Donnerstag, 8. August 2013

Blueberry Banana Muffins

Vor kurzem brachte Cynthia Barcomi ihr viertes Buch und damit ihr drittes Backbuch auf den Markt. Als Fan hielt ich das Buch natürlich schon am Erscheinungstag in den Händen, aber bisher hatte ich noch nichts daraus ausprobiert, obwohl so einiges sehr lecker klingt.

Aber auf der Suche nach tollen Rezepten für Heidelbeeren (wir erinnern uns, ich kaufte ein ganzes Kilo, mag sie aber gar nicht roh *lach*), fiel die Entscheidung zum ersten Testobjekt und man, was ist dieser Test lecker gewesen.

Normalerweise wird Gebäck mit Bananenmus immer sehr kompakt und teigig, aber diese Muffins sind total locker luftig und es ist gar nicht mal so wenig Banane drin.

Zutaten A:

125g weiche Butter
125g Zucker
2 Eier
125ml Buttermilch
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Zutaten B:

1-2 reife Bananen (sollten 150ml Mus ergeben)

Zutaten C:

320g Mehl
1/2 TL Natron
2 1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
1/4 TL Zimt

Außerdem:

200g Heidelbeeren/Blaubeeren, frisch oder aufgetaut und abgetropft


Den Ofen auf 190° vorheizen und ein Muffinblech für 12 Muffins mit Papierförmchen auslegen.

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät cremig rühren. Nach und nach die Eier hinzugeben und gut verrühren. Dann die Buttermilch und die Zitronenschalen hinzugeben. Bei mir hatten alle Zutaten Zimmertemperatur, aber trotzdem ist nach dem Zugeben der Buttermilch die Butter mit Teilen der Buttermilch zu Klumpen geworden und alles schwamm in einer Art Molke oder so... ich hab das einfach mal ignoriert *lach*. Und wenn euch das passiert, ignoriert es auch und macht weiter, es schadet den Muffins überhaupt nicht.

Die Banane oder Bananen mit einer Gabel gründlich zu Mus zerdrücken und dabei möglichst keine Klümpchen lassen, da die das Backergebnis beeinträchtigen sollen. Das Mus zu der Mischung in der Schüssel geben.

Die C-Zutaten miteinander vermischen und dann mit einem Holzlöffel unter die Bananenmischung rühren, bis sich alles gerade verbunden hat. Auch bei diesen Muffins wird nicht lange rumgemacht und gerührt bis zum Umfallen. Cynthia schreibt sogar, daß ein paar unverrührte Mehlnester ein gutes Zeichen wären.

Als letztes vorsichtig die Heidelbeeren unterühren. Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und dann im heißen Ofen für ca. 18 Minuten backen.

Ich empfand die Teigmenge für 12 Förmchen ein klitzekleines bißchen viel und bei mir betrug die Backzeit auch 28 statt 18 Minuten, was vermutlich dafür spricht. Eventuell verteilt den Teig einfach auf 14 Förmchen oder so, dann paßt es vielleicht besser.

Mittwoch, 7. August 2013

Chocolate Chip Muffins

Gestern habe ich Chocolate Chips Muffins gebacken und ihr habt Glück, von den 12 Muffins wurden 2 gestern als Nachtisch verspeist und 8 verschwanden heute früh auf myteriöse Art und Weise, aber 2 waren noch da, so daß ich ein Foto machen konnte. 

Ich schätze, mein Mann hat sie als Dankeschön mit in die Praxis genommen, denn ich bin Montag hier im Haus eine Treppe runter gestürzt und Schatzis Chef hat ihm ein paar Sachen zum Einreiben geschenkt, mit denen die Prellungen schneller abheilen sollen.

Ich hab zwar natürlich dennoch die Prellungen aus der Hölle und am besten von allem klappt im Moment auf der unverletzten Seite liegen, aber ich hab das Gefühl, das Spray und das Gel haben schon ein bißchen geholfen, von daher war es eine gute Idee, die Muffins mit in die Praxis zu nehmen, 12 sind eh zu viele für uns, aber mir war langweilig und man kann echt nur so lange liegen und lesen, bis es einen wahnsinnig macht.

Das Rezept ist eigentlich genau das gleiche wie das für Cynthias Blueberry Muffins, die einzige kleine Änderung hier ist, daß ich die Blaubeeren gegen etwa 100g Schokotröpfchen ausgetauscht habe.

Ich bin immer wieder überrascht, wie unsüß diese Muffins sind, obwohl es ja eigentlich ein amerikanisches Rezept ist. Mit Schokolade auch super lecker und sehr empfehlenswert, allerdings ein bißchen trockener als die fruchtige Variante.

Samstag, 27. Juli 2013

Blueberry Muffins nach Cynthia Barcomi

Was für eine Affenhitze da draußen oder? Ich war trotzdem wahnsinnig genug, mich in die Küche zu stellen und etwas zu backen, aber ich hab mir zugegeben ein absolut schnelles und simples Rezept ausgesucht, denn gestern haben mich in der Obst- und Gemüseabteilung unseres Supermarktes Heidelbeeren so fröhlich angelacht und gleich ein 1kg schweres Körbchen davon. Allerdings esse ich Heidelbeeren nicht gerne "pur", ich finde, dann haben sie ziemlich wenig Geschmack und erst, wenn man sie backt oder kocht, kommt der wirkliche Geschmack raus.

Als ich darüber nachdachte, was ich damit als erstes anfange, fiel mir ein, daß ich noch nie Blueberry Muffins gebacken haben, das war doch dann mal die Gelegenheit, nüch?

Für 12 Stück

Zutaten A:

350g Mehl
2TL Backpulver
1/4TL Salz

Zutaten B:

125g Butter
135g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
125ml Milch

Außerdem:

250g Heidelbeeren/Blaubeeren

Vielleicht kennt ihr ja schon Rezepte von Cynthia. Die sind immer nach Zutaten A, B, C usw aufgeteilt, etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich wirklich schnell dran.

