochdrehen und den Reis dazu geben, diesen auch einen Moment mit anschwitzen, dann mit Wermut oder Wein ablöschen. Traut euch unbedingt mal an den Wermut ran. Der Hit!
Rühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Jetzt die Einweichflüssigkeit der Steinpilze durch ein Sieb dazu gießen. Die Pilze selbst klein hacken und ebenfalls zum Risotto geben. Eine kräftige Prise Salz und eine Kelle Brühe dazu und jetzt kommt das bekannte Spiel. Rühren, rühren, rühren. Wenn der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, wieder eine Kelle Brühe und wieder rühren, rühren, rühren.
Das macht ihr so lange, bis der Reis zwar gar ist, aber noch etwas Biß hat (dauert etwa 30 Minuten).
In der Zwischenzeit eine Grillpfanne aufstellen und heiß werden lassen. Die Pilze ohne Öl darin grillen, bis sie leicht gebräunt sind. In einer Schüssel mit dem Zitronensaft, Salz und den gehackten Kräutern (ich bevorzuge Petersilie in diesen Fall) vermischen.
Risotto vom Herd nehmen und abschmecken. Butter und Parmesan unterühren und ungefähr 3 Minuten ziehen lassen. Risotto sollte unbedingt cremig sein! Viele Leute nennen ja etwas Risotto, das zwar aus Reis besteht, aber sich problemlos in einem Servierring in Form bringen läßt und diese Form dann auch hält. Das ist alles, aber kein Risotto. Schlotzig muß er sein. Wenn er das nicht ist, dann gebt ruhig noch einen Schluck Brühe dazu, um das ganze aufzulockern. Er zieht sowieso noch an und wird von ganz alleine ein großer klebriger Klumpen, dem muß man wirklich nicht auch noch zuarbeiten.

Ganz zum Schluß noch einmal abschmecken und ggf. nachwürzen oder mehr Käse hinzufügen. Dann auf die Teller verteilen und die Pilze darüber geben. Wer mag, kann noch mit Parmesan und ein bißchen Öl dekorieren.

Dienstag, 25. September 2012

Shopping! Und ein tolles Geschenk.

Da ich ja am Wochenende zu nicht viel was fähig war, hab ich meine Wachphasen ausschließlich am Computer verbracht und da dann im speziellen auf der Suche nach ein paar Geschirrteilchen, die sich in meinem von schwedischen Landhaus-Chic geprägten Wohnzimmer in Weiß und Graubraun gut machen (sprich, IKEA Hemnes und Störnas *lach*).
Mein Augenmerk fiel auf die Mynthe-Reihe von IB Laursen in den Farben Latte und English Rose und gekauft habe ich schließlich bei Caramondo. Ich hab eine sehr ausgeprägte Schwäche für Shops mit niedrigen Portofreigrenzen. Ich kaufe lieber ein Teil mehr und erreiche einen bestimmten Betrag als daß ich 5 oder 6 Euro Porto zahle *lalala*.
Dieser Shop zeichnet sich aber nicht nur durch diese Eigenschaft aus. Der Versand war auch wahnsinnig schnell. Sonntag abend hab ich bestellt, heute früh waren die Sachen schon bei mir. Alles war tadellos verpackt, da kann man echt nicht meckern und ich werde bestimmt nicht das letzte Mal dort gekauft haben :o)

Aber watt isset denn nu geworden?

