Mittwoch, 19. September 2012

Orangen-Chili-Gelee

Ich koche für mein Leben gerne Marmelade und Gelees. Ihr auch? Mein Problem ist nur, daß ich so gut wie keine Marmelade esse *lach*. Im Gegensatz zu meinen Eltern, die das Zeug gläserweise vernichten, würde ich wohl an einem Glas Erdbeermarmelade ein ganzes Jahr essen. Das hält mich dennoch nicht davon ab, jedes Jahr welche zu kochen.

Gestern war es dann mal wieder so weit, ein Gelee wurde auf den Herd gestellt und zwar ein Rezept aus dem Buch "Eingemachtes hübsch verpackt - Leckereien in Gläsern & Flaschen" aus dem Topp Verlag. Ein Buch voller netter Ideen und Rezepte. Da ich es noch nicht so lange habe, ist dies auch mein erstes Rezept, das ich ausprobiere. Und die Wahl fiel auf:

Orangen-Chili-Gelee (S. 110)


Zutaten für 2 Gläser à 400ml:

400ml frisch gepreßter Orangensaft
100ml frisch gepreßter Zitronensaft
2 - 3 rote Chilis, entkernt und fein gewürfelt
3 - 4 cm frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
575g Gelierzucker 1:1
1/2 Päckchen Zitronensäure (die ich aber weggelassen habe, weil ich es sinnlos fand, bei 100ml purem Zitronensaft auch nochmal extra Zitronensäure hinzuzufügen. Wenn 100ml Zitronensaft die Gelierfähigkeit nicht genug verbessern, ist alles umsonst)

Alle Zutaten in einen hohen Topf geben. Wer noch nie Marmelade gekocht hat, sollte diesen Punkt bitte ernst nehmen. Marmelade muß sprudelnd kochen und steigt entsprechend im Topf auch ein ganzes Stück nach oben. Übergekochte Marmelade ist eine Sauerei, die ihr nicht von eurem Herd putzen wollt, glaubt mir *lach*.

Alles zum kochen bringen. Sobald es anfängt zu kochen, guckt auf die Uhr. Das Gelee soll 4 Minuten sprudelnd kochen. Dann eine Gelierprobe durchführen.

Wer das noch nie gemacht hat, man gibt einfach ein bißchen von der Marmelade oder dem Gelee auf einen kalten Teller. Wenn die Masse auskühlt, sollte sie fest werden. Tut sie das nicht, wird sie auch in den Gläsern flüssig bleiben.

Mit Hilfe eines Trichters das fertige Gelee in sterilisierte Gläser füllen. Sofort verschließen und auf den Kopf stellen. Die Gläser so leicht abkühlen lassen, dann umdrehen und vollkommen auskühlen lassen.

Laut Buch schmeckt dieses Gelee nicht nur sehr gut auf Brot, sondern auch zu Weichkäse wie Gorgonzola oder Camembert und in dunklen Soßen, z.B. zu einer Ente.

Ich kann zumindest bestätigen, daß sie auf einem Brötchen ganz hervorragend schmeckt. Die Schärfe ist nicht übermäßig dominant, wer es also richtig scharf haben möchte, muß mutiger beim Chili sein (mehr Ingwer würde ich persönlich nicht reingeben).

Ich habe mein Gelee abgeschäumt, weil ich den Schaum nicht mit in den Gläsern haben wollte. Dabei ist leider ein Teil des Chilis mit abgeschöpft worden. Das ist vielleicht auch das einzige Manko an dem Rezept.

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