Den Backofen auf 190° vorheizen und eine 12er Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

Die Butter schmelzen und dann mit dem Schneebesen den Zucker in die noch heiße Butter einrühren. Die Milch und die Eier dazugeben und verrühren.

Die A Zutaten miteinander mischen, zu den B Zutaten geben und nur so lange alles miteinander verrühren, bis sich alles zu einem Teig verbunden hat. Der Teig wird zäh wie Lumpi, ich war etwas überrascht, aber da die Muffins toll geworden sind, soll das wohl so sein.

Als letztes die Blaubeeren unterheben.

Den Teig auf die 12 Förmchen verteilen und ungefähr 18 Minuten backen.

Was ich an dem Rezept besonders mag, so als Deutsche, der immer eingebläut wird, daß man Mehl sieben muß, damit der Kuchen locker wird und es jaaaa keine Klümpchen gibt (was ich aber zugegeben fast nie tue, weil ich es alber finde), alles gerührt, gerührt, gerührt werden muß usw usf ist die Tatsache, daß man dieses Rezept mit einem Schneebesen und einem simplen Kochlöffel innerhalb von 3 Minuten zusammen gerührt hat, ohne sich den Kopf über Klümpchen zu machen oder sich nen Tennisarm zu rühren und trotzdem kommen tolle, lockere, saftige Muffins dabei raus.

Tja, manchmal weniger Sorgen und weniger Gedeh und mehr Bauchgefühl ;o)

Dienstag, 23. Juli 2013

White Chocolate Cheesecake

Die neue Lecker Bakery läßt mich noch nicht los. Dieses Rezept hab ich hauptsächlich ausgewählt wegen meines Mannes, der zum einen alles liebt, was das Label Käsekuchen trägt und dessen Lieblingsschokolade weiße Schokolade ist.

Das mit dem Käsekuchen kann ich durchaus noch nachempfinden, das mit der weißen Schokolade dann schon weniger *lach*.

Aber manchmal stellt man sich selbst ja auch zurück und macht dann einfach mal das, was vermutlich nur dem anderen wirklich schmecken wird.

Das Rezept ist wirklich sehr, sehr einfach, das schonmal vorweg.

Für den "Teig":

75g Butter
150g Kekse (ich liebe Kex Kekse dafür)
50g gehackte Haselnüsse

Für die Käsecreme:

180g weiße Schokolade
100g Schlagsahne
375g Doppelrahmfrischkäse
20g Zucker (die man ruhig weglassen kann)
1EL Speisestärke
1 Eigelb

Für das Kirschkompott:

300g Süßkirschen
1EL Zucker
2EL Kirschlikör oder Kirschsaft

Die Kekse in einer Tüte mit dem Nudelholz fein zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit den Kekskrümeln und Nüssen mischen. Entweder auf 8 feuerfeste Förmchen (200ml Fassungsvermögen) verteilen oder eine 18er Springform geben.

Die Sahne auf dem Herd erhitzen und die Schokolade in Stücke brechen oder hacken. Die heiße Sahne vom Herd ziehen, die Schokolade reingeben und unter Rühren schmelzen lassen.

Die restlichen Zutaten für die Käsecreme in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät oder der  Küchenmaschine gute 5 Minuten aufschlagen.

Die abgekühlte Schokosahne zur Käsecreme geben und gut unterühren.

Auf die Schälchen aufteilen bzw. in die Form geben und bei 125° backen. Die Förmchen brauchen etwa 30 Minuten, die Springform 45 Minuten.

Für das Kompott die Kirschen entsteinen und mit dem Zucker und dem Likör oder dem Saft in einem  Topf bei schwacher Hitze erst zugedeckt 2 Minuten aufkochen lassen, dann den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit noch etwa 1 Minute einkochen lassen.


Der Mann fand das Küchlein lecker, allerdings sind die Dinger auch dermaßen mächtig, daß sie einen bald umhauen. Und für mich persönlich sind sie gleich auf die rote Liste gewandert, weil ich noch beim Essen Sodbrennen davon bekam, was sehr schade war, aber dann macht es einfach keinen Sinn.

Samstag, 20. Juli 2013

Nektarinen-Tarte

Sooo, heute war das nächste Rezept aus der aktuellen Lecker Bakery dran. Der Teil über Pies und Tartes hat mich mal wieder daran erinnert, daß ich mich da ohnehin schon länger mal intensiver mit befassen wollte (und noch die eine oder andere Form brauche *lach*), darum hab ich mich für die wirklich super lecker aussehende Nektarinen-Tarte auf Seite 47 entscheiden.

Und seit heute nachmittag weiß ich schonmal, die sieht nicht nur lecker aus, sie ist es auch, ein kleines aber gibt es allerdings, dazu aber dann später was. Zunächst einmal sah das Werk am Ende so aus:

Eigentlich war das Licht heute ja sehr gut, aber so richtig wollten die Fotos nichts werden. Stellt euch die ganze Tarte viel goldener vor als sie hier jetzt aussieht. Der Sonnendeckel war übrigens viel schneller gemacht, als ich gedacht hätte, normal sind solche Mürbeteigdeckel überhaupt nicht gut Freund mit mir, ich hab wohl einfach zu warme Hände.

Gemacht ist die Tarte wirklich kinderleicht. 

Für den Teig:

300g Mehl
75g Zucker
Prise Salz
200g kalte (wichtig) Butter
2-3EL kaltes Wasser

Für die Füllung:

750g reife Nektarinen
abgeriebener Schale einer halben Zitrone
200g Doppelrahmfrischkäse
3TL flüssiger Honig

Die Zutaten für den Teig in einer Schüssel geben. Die Butter in Würfel schneiden. Mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer (Knethaken) gerade so lange verkneten, bis der Teig krümelig ist, dann den Teig kurz mit den Händen zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Auf keinen Fall den Tag zu lange kneten, schon gar nicht mit den Händen, sonst habt ihr später nur einen knüppelharten Teig und keinen mürben, lockeren Teig.