Die Tortenplatte war mein hauptsächliches Objekt der Begierde. Bei Caramondo war sie dann tatsächlich auch noch am günstigsten von allen Shops, in denen ich sie gefunden habe (noch ein Pluspunkt) und es gibt sie auch noch in dem Rosaton der Kanne, in Weiß und in einem Shop habe ich sie auch in einem kräftigen Rot gesehen, das war allerdings ein Einzelfund, ich nehme an, das ist eine alte Farbe aus einer vorherigen Kollektion.
Zur Tortenplatte kam dann noch das passende Milchkännchen und die Zuckerdose, alles 3 tatsächlich Dinge, die ich bisher noch gar nicht besessen habe und damit sogar sehr sinnige Anschaffungen und nicht nur "hübsch" :o))). Und statt Porto gab es das rosa 0,5 Liter Kännchen noch dazu, denn eigentlich brauche ich 2 Milchkännchen, Schatz und ich trinken unseren Kaffee mit H-Milch, mein Vater und seine Eltern allerdings lieber Kondensmilch.
Die Farben sind richtig schön und wenn es den Mann hier nicht gäbe, würde ich vermutlich noch ein paar mehr rosa Teilchen kaufen, aber ich will ihn ja nicht vergraulen, darum bleibt es eine Akzentfarbe *lach*.

Das war aber nicht das einzige Paket für heute. Meine liebe Freundin Dani, die im Gegensatz zu mir ihre Nähmaschine nicht nur zur Deko hat, sondern damit umzugehen weiß, hat mir einen Wunsch erfüllt und mir ein Brotkörbchen genäht. Das kam heute mit einigen Freunden, die gar nicht bestellt waren, hier an. Danke dir, mein Schatz! Und du verwöhnst mich zu sehr!

Sonntag zum Frühstück wird das tolle Teilchen gleich eingeweiht *freu*.

Eventuell stelle ich mich morgen dann wieder an den Herd und zaubere ein superleckeres Pilzrisotto, dann gibt es Donnerstag hier wieder ein neues Rezept.

Montag, 24. September 2012

Maronen-Rum-Brownies

Einen wunderschönen!

Ich bin ein wenig hinterher mit dem Posten, da ich übers Wochenende leider total auf der Nase lag und auch jetzt nur halbfit bin. Aber da man ja mal was Anderes tun muß, statt immer nur im Bett zu liegen, dachte ich, ich mache jetzt mal den Post fertig, damit ich hinterher auch nen Grund habe, mich alle zu fühlen *lach*

Am Freitag habe ich das zweite Rezept aus dem Buch "Glück ist backbar" von Marian Keyes ausprobiert.

Maronen-Rum-Brownies (S. 209)

Meinem Foto sieht man glaub ich gleich 2 entscheidende Dinge schon an:

- Die Frau hat wieder am Rezept geschraubt *gg*
- Die Dinger waren zu lange im Ofen

Wenn ihr das Rezept nachbackt, würde ich euch raten, schonmal spätestens nach 25 Minuten den Gargrad eurer Brownies zu überprüfen. Meine sahen nämlich nach den angegebenen 30 Minuten so aus wie auf dem Bild und sind auch tatsächlich völlig durch. Kein Weltzusammenbruch, aber eben auch kein Brownie.

Rezept:

200g Vollmilchschokolade
100g Butter
2 Eier
1 Eigelb
200 Zucker
200g Maronenpüree
1TL Vanilleextrakt
2 Verschlußkappen Rumessenz (oder 2EL Rum)
175g Mehl
1/2 TL Backpulver
100g Maronen, grob gehackt

Den Ofen auf 180° vorheizen und eine quadratische Form 20x20cm einfetten.
Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Butter, Zucker, Eier und Eigelb verquirlen, die geschmolzene Butter-Schokoladenmischung dazugeben und wieder gut verquirlen.
Maronenpüree, Vanilleextrakt und Rumessenz unterrühren und gut vermischen.
Dann das gesiebte Mehl und Backpulver nach und nach unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Ganz zum Schluß die Maronenstücke dazugeben und gerade so unterühren.
Da ich keine Maronen gekriegt habe und meine Maronen aus dem Vorrat schon zu Püree verarbeitet hatte, gab es mir statt dessen 100g gehackte Zartbitterschokolade.
Den Teig in die Brownieform geben und ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Ich würde wie gesagt schonmal nach 22-25cm gucken, was der Stand der Dinge ist.