Die Nektarinen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Den Honig und den Frischkäse verrühren.

Den Teig ungefähr fifty fifty aufteilen und die erste Hälfte entweder auf der bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie ausrollen. Eure Tarteform sollte so ungefähr 22cm Durchmesser haben. Meine hatte knappe 25, war auch kein Drama.

Den Teig in die gefettete und ausgemehlte Form geben und den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Den Frischkäse auf dem Boden verteilen und die Nektarinen darauf geben.

Die zweite Hälfte Teig ausrollen und in Dreiecke schneiden. Ich hab das ziemlich nach Augenmaß gemacht, das Rezept sagte, sie sollten so etwa 7cm Seitenlänge haben.. wie auch immer. In 3 Reihen, ziegelartig versetzt auf den Teig legen und in der Mitte ein Loch freilassen. So entsteht das Sonnenmuster.

Das ganze im vorgeheizten Backofen bei 200° für 35 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Jetzt zu meinem Aber. Ich persönlich würde den Boden blind vorbacken. Er hat einfach keine Chance gegen den Käse und die Früchte und ist so matschig, er könnte auch genauso gut roh sein. Die Seiten und der Deckel waren wirklich Mürbeteig in Perfektion. Der Boden war überhaupt nicht chic. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich hier habe.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Cheesecake-Brownies mit Himbeeren

Diese Woche habe ich das erste Rezept aus der neuen Lecker Bakery ausprobiert und wie so oft war es total lecker, auch wenn ich mich zugegeben nicht so ganz ans Rezept gehalten habe :o)


Ich habe das Rezept halbiert und da ich keine so kleine eckige Form habe, hab ich das ganze in einer 18cm Springform gebacken. Eventuell wäre eine 20er Form die bessere Wahl gewesen, das wird beim nächsten Mal ausprobiert.
Außerdem hab ich zu spät gemerkt, daß ich zu wenig Frischkäse im Haus habe und habe deshalb die fehlende Menge durch Crème Fraîche ersetzt (und außerdem die Butter in der Käsecreme weggelassen, da ich nicht weiß, was die da sollte).

Ähm, ja, also hab ich das Rezept erheblich verändert, aber egal, war lecker XD.

Meine Version von dem Rezept geht dann also so:

Für den Teig

75g Butter
65g Mehl
100g Zartbitterschokolade
2 Eier
100g Zucker
Prise Salz
1TL Zuckerrübensirup
1 guten halben TL Backpulver

Für die Käsecreme

200g Frischkäse
200g Crème Fraîche
2 Eier
65g Zucker
1TL Speisestärke
1TL Vanillepaste

Außerdem 125g Himbeeren (können ruhig TK sein)

Den Backofen auf 175° vorheizen und die Form einfetten und mit Mehl ausstäuben.

Die Schokolade hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen, abkühlen lassen. Die Eier mit dem Zucker und dem Salz aufschlagen, bis eine helle Masse entsteht. Die Schoko-Butter-Mischung unter die Eiermasse rühren.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und dann zur Masse geben und kurz unterühren. Den Schokoteig in die  Form geben.

Für die Käsemasse alle Zutaten bis auf die Eier miteinander verrühren. Dann die Eier nacheinander unterrühren. Die Käsemasse wird extrem flüssig, das ist in Ordnung so.

Die Hälfte der Himbeeren auf den Schokoteig geben, dann die Käsemasse darauf gießen und anschließend die restlichen Himbeeren darauf verteilen.

Für ca. 60 - 70 Minuten backen und am besten nach etwa 50 Minuten mit  Alufolie abdecken, damit ihr nicht die unschönen dunklen Ränder kriegt, die ihr bei meinem Kuchen seht.

Samstag, 6. Juli 2013

Schwarzbier-Cupakes (the artist formerly known as Schwarzbierkuchen)

Endlich kann ich euch mal wieder etwas zeigen. In der letzten Zeit blieb meine Küche meistens kalt. Viel Arbeit, wenig Zeit, Essen aus der Kantine und wenn Kuchen, dann vom Bäcker. Wenig  Blogmaterial.

Diese Woche sind allerdings zwei Magazine erschienen, die mich förmlich mit leckeren Rezepten erschlagen haben. Die neueste Ausgabe der "Baking Heaven" und natürlich die neue "Lecker Bakery".

Aus der Baking Heaven stammt die Idee zu meinem heutigen Rezept. Ich habe das Frosting abgewandelt und das ganze zu Cupcakes umgewandelt, aber ansonsten ist es das Rezept von Seite 35, ich schwör *lach*.

Für 20 Cupcakes oder einen Kuchen mit 20cm Durchmesser

250ml Guinness 
400g Zucker
100g Kakaopulver
250g Butter
2 Eier
100ml Buttermilch
1TL Vanillearoma (oder besser Vanillepaste)
250g Mehl
2TL Natron
1TL Salz

Den Backofen auf 180° vorheizen. Entweder die Springform einfetten oder zwei Muffinbleche mit Papierförmchen auslegen.

Das Bier, den Zucker, das Kakaopulver und die  Butter in einem Topf auf dem Herd erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Masse mit einem Schneebesen gut durchrühren, damit es keine Kakaoklumpen gibt. Das ganze leicht abkühlen lassen.

Die Eier, die Vanillepaste und die Buttermilch mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine aufschlagen. Die Guinnessmasse unterühren, bis alles gut vermischt ist.

Mehl, Natron und Salz mischen und alles nach und nach unterrühren. Der Teig wird sehr, sehr dünnflüssig, aber das soll so sein.