Fazit:

Sind sind okay. Natürlich etwas trocken, weil zu weit gebacken, aber durchaus okay. Sie hauen mich allerdings nicht wirklich vom Hocker und ob sie hier nochmal auf den Tisch kommen, ist mal noch fraglich. Generell schmeckt man den Rum nicht. Vielleicht wäre es mit Essenz besser gewesen, aber da ich die nicht hatte und Rum als Ersatz mit Menge angegeben war, hätte ich erwartet, daß das auch funktioniert. Nun ja.
Ansonsten war das Rezept nicht schwierig. Maronen sollte man heutzutage auch eigentlich einfach im Supermarkt bekommen, warum das Freitag bei mir nicht möglich war... sei mal dahingestellt, keine Ahnung, von daher alles im grünen Bereich.
Ein stabiler Teigschaber, um den Teig von der Schüssel in die Form zu kriegen, wäre ein Must Have. Der Teig ist extrem klebrig und mein Silikonschaber wollte da nicht so recht gegen angehen und war definitiv zu weich und flexibel.

Freitag, 21. September 2012

Schlemmerbaguettes

Heute habe ich ein zugegeben nicht sonderlich raffiniertes Rezept für euch, aber eines, das mich bereits seit meiner Kindheit begleitet. Meine Mutter ist Fleischereifachverkäuferin und hat auch mit Kind immer mehr oder weniger Vollzeit gearbeitet. Daraus ergab sich hin und wieder mal das Problem, daß die Versorgung des Kindes mit Mittagessen sehr, sehr flott geschehen mußte, weil ich schon aus der Schule daheim war, bevor sie Feierabend hatte *lach*.

Dieses Baguette ist eine Erfindung meiner Mutter und gab es bei uns eigentlich immer nur dienstags oder donnerstags (aber natürlich nicht jede Woche *g*), das waren besonders eilige Tage und das hier konnte sie auf der Arbeit zubereiten und heiß und tellerfertig nach Hause liefern.

Eigentlich nimmt man diese länglichen Baguettebrötchen, die ich heute nicht im Haus hatte und darum hat sie sie Schlemmerbaguette getauft. Der Chef meiner Mutter war übrigens von den Dingern so angetan, daß sie seither dort in der heißen Theke verkauft werden :o)))

Für 2 Stück:

2 Baguettebrötchen
150 - 200g Hack oder Mett
Frischkäse
Geraspelten Käse zum Bestreuen
Salz
Pfeffer
Kräuter & Gewürze nach Geschmack

Backofen auf 180° vorheizen. Währenddessen von den Brötchen den Deckel abschneiden (aber nicht zu viel vom Brötchen wegschneiden), dabei leicht nach unten schneiden, damit das Brötchen nicht ganz flach ist, sondern ein ganz flaches V bildet. 
Die Schnittfläche mit Frischkäse bestreichen. Wer möchte kann auch Kräuterbutter nehmen.
Das Hackfleisch mit Salz & Pfeffer kräftig würzen. Ich nehme lieber Hack als Mett, weil ich das zum einen selbst würzen kann (nicht jedes Mett schmeckt gleich) und mein Hack zum anderen bei weitem nicht so fett ist wie Mett oder normales Hack vom Metzger ist (Dank an Muttern, die meinen Spleen da unterstützt und die deutsche Hackfleischverordnung für ihre Tochter mißachtet *lach*). Was ihr noch an Kräutern reingebt, bleibt eurem Geschmack überlassen. Ich nehme gerne noch getrockneten Rosmarin, Thymian und Majoran, außerdem Röstzwiebeln (Fertigprodukt).
Das Hack gleichmäßig auf den Brötchen verteilen und mit Käse bestreuen. Das ganze kommt für 20 Minuten in den Ofen. Lecker *g*

Ich habe bei einem Versuch auch mal Ei und Semmelbrösel mit ins Hack gegeben, damit das Fleisch etwas fluffiger wird, aber das würde ich definitiv nicht empfehlen. Das Fleisch suppt beim Backen ein wenig aus und das macht das Brötchen leckerer. Wenn man Ei und Brösel dazu gibt, bleibt das leider aus und das Brötchen wird furztrocken (sorry XD).