Den Teig in die Form oder die Förmchen einfüllen. Die Muffinförmchen dürfen fast voll sein. Die Cupcakes gehen schön, laufen aber nicht über.

Die Cupcakes brauchen etwa 20 Minuten im Ofen. Der große Kuchen laut Rezept etwa 45 Minuten.

Das Frosting... Ich mag keine Buttercremefrostings. Ich bevorzuge Frischkäse. Dieses Rezept hatte ein Frischkäsefrosting mit einem Haufen Butter drin. Das klang für mich jetzt wenig ansprechend, von daher hab ich die Butter durch Joghurt ersetzt. Und den Zucker hab ich drastisch reduziert.

125g Joghurt
200g Frischkäse (statt 175g)
1TL Vanillearoma (auch hier lieber Paste)
100g Puderzucker (statt 500g aus dem Originalrezept)

Alle Zutaten mit dem Handrührgerät gut verrühren, in einen Spritzbeutel geben und auf jeden Cupcake einen dicken Tuff Frosting aufspritzen.

Wer das ganze mit Butter machen möchte, muß zuerst die Butter aufschlagen, bis sie hell und cremig wird. Dann den Frischkäse unterrühren und erst dann den Zucker und das Aroma. Die ganze Creme dann so lange aufschlagen, bis sie dick und cremig wird.

Gut möglich, daß das Originalrezept vom Volumen her mehr Frosting ergibt, meine Frosting hat wirklich haargenau für die 20Cupcakes gelangt, aber so großzügig wie der Kuchen im Heft eingepinselt war, hätte mit der Menge nicht hingehauen.

Die Cupcakes werden sehr luftig locker und saftig und das Frosting ohne Butter ist auf jeden Fall nicht so mächtig und dafür frisch.

Samstag, 8. Juni 2013

Lemon Pie mit Baiserhaube

Einen wunderschönen! Ist das nicht herrlich draußen heute? DAS war das Wetter, auf das ich zwei Wochen lang gehofft habe, als ich Urlaub hatte, aber wenigstens hat es diesmal bis ins Wochenende reingereicht.

Dem Wetter angepaßt gab es heute für den Kaffeetisch etwas fruchtig Frisches. Einen Lemon Pie mit einer süßen Haube aus Baiser. Große Premiere *lach*. So sieht meine Haube auch aus, aber die nächste wird hübscher, wichtig war erstmal, sie gelingt überhaupt und schmeckt ;o)

Außerdem hab ich heute eine neue Kamera bekommen und das hier ist mein erstes Foto für den Blog damit. Bisher bin ich sehr begeistert von dem guten Stück. Das hier ist ein Bild mit ganz normalem Blitz, Einstellung automatisch. Bei meinen beiden alten Kameras (einmal stinknormal und einmal Spiegelreflex) hätte das zur hoffnungslosen Überbelichtung geführt. Das Bild hier gibt die Realität erstaunlich gut wider und wirkt zumindest auf mein Laienauge nicht überhell.

Aber genug davon. Das Rezept.

Für eine 26cm Pie Form.

Für den Teig:

200g Mehl
1 Prise Salz
75g Zucker
1 Ei
125g kalte Butter
Hülsenfrüchte und Backpapier zum Blindbacken

Für die Zitronencreme:

4 Biozitronen
250g Zucker
2EL Speisestärke
85g Butter in Würfeln
4 Eigelb
1 Vollei

Für die Haube:

4 Eiweiß
150g Zucker
1 Prise Salz

Zum Mürbeteig muß man ja nichts groß mehr sagen. Alle Zutaten in eine Schüssel, möglichst schnell miteinander vermengen, damit der Teig nicht zu warm wird, eine Kugel draus formen, in Frischhaltefolie wickeln und ab damit in den Kühlschrank für ca. 60 Minuten.

Den Ofen auf 180° vorheizen und den gut gekühlten Teig ausrollen. Ich persönlich mach das nur noch zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie. Nichts ist sauberer und man kriegt den Teig unfallfrei in die Form.

Die Form mit dem Teig auslegen und den Rand ausformen. Das Backpapier drauflegen und die Hülsenfrüchte darauf verteilen. Für etwa 20 Minuten backen. Dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier runternehmen und nochmal für ca. 5 Minuten weiterbacken.

In der Zwischenzeit die Zitronen waschen und von 3 Früchten die Schale abreiben. Die Eier trennen und das Eiweiß zurück in den Kühlschrank geben. Ca. 150ml Zitronensaft auspressen. 100g Zucker, 100ml Wasser, den Zitronensaft und -abrieb und die Stärke in einen Topf geben. Die Stärke gut auflösen, damit es keine Stärkeklumpen gibt! Dann das ganze langsam unter Rühren erhitzen, bis die Masse blubbert und andickt. Nach und nach die Eigelbe und das ganze Ei dazugeben und ebenfalls immer weiter unterühren.

Jetzt den Topf zurück auf den Herd und weiter bei mittlerer Hitze rühren, bis die Masse wieder deutlich dicker wird. Das Rezept besagt "bis sie schwer vom Löffel fällt"... hübsche Umschreibung, aber irgendwie hab ich da kein Bild zu. Nach 5-6 Minuten wurde das ganze puddingartig, das hab ich einfach mal für gut befunden.

Die Zitronencreme auf den inzwischen fertig vorgebackenen Mürbeteig geben und mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.

Das Eiweiß mit der Prise Salz in eine ausreichend große Schüssel geben und aufschlagen. Wenn es langsam steif zu werden beginnt, den Zucker einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis ein fester, weißer, glänzender Eischnee entstanden ist, den ihr zwischen den Fingern reiben könnt, ohne noch Zuckerkristalle zu spüren.

Die Folie vom Pie nehmen und den Eischnee auf der Zitronencreme verteilen. Bei 180° 10 - 15 Minuten backen, bis das Baiser leicht bräunt.