Wenn man die Baguettebrötchen nimmt, sehen die Brötchen auch nicht so "übervoll" Hack aus.

Dazu ist ein schöner bunter Salat sehr lecker und bringt die Nährstoffe wieder etwas ins Gleichgewicht.

Donnerstag, 20. September 2012

Kokosmilchkuchen

Ich verliere meinen Respekt vor Rezepten *lach*. Na ja, nicht wirklich, aber nachdem ich schon damit anfing, nur die Hälfte vom Rezept zu backen und eine andere Form zu nutzen als im Rezept vorgesehen, hab ich mich im zweiten Schritt auch gegen den optionalen Sirup entschieden und statt dessen ein Topping aus der restlichen Kokosmilch,  Frischkäse und Kokosraspeln gemacht.

First things first. Das Rezept entstammt meiner neuesten Errungenschaft "Glück ist backbar" von Marian Keyes. Ein wirklich amüsant geschriebenes Backbuch, auch wenn die Autorin neben dem Backen auch über das sehr ernste Thema Depression spricht und das auf eine sehr eigene Art und Weise.

Ich gebe euch hier das Originalrezept für eine 25cm Gugelhupfform, ich habe für meinen Kuchen alle Zutaten halbiert und eine 18cm Springform genommen. (Backzeit bei mir 45 Minuten)

170g Butter
300g feinster Zucker
4 Eier
1 EL Vanilleextrakt
250g Mehl
1,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
50g getrocknete Kokoschips (oder Raspel)
200ml Kokosmilch

Für den (optionalen) Sirup

200ml Kokosmilch
40g heller Rohrzucker

Den Ofen auf 170° vorheizen und eine 25cm Gugelhupfform großzügig ausbuttern.

Butter und Zucker hell, fluffig aufschlagen. Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und nach jedem Ei gründlich verrühren. Den Vanilleextrakt dazugeben. In eine zweiten Schüssel das gesiebte Mehl, Backpulver, Kokoschips und Salz vermischen.

Immer ein Drittel der Kokosmilch und der Trockenzutaten in die Butter-Zucker-Creme geben und gut verrühren. So soll Klümpchenbildung verhindert werden. Wenn die kompletten Zutaten verrührt sind, alles in die Gugelhupfform geben und ca. 1 Stunde backen.

Wenn ihr die Geschichte mit dem Sirup machen wollt, dann laßt den Kuchen in der Form auskühlen und stecht ihn mit einer Gabel ca. 20mal ein.

Kokosmilch und Zucker vorsichtig erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und etwa die Hälfte des Gemischs auf dem Kuchen (immer noch in der Form) verteilen. Gebt dem Kuchen einige Stunden Zeit, den Sirup aufzusaugen und verteilt dann den Rest des Sirups darauf.

Am besten sollte man ihn dann über Nacht stehen lassen, damit er auch wirklich den ganzen Sirup aufnehmen kann. Am nächsten Tag dann vorsichtig aus der Form stürzen.

Ich hab mich wie gesagt dagegen entschieden und statt dessen ein Creamcheese Frosting gemacht.

200g Frischkäse
100ml Kokosmilch
100g Puderzucker
Kokosraspel nach Geschmack

Alle Zutaten zu einer cremigen Masse verrühren und auf dem Kuchen verteilen. Wenn gewünscht noch mit ein paar Kokosraspeln bestreuen.

Da wir unter der Woche zum Kaffeetrinken beide arbeiten sind, gab es den Kuchen gestern abend zum Nachtisch. Schön fluffig locker im Teig, der Kokosgeschmack kommt allerdings nur sehr dezent durch, da war das Kokosfrosting eine recht gute Idee, meiner Meinung nach.

Mittwoch, 19. September 2012

Orangen-Chili-Gelee

Ich koche für mein Leben gerne Marmelade und Gelees. Ihr auch? Mein Problem ist nur, daß ich so gut wie keine Marmelade esse *lach*. Im Gegensatz zu meinen Eltern, die das Zeug gläserweise vernichten, würde ich wohl an einem Glas Erdbeermarmelade ein ganzes Jahr essen. Das hält mich dennoch nicht davon ab, jedes Jahr welche zu kochen.

Gestern war es dann mal wieder so weit, ein Gelee wurde auf den Herd gestellt und zwar ein Rezept aus dem Buch "Eingemachtes hübsch verpackt - Leckereien in Gläsern & Flaschen" aus dem Topp Verlag. Ein Buch voller netter Ideen und Rezepte. Da ich es noch nicht so lange habe, ist dies auch mein erstes Rezept, das ich ausprobiere. Und die Wahl fiel auf:

Orangen-Chili-Gelee (S. 110)


Zutaten für 2 Gläser à 400ml:

400ml frisch gepreßter Orangensaft
100ml frisch gepreßter Zitronensaft
2 - 3 rote Chilis, entkernt und fein gewürfelt
3 - 4 cm frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
575g Gelierzucker 1:1
1/2 Päckchen Zitronensäure (die ich aber weggelassen habe, weil ich es sinnlos fand, bei 100ml purem Zitronensaft auch nochmal extra Zitronensäure hinzuzufügen. Wenn 100ml Zitronensaft die Gelierfähigkeit nicht genug verbessern, ist alles umsonst)

Alle Zutaten in einen hohen Topf geben. Wer noch nie Marmelade gekocht hat, sollte diesen Punkt bitte ernst nehmen. Marmelade muß sprudelnd kochen und steigt entsprechend im Topf auch ein ganzes Stück nach oben. Übergekochte Marmelade ist eine Sauerei, die ihr nicht von eurem Herd putzen wollt, glaubt mir *lach*.

Alles zum kochen bringen. Sobald es anfängt zu kochen, guckt auf die Uhr. Das Gelee soll 4 Minuten sprudelnd kochen. Dann eine Gelierprobe durchführen.

Wer das noch nie gemacht hat, man gibt einfach ein bißchen von der Marmelade oder dem Gelee auf einen kalten Teller. Wenn die Masse auskühlt, sollte sie fest werden. Tut sie das nicht, wird sie auch in den Gläsern flüssig bleiben.

Mit Hilfe eines Trichters das fertige Gelee in sterilisierte Gläser füllen. Sofort verschließen und auf den Kopf stellen. Die Gläser so leicht abkühlen lassen, dann umdrehen und vollkommen auskühlen lassen.

Laut Buch schmeckt dieses Gelee nicht nur sehr gut auf Brot, sondern auch zu Weichkäse wie Gorgonzola oder Camembert und in dunklen Soßen, z.B. zu einer Ente.

Ich kann zumindest bestätigen, daß sie auf einem Brötchen ganz hervorragend schmeckt. Die Schärfe ist nicht übermäßig dominant, wer es also richtig scharf haben möchte, muß mutiger beim Chili sein (mehr Ingwer würde ich persönlich nicht reingeben).

Ich habe mein Gelee abgeschäumt, weil ich den Schaum nicht mit in den Gläsern haben wollte. Dabei ist leider ein Teil des Chilis mit abgeschöpft worden. Das ist vielleicht auch das einzige Manko an dem Rezept.

Sonntag, 16. September 2012

Spätzlepfännle *lach*

Der Umzug nach Schwaben Anfang des Jahres fiel speziell mir zwar einerseits nicht leicht, weil ich dadurch die Distanz zu meinen Eltern verdreifacht habe und jetzt jeder Besuch generalstabsmäßig geplant werden muß, andererseits hab ich mich aber auch sehr gefreut, weil ich Schwaben eigentlich schon immer sehr mochte und auch wußte, daß es eine Verbesserung unserer Lebensqualität darstellen würde, verglichen zu unserer Heimat, die nicht wirklich idyllisch ist. Da meine beste Freundin aus Kindertagen schon seit über 10 Jahren wieder hier lebte, war ich des öfteren mal zu Besuch, fand noch mehr Freunde hier und lernte die wunderschöne Gegend ein wenig kennen.