Wenn ihr eine Pieform habt, aus der man den Pie mit dem Boden rausheben kann, müßt ihr den Pie vorher für mindestens 30 Minuten in der Form ruhen lassen.

Von Herd ziehen und nach und nach die Butter unterühren, bis sie komplett geschmolzen ist.

Freitag, 7. Juni 2013

Geröstete Gemüsesuppe

Dieses Rezept hat mich schon beim ersten Durchblättern des Buches total angesprochen (Lecker Soulfood, nur so nebenbei), darum war es auch gleich eines der beiden ersten Rezepte, die ich ausprobiert habe.

Lecker war es auch, allerdings, und da waren wir uns einig, eine Suppe war das nicht. Eher ein Brei und wir fanden dann beide hinterher: die geilste vegetarische Pastasoße der Welt? Ja. Suppe? Nein. *lach*

Für 4 Personen:

2 große Zwiebeln
400g Zucchini
3 Möhren
400g Kartoffeln
grobes Mehrsalz
Pfeffer
4EL Öl
50g Softtomaten oder getrocknete Tomaten in Öl
2 Knoblauchzehen
1EL Gemüsebrühe (Instant)
1/2L Tomatensaft

Ich hatte nur noch 2 Möhren, und nicht mehr genug Zucchini, da mir eine leider angefangen hatte zu schimmeln, deshalb gab es bei mir noch eine Stanze Lauch dazu. Kann ich sehr empfehlen.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Das Gemüse putzen, schälen wo nötig und in grobe Stücke schneiden. Alles in eine Fettpfanne geben, mit einem gehäuften TL Meersalz, Pfeffer und dem Öl mischen, bis alles mit Öl benetzt ist. Die Knoblauchzehen im Ganzen dazu geben und alles für ca. 45-60 Minuten im Ofen rösten. Zwischendurch die Mischung einmal wenden.

Inzwischen die Tomaten würfeln. 1L Wasser, die Tomaten, die Brühe und den Tomatensaft in einen großen Topf geben und aufkochen.

Wenn das Gemüse fertig ist, zur Brühe in den Topf geben und mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wirklich lecker, aber Suppen haben für mich eine andere Konsistenz *lach*. Ich habe sie jetzt portionsweise eingefroren und wir werden sie tatsächlich mit Pasta genießen.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zucchini-Pecorino-Kuchen

Letzte Woche hab ich zu einer gerösteten Gemüsesuppe (Rezept morgen) einen Zucchini-Pecorino-Kuchen gebacken. Beide Rezepte stammen aus dem Lecker Kochbuch "Soulfood".

Die Idee für diesen Kuchen fand ich ziemlich gut, das Ergebnis allerdings eher durchwachsen, da werde ich noch ein bißchen dran rumschrauben, denn für meinen Geschmack war er zu ölig und brauchte mehr Stand (und ich würde beim nächsten Mal Parmesan statt Pecorino nehmen, aber das ist reine Geschmackssache).

Zunächst mal, so sah er aus.

Eigentlich war er richtig schön hochgegangen, wie ein normaler Kastenkuchen, aber dann fiel er zusammen wie ein Soufflé *lach*

Zutaten für eine 30cm Kastenform:

1 Knoblauchzehe
2 Zucchini (ca. 300g)
100g Pecorinokäse
3 Eier (Größe M)
100g Crème fraîche
100ml gutes Olivenöl
200g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Salz
Pfeffer

Knoblauch schälen, fein hacken. Zucchini und Käse fein raspeln.

Den Backofen auf 175° vorheizen. Die Eier, Crème fraîche und das Öl cremig aufschlagen. Mehl und Backpulver sieben und dazu geben. Alles gut vermengen.

Mit etwa 2TL Salz und 1/2TL Pfeffer würzen, Zucchini und Käse dazu geben und unterrühren.

In die gefettete Form geben und für ca. 75 Minuten backen. Den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig stürzen.

Warm oder kalt servieren.

Samstag, 1. Juni 2013

Heidelbeer-Tarte mit Roggen

Heute habe ich ein weiteres Rezept aus einem meiner neuesten Backbücher - "Zimtschnecken und Blaubeerkuchen" - für euch. Diesmal ein Süßes Rezept. So alles in allem fand ich viele Rezepte aus dem Buch auf den ersten Blick nicht soooo schrecklich ansprechend, aber so langsam werde ich immer wärmer damit, je öfter ich das Buch durchblättere.

Dieses spezielle Rezept allerdings hat mich extrem angesprochen, denn es prangt auf dem Titel des Buches *lach*. Und es ist wirklich das erste Mal in meiner "Backkarriere", daß mein Ergebnis wirklich haargenau aussieht wie die Vorlage. (ehrlich, vergleicht einfach mal ;o) )

Rezept für eine 24cm Tarte-Form

Für den Teig:

100g ungesalzene, weiche Butter, zimmerwarm
85g feiner Zucker
1 Ei
100g Allzweckmehl (ich bin davon ausgegangen, es handelt sich um Weizen)
60g Roggenmehl
1 TL Backpulver

Für die Füllung:

100g Crème fraîche 
150ml Sauerrahm
1 Ei
40g Zucker
1TL Vanilleextrakt
250g Heidelbeeren

Den Backofen auf 200° vorheizen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Das Ei zugeben und gut unterrühren. Als letztes Mehl und Backpulver zugeben und zu einem sehr klebrigen, relativ festen Teig vermengen.

Den Teig in eine Tarte-Form geben und so gut es geht gleichmäßig verteilen. Diese Angelegenheit ist wirklich ziemlich klebrig, vor allem, wenn man sonst bei Tartes eher den Umgang mit klassischen Mürbeteigen gewohnt ist ;o)

Für die Füllung alle Zutaten außer den Heidelbeeren zusammen rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann in die Form geben. Die Heidelbeeren in die Creme streuen.