Für Mann war der Umzug glaub ich schon viel leichter. Schwaben ist da, wo die Spätzle herkommen. Und wenn es etwas gibt, wofür dieser Mann alles stehen und liegen läßt, dann sind es Spätzle. Übertroffen wird das nur noch durch Spätzle mit Gulasch, da ist dann alles vorbei und er überfrißt sich jedes einzelne Mal hoffnungslos *lach*.

Was ein Glück hat er eine Frau gefunden, die freiwillig gerne Spätzle selbst macht (Tüte und Kühlregal finde ich nämlich ehrlich gesagt total widerlich, esse aber selbst liebend gerne Spätzle). Natürlich cheate ich. Ich bin kein Schwabe, also hab ich das Schaben der Spätzle schon nach dem 5. oder 6. Mal aufgegeben und verwende stattdessen eins von den Spätzlebrettern mit Löchern, das man auf den Topf auflegt, den Teig drauf gibt und dann mit einer Art Spatel das ganze durch die Löcher streicht. Klappt prima, einfach und schnell. Und ich benutze meine Kitchen Aid, um den Teig zu schlagen. Ich weiß, jede schwäbische Hausfrau kriegt gerade einen deftigen Herzinfarkt. Mir egal. Ich bin ein scheeler Hess, ich derf des! Mir Hesse hamm de Derfschein schließlich erfunne.

Vor zwei Wochen waren wir in einem neu eröffneten Lokal in unserer Ortschaft essen. Es war auch wirklich sehr, sehr gut, außer daß der Koch bei den Soßen zu sehr ins Salzfaß geschaut hat und beide Soßen schon am Rande des Versalzenen waren. Mann suchte sich ein nach dem Restaurant benanntes "Pfännle" aus und abgesehen vom Salzgrad war er begeistert vom Essen auf seinem Teller. Nach einer Geschmacksprobe erklärte ich ihm dann in meinem jugendlichen Leichtsinn: "Krieg ich auch hin."

Gesagt, heute getan.

Es war auch eigentlich nicht weiter kompliziert, nicht falsch verstehen. Was ihr hier seht, ist eigentlich wirklich extrem simpel. Spätzle, Schweinefilet in Medaillons gebraten, Pilzrahmsoße und das alles kurz mit Käse überbacken.

Aber heute hatte ich einen totalen Durchhänger, Jetleg der Woche schätze ich und darum war ich eigentlich nicht recht motiviert. Versprochen ist aber versprochen und es ist mir sogar sehr gut gelungen.

Lange, lange, laaaange Rede, hier endlich das Rezept, ich würde sagen, auch hier wieder für 4 Personen, normalerweise (Freßmaschine, was Spätzle angeht, ich sag's ja), bei uns hätte es für 3 gereicht, die 3. Portion nimmt Schatz morgen mit auf Arbeit, Plan geglückt, der Bub ist heute satt und hat morgen noch was zu essen.

Für die Spätzle:

500g Mehl
5 Eier
ca. 200ml Wasser
Salz
Wer mag nimmt noch Kräuter, das gibt etwas mehr Pepp

Für die Soße:

200g Pilze (hier braune Champignons)
500ml Fond
1/2 Becher Creme Fraiche
1 Zwiebel
20g Butter
40g Mehl
Salz
Pfeffer
Süßes Paprikapulver
Petersilie

Außerdem:

Schweinelende, ca. 500g schwer
Salz
Pfeffer
Käse zum Überbacken


Für die  Soße wird eine klassische Mehlschwitze hergestellt. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und wenn sie anfängt zu schäumen das Mehl dazugeben und rühren bis das ganze einen Mehl-Butter-Brei ergibt. Wenn eure Soße dunkler werden soll, müßt ihr das Gemisch so lange unter Rühren anrösten, bis es etwa nußbraun geworden ist. Nach und nach den Fond dazugeben und immer gut rühren, damit sich der Brei auflöst. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen und immer wieder umrühren, sonst setzt es am Topfboden an.