Die Tarte ungefähr 25-30 Minuten backen, bis die Cremefüllung langsam anfängt goldbraun zu werden.

Fazit dieser Tarte: Ich haben selten etwas gebacken, was so schnell ging und was am Ende auch noch so lecker war. Der Zucker ist angenehm moderat portioniert. Die Tarte wird es hier auf jeden Fall noch öfter geben.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Upside-down-Buchteln mit Karamellnüssen

Tadaaa, und die Frau hat schon wieder gebacken *lach*. Ein weiteres Rezept aus der aktuellen Lecker Bakery, die hat es mir diesmal definitiv angetan.

Die Upside-down-Buchteln gefielen mir schon beim ersten Durchblätter total gut, es hat aber dennoch noch bis Montag gedauert, bis ich sie dann tatsächlich nachgebacken habe. Im Gegensatz zur Angabe "nicht so leicht" im Rezept, fand ich das Rezept sogar kinderleicht. Außer dem Karamell kann man eigentlich nichts versauen und selbst das ist eher schwer zu schaffen, wenn man ein paar ganz simple Dinge beachtet ;o)


Für 15 Stück:

200ml Milch (lauwarm)
1 Würfel frische Hefe
500g + etwas Mehl
50g Zucker
Salz
1 Ei (Gr. M)
50g weiche Butter

100g Nüsse (laut Rezept Hasel- oder Walnüsse, da ich die beide nicht so recht mag, hab ich Mandelstifte genommen)
150g Zucker
100g Schlagsahne
50 Zucker

Eine Tarte-Tatin-Form oder runde Auflaufform mit ca 25cm Durchmesser. Da ich beides nicht besitze, hab ich einfach eine 24er Pfanne genommen, das ging auch problemlos *lach*.

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit den anderen Zutaten für den Tag zu einem Teig vermengen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche einige Minuten wirklich kräftig kneten und durcharbeiten, damit ein geschmeidiger, glatter Teig entsteht. 

Den Teig mit etwas Mehl bestäuben, in eine Schüssel geben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig sich im Volumen etwa verdoppelt hat.

Für das Karamell den Zucker mit 2 EL Wasser in eine Pfanne geben und vorsichtig erhitzen, bis ein goldgelber Karamell entsteht. NICHT zu dunkel werden lassen, dann wird alles nur bitter schmecken. Mit der Sahne ablöschen, die Butter dazu geben und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett wieder aufgelöst hat.

Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten und dann zum Karamell geben.

Den Backofen auf 200° vorheizen.

Den Teig wieder auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, dann zu einer Rolle mit ca. 6cm Durchmesser rollen und in 15 gleich große Stücke schneiden. Kugeln formen und die Kugeln dicht an dicht in das Karamell drücken. Nochmal ca. 30 Minuten mit dem Geschirrtuch abdecken und gehen lassen.

Die Tarte-Tatin-Form / Auflaufform / Pfanne in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen. Anschließend für etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und erst dann stürzen.

Mein Mann war begeistert *lach*.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Karotten-Hafer-Brötchen

Diese Brötchen habe ich letzte Woche zu einem warmen Bohnensalat aus der aktuellen Ausgabe der Lecker gebacken. Vom Salat hab ich leider wieder mal keine Bilder gemacht, aber das Heft ist im Handel noch zu kriegen und ab der nächsten Ausgabe sollte das Rezept auch auf der Seite der Lecker online sein :o)

Das Rezept für die Brötchen stammt aus dem Buch "Zimtschnecken und Blaubeerkuchen - Die besten Backideen aus Skandinavien" und war wie erhofft wirklich einfach und gut.

Für 12 Brötchen:

7g Trockenhefe (selbes Lied wie immer, ich empfehle dringend frische Hefe)
300ml lauwarmes Wasser
1 TL Meersalz (darf auch ruhig was mehr sein)
450g Weizenmehl Typ 550
50g Haferflocken
1 EL Rapsöl
100g Karotten, fein gerieben

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, mit dem Salz und 300g Mehl zu einem Teig vermengen. Den Teig dann einige Minuten lang auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten. Die Haferflocken und das Öl hinzugeben und noch einmal kräftig kneten. 

Zum Schluß die Karotten und das restliche Mehl dazu geben und immer schön weiter kneten, anstrengend, aber muß sein *lach*. So lange kneten, bis der Teig schön weich, geschmeidig und eventuell ein klein bißchen klebrig ist.

Den Teig in eine Schüssel geben, mit ein wenig Mehl bestäuben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig zusammendrücken und in vier gleich große Portionen aufteilen. Jede davon in weitere drei Portionen teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln vorsichtig flach drücken, ringsum mit Mehl einstäuben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mehr als 6 Brötchen sollten es pro Blech nicht sein. Wieder mit dem Geschirrtuch abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen

Den  Backofen auf 200° vorheizen und die Brötchen dann für ca. 15 Minuten backen, bis sie gut aufgegangen und schön goldgelb sind.

Ich hab nur die Hälfte der Brötchen zum Salat gemacht. Die zweite Hälfte vom Teig kam bis zum nächsten Morgen in den Kühlschrank und es gab dann nochmal lecker Brötchen zum Frühstück :o)

Dienstag, 28. Mai 2013

Kräuter-Schmand-Pasta

Heute endlich mal wieder ein Kochrezept. Der Mann schaute etwas irritiert umme Ecke, als er aus der Küche statt: "Schatz, essen ist fertig!" bloß das Piepgeräusch hörte, das der Blitz meiner Kamera macht, wenn er bereit ist *lach*. Er lernt es auch noch, ich bin sicher.

Leider hab ich aber trotz aller Versuche immer noch nicht raus, wie ich mit der Kamera wirklich gute Fotos hin bekomme. Der Blitz hilft manchmal beim Belichtungsproblem (oft aber auch nicht), aber generell hab ich ein Problem mit der Bildschärfe. Na ja, ich bin halt kein Fotograf und werde es wohl auch nie *seufz*.