Die Zwiebeln in einer Pfanne anschwitzen, die klein geschnittenen Pilze dazu geben und so lange braten, bis die Pilze ihren Saft verloren haben. Sie dürfen auch gerne etwas Farbe annehmen, wenn ihr eine braune Soße möchtet. Jetzt das ganze mit Salz, Pfeffer, Paprika und Petersilie würzen.
Creme Fraiche in den eingedickten Fond einrühren und die Zwiebeln und Pilze dazugeben. Alles nach eigenem Geschmack nochmal abschmecken, Soße fertig :o)

Für den Spätzleteig alle Zutaten in einer großen Schüssel so lange verrühren, bis ein zähflüssiger, klebriger Teig entstanden ist, der idealerweise Blasen werfen sollte. Wenn ihr Kräuterspätzle möchtet, rührt ganz zum Schluß die Kräuter unter. Ich hab für meine Spätzle eine 6-Kräuter-Mischung aus dem Froster genommen.

Während das Salzwasser für die Spätzle zum Kochen gebracht wird, den Ofen schonmal vorheizen und eine Pfanne für die Lende aufstellen.

Die Lende in Medaillons schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch wird einfach nur in der Pfanne gebraten, bis es durch ist.

Egal ob ihr eure Spätzle selbst schabt, eine Presse oder ein Spätlzebrett mit Löchern verwendet, gilt immer, nicht zu viele auf einmal in den Topf und sobald sie oben schwimmen, sind sie gut. Das geht wirklich blitzschnell, also nicht groß kochen lassen, sonst saugen sie sich voll Wasser und werden nur schwammig und eklig. Mit dem Schaumlöffel einfach herausheben und in einem Sieb abtropfen lassen, während ihr die nächste Portion ins Wasser gebt.

Man kann natürlich jetzt auch die 3 Komponenten so servieren und den Käse weglassen, nötig ist er nicht, aber wer nach a auch b sagen will, nimmt sich jetzt eine große feuerfeste Form oder mehrere kleine und gibt zuerst eine Schicht Spätzle rein, darauf dann ein paar Stücke Fleisch, dann die Soße drüber und zum Schluß etwas Käse.

So lange in den Backofen schieben, bis der Käse schön zerlaufen ist und geschafft.

Nicht kompliziert, aber durchaus etwas zeitaufwendig, das gebe ich zu. Ich empfehle dazu einen Beilagensalat, weil das Gericht an sich nicht gerade gemüselastig ist und weit weg von ausgewogen ist, aber sonntags darf so eine kleine Schweinerei mal sein, gell?

Samstag, 15. September 2012

White Chocolate Pumpkin Brownies

Huhu ihr Lieben! Nach über einer Woche Schweigen, gibt es heute endlich wieder einen Post. Nachdem wir vorletzten Freitag einen tierischen Trauerfall in der Familie zu beklagen hatten, hatte ich nicht so wirklich die rechte Stimmung zum Backen oder gar Kochen *schäm*. Okay, sind wir ganz ehrlich, der Job war die letzte Woche auch sehr anhänglich, das war auch einer der Gründe, warum die Küche fast die ganze Woche kalt blieb.
Aber heute hab ich mich endlich mal wieder an meine Kitchen Aid und den Herd gestellt und entstanden sind leckere Muffins - die aber laut Rezeptname Brownies sind - aus der 2. Ausgabe der Lecker Bakery.

Das Rezept entstammt der Rubrik "Blogger Rezepte", ist von der Bloggerin Susanne, und da ich wie bereits erwähnt ein großer Kürbisfan bin, war schon beim ersten Durchblättern des Heftes klar, daß dieses Rezept eher früher als später nachgebacken wird.