Der Mann hat es noch nicht bemerkt, aber so langsam aber sicher wird der Fleischkonsum in diesem Haus reduziert und es gibt öfter mal Vegetarisches. Früher wäre das undenkbar gewesen, mitterlweile ist der Bub aber schon so groß, daß er auch mal nur mit Gemüse leben kann. Ich bin so stolz auf ihn.

Diese Pasta ist sogar ein Rezept, das er sehr, sehr gerne mag, man höre und staune.

Für 4 Personen:

2 kleine Zucchini (ersetzbar durch jedes Gemüse eurer Wahl, bei uns gab es heute Champignons)
150g Kirsch- oder Datteltomaten (können aber ruhig mehr sein)
6 EL Öl
500g Pasta nach Wahl
Salz
Pfeffer
1 großes Bund gemischte Kräuter (wir hatten heute Petersilie, Dill, Schnittlauch und Bärlauch)
2 Eier (M)
250g Schmand
nach Belieben Parmesan

Die Zucchini klein schneiden wie ihr es am liebsten habt. Dabei aber das Kerngehäuse möglichst entfernen. Die  Tomaten halbieren oder vierteln, je nach Größe.

4 EL Öl in eine Pfanne geben und die Zucchini bei mittlerer Hitze hellbraun braten.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen.

Inzwischen die Kräuter grob hacken und mit dem Schmand, den Eiern und 100ml vom Nudelwasser mit einem Pürierstab pürieren.

Weitere 100ml vom Nudelwasser zu den Zucchini geben, dann die Tomaten dazu und ganz kurz angaren. Die Nudeln abgießen und noch tropfnass zum Gemüse in die Pfanne geben. Die Pfanne vom Herd ziehen.

Den Kräuterschmand untermischen. Durch die Wärme der Nudeln dickt das Ei in der Soße an. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag etwas Parmesan drüber reiben.

Sonntag, 26. Mai 2013

Limetten-Frischkäse-Kuchen

Dieses Wochenende hab ich mal wieder meiner Leidenschaft für das Säuerliche gefrönt. Ein limettiger Protest gegen das immer noch absolut unterirdisch miese Wetter!

Für eine 18cm Springform:

100g Butterkekse (ich habe die leckeren Kex mit Schokostückchen genommen)
60g Butter
3 Bio-Limetten
1 Bio-Zitrone
125g Zucker
4 Blatt Gelatine
400g Doppelrahm-Frischkäse
200g Sahne
1 Päckchen Sähnesteif
Einige weiße Baisertupfen

Für den Boden die Kekse zerstoßen und mit der geschmolzenen Butter mischen. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben, glatt drücken und für ca. 30 Minuten kalt stellen.

Für die Creme die Schale von einer Limette abreiben und zweieinhalb Limetten auspressen. Die letzte halbe Limette ist für die Deko und sollte ihre Schale noch haben ;o). Die Zitronenschale ebenfalls abreiben und den Saft auspressen.

Frischkäse, Zucker, Zitrusschalen und Saft verrühren. Das gibt erstmal eine ziemlich dünne Brühe, nicht erschrecken.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und in einem Topf auflösen. Etwas von der Käseflüssigkeit dazu geben und mit der Gelatine verrühren, dann beides wieder zurück zur restlichen Käsemasse und gut durchrühren.

Zuletzt die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und dann unter die Frischkäsemasse geben. Damit bekommt die ganze Creme schon wieder viel mehr Körper und den Rest erledigt die Gelatine.

Die Masse auf den Keksboden geben, glatt streichen und am besten über Nacht in den Kühlschrank verfrachten.

Die Käsecreme sollte über Nacht fest, aber nicht zu kompakt geworden sein. Mit einem Messer vorsichtig am Rand der Springform entlang fahren, um die Creme vom Rand zu lösen, dann den Ring abnehmen.

Die Baisertupfen wie die Kekse für den Boden grob zerstoßen und auf dem Kuchen verteilen. Zum Schluß die halbe Limette in dünne Scheiben schneiden und den Kuchen damit dekorieren.

Freitag, 24. Mai 2013

Gedeckter Apfelkuchen nach Lecker Bakery Vol. 3

Man könnte fast schon meinen, in diesem Haushalt wird nur noch gebacken, aber irgendwie hab ich in letzter Zeit meinen Kopf immer woanders und vergesse immer, die Kochwerke zu fotografieren... ich versuche mich an Besserung.

In der Zwischenzeit hab ich mich weiter an der aktuellen Lecker Bakery versucht. Da mein Mann letzte Woche Freitag der Meinung war, anderthalb Pfund Äpfel kaufen zu  müssen, obwohl wir noch einmal die gleiche Menge noch zu Hause rumliegen hatten und er auch eigentlich keine Äpfel ißt, es sei denn, ich stelle sie im geschält und in Stücke geschnitten vor die Nase (der faule Bankerz), war unser Haushalt plötzlich reich mit Äpfeln gesegnet.

Die Begründung für den Kauf, den ich leider erst an der Kasse bemerkte, als die Äpfel über den Scanner gezogen wurden, lautete: "Die rochen so gut." Eine Begründung, die eine meine Freundinnen köstlich amüsierte, als sie davon hörte *lach*.

Aber nun ja. Ich habe im Moment Urlaub und damit viel Zeit. Viel Zeit + viele Äpfel = gedeckter Apfelkuchen mitten in der Woche :o) Ich wollte mal das Rezept aus der Lecker Bakery ausprobieren, weil es ein wenig anders ist als das, was ich bisher hatte. So ganz 100% hab ich es aber dann nicht zu  Ende geführt, denn bevor Guß und Mandeln draufkamen, verlor der Kuchen bereits unter dem freudigen Ausruf "oh, Apfelkuchen!" seine Jungfräulichkeit *lach*. Da hab ich mir das ganze gespart.