Allerdings hab ich diesmal gegen meine eigene Regel verstoßen, ich ändere ja normalerweise frühestens ab dem zweiten Mal die Rezepte ab. Diesmal hab ich es gleich beim ersten Versuch gemacht, weil ich nachdem ich gestern beim Einkaufen absolut sicher war, noch Schmand im Haus zu haben, heute dann feststellte, daß ich das wohl geträumt hatte *lach*. Darum statt Schmand Creme Fraiche. Außerdem hab ich den Muffins ein kleines Topping geben, damit die Deko aus weißer Schokolade und gemahlenen Mandeln überhaupt hält. Bröselnde Deko find ich nämlich blöd ;o).

Hier aber erstmal das fertige Objekt der Begierde.

Die Rezeptmenge hat wirklich genau für 12 Muffins gereicht, was ich persönlich immer erwähnenswert finde, weil ich auch schon Rezepte ausprobiert habe, wo es 12 werden sollten und dann im Endeffekt 23 wurden *lach*.

Rezept:

160g + 40g weiße Schokolade
100g Butter
2 TL Schmand
2 Eier
50g Rohrzucker
1 Prise Salz
160g Mehl
80g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 TL Zimt
2 EL weißes Kakaopulver (*klugscheißmodus an* Da weiße Schokolade 0% Kakao enthält,  gibt es natürlich gar kein weißes Kakaopulver. Die Redaktion der Lecker Bakery war so freundlich auf das Produkt "Caotina" hinzuweisen. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um Kakao, sondern um eine "Trinkschokolade". Sorry, das mußte ich jetzt einfach mal machen, weil ich bei "weißes Kakaopulver" erstmal nen Lachanfall bekam.)
100g Kürbisraspel (Butternuß-Kürbis)

(80g Creme Fraiche
1 EL Puderzucker
1 TL Vanillepaste)

160g weiße Schokolade mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Wenn die Masse flüssig ist, den Schmand dazu geben und gut 3 Minuten rühren. Das ergibt eine ziemlich zähe Masse, nicht wundern. Die Masse abkühlen lassen.
Die Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig schlagen.
Die noch flüssige, abgekühlte Schokomasse nach und nach unterrühren. 
Mehl, Mandeln, Backpulver, Zimt und "Kakao" unterrühren. 
Kürbisraspel unterrühren, aber nur gerade so lange, bis der Kürbis sich mit dem Rest verbunden hat.
Ein Muffinblech mit 12 Papierförmchen bestücken und den Teig auf die 12 Förmchen verteilen. Er ist recht zähflüssig, das soll aber so sein.
Im Backofen bei 180° auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten backen. Unbedingt Garprobe machen, meine brauchten gute 5 Minuten länger.
Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

Wenn ihr das Creme Fraiche Topping haben wollt, dann mischt Creme Fraiche, Zucker und Vanillepaste und gebt auf jeden Muffin etwa 1TL Topping. Das Topping ist im ersten Moment ziemlich flüssig, zieht aber später an. Trotzdem würde ich persönlich nicht zu viel draufgeben.
Die restliche weiße Schokolade hacken und auf den Muffins verteilen und wer mag, kann noch ein bißchen gemahlene Mandeln drüber streuen. Steht so nicht im Rezept, aber auf dem Foto im Magazin kann man sehen, daß es da gemacht wurde.

Fazit:

Sehr simples Rezept, funktioniert auch prima mit Creme Fraiche statt Schmand. Ich schätze, man nennt die Dinger Brownies, weil sie eine sehr feuchte, fast klitschige Konsistenz haben, aber trotzdem waren sie nicht kompakt wie Brownies, sondern schön fluffig wie Muffins eben sein sollen. Beim Herrn des Hauses kamen sie jedenfalls blendend an und ich fand den einen, den ich bisher verdrückt habe, auch extrem lecker. 

Da ich nur ein vergleichsweise kleines Stück von meinem Butternuß-Kürbis für die Muffins gebraucht habe, hab ich gleich mal die Gunst der Stunde genutzt und hab jetzt wieder 800g köstliches, ungesüßtes Kürbismus für künftige Backunternehmungen im Froster. Großer Pluspunkt für das Rezept *lach* (ja, auch dazu war ich bisher zu faul, aber wo der Ofen schonmal lief und der Kürbis schonmal angeschnitten war *gg*).