Zutaten für eine 26er Springform:

325g Mehl
125g gemahlene Mandeln (eigentlich ohne Haut, ich hatte aber noch eine offene Tüte mit Haut und hab die dann genommen. Der Kuchen wird dann etwas dunkler.)
300g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Prise Salz
1 Ei
150g kalte Butter
1,25kg Äpfel
2 EL Paniermehl
125g Puderzucker
3 EL Zitronensaft
25g Mandelblättchen

300g Mehl, 75g gemahlene Mandeln, 175g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz, das Ei und die Butter rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Nicht zu lange dran rumkneten und falls ihr es mit den Händen macht, wären kalte Hände ausnahmsweise mal total en vogue ;o)

Eine 26er Springform einfetten und mit Mehl bestäuben. Zwei Drittel vom Teig zwischen zwei langen Frischhaltefolie möglichst rund ausrollen. Die obere Folie abziehen und mit Hilfe der zweiten Lage Folie den Teig in die Form bugsieren. Folie abziehen und den Teig in Form bringen. Es sollten gut 4cm Rand stehen bleiben. 

Den restlichen Teig für den Deckel ebenfalls zwischen Folie ausrollen. Die mit Teig ausgelegte Form und den Deckel mindestens für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 175° vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit den restlichen 50g Mandeln, 25g Mehl, 125g Zucker (ich hab nur 100 genommen, war dicke genug) und einem Päckchen Vanillezucker mischen.

Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen. Da Paniermehl auf dem  Boden verteilen und dann die Apfelfüllung draufgeben und etwas andrücken. Den Deckel wieder mit Hilfe der Folie in die Form bringen und die Teigränder andrücken.

Ungefähr 55-60 Minuten auf der untersten Schiene backen. Wenn der Kuchen fertig ist, noch hieß mit dem Messer den Rand von der Form lösen. Dann in der Form auskühlen lassen.

Auch ganz lecker, allerdings nicht so saftig wie ich gedeckten Apfelkuchen sonst kenne.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Westerwälder Apfelkuchen

Wow. Fast 2 Monate hat es gedauert, aber jetzt kann ich endlich ein Rezept posten, das ich an Ostern mit meinem Vater ausprobiert habe. Ich habe zwar ein Stück von dem Kuchen mit heim genommen, aber dummerweise das Rezept dort vergessen. Und da wir leider inzwischen sehr weit auseinander wohnen, hat es jetzt etwas gedauert, bis es wieder einen Grund gab, ein Paket vom Westerwald ins Ländle zu schicken, in das man das Rezept dann gleich auch noch mit reinlegen konnte.

Westerwälder Apfelkuchen. Um ehrlich zu sein, hatte ich davon noch nie etwas gehört. Meine Familie mütterlicherseits sind alles Westerwälder, seit meiner Geburt war ich jedes Jahr X mal dort und meine Großmutter hat auch natürlich immer gebacken, aber nie etwas, was sie westerwälder Apfelkuchen nannte *lach*. Bei ihr war das "Abbelkuche" (mit sehr kurzem U) oder "Hefekuche" (ebenfalls mit sehr kurzem U).

Als ich Ostern dann meine Eltern besuchte, legte man mir das Rezept unter die Nase und es wurde beschlossen, Vater und ich backen :o)) (bei uns ist mein Vater der Bäcker und meistens auch der Koch, wobei meine Mutter wirklich einmalig gut bei allem ist, was Schmorgerichte betrifft, keine kriegt das Fleisch so butterzart wie sie... ich leider auch nicht mal ansatzweise :o( )

Okay, lange Rede... das isser:

Und das gleich vorneweg, er ist wirklich sehr old school, so wie Oma früher gebacken hat. Wer das nicht mag, nicht nachbacken. Hefeteig, Vanillepudding, Äpfel, Streusel, muß man da noch mehr sagen?

Für ein ganzes Blech:

700g Mehl
Prise Salz
300g Zucker
1 Päckchen Hefe (ganz ehrlich? Nehmt frische Hefe, mindestens einen halben Würfel.)
2 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
1150ml Milch
225g Butter
2 Päckchen Vanillepudding
1,5kg Äpfel (bei uns war das zu viel, am besten erstmal mit 1kg anfangen und wenn dann noch was fehlt, nachlegen)
2 EL Puderzucker

400g Mehl mit dem Salz, 75g Zucker, 1 Päckchen Vanille und wenn ihr Trockenhefe nehmt, mit der Trockenhefe mischen. Ein Ei hinzugeben. 150ml Milch und 75g Butter lauwarm erwärmen und zu der Mischung geben. Wenn ihr frische Hefe nehmt, die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und ca. 50 Minuten gehen lassen, bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat.

Ich rate zur frischen Hefe, da ich mit dieser verflixten Trockenhefe wirklich IMMER Probleme habe. Meine Teige gehen nicht auf. Und ich habe weder zu warme Flüssigkeiten, noch eine zu kalte Küche noch Zugluft oder was sonst auch immer da gerne mal als Begründung genannt wird, im Spiel. Das Zeug will einfach nicht, wie e soll. Wohingegen frische Hefe bei mir immer zu 100% liefert. Sie ist aber leider verderblich, von daher nicht zu lange liegen lassen, wenn sie einmal gekauft ist.

In der Zwischenzeit 75g Zucker mit dem Puddingpulver und 250ml Milch verrühren. 750ml Milch aufkochen, das angerührte Pulver dazugeben und eine Minute aufkochen lassen. Ganz gewöhnlich, wie man das von Pudding halt kennt. Den Pudding in eine Schüssel füllen und mit einer Klarsichtfolie abdecken, damit keine Haut entsteht. Auskühlen lassen.

Aus den restlichen 300g Mehl, 150g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, dem zweiten Ei, einer Prise Salz und 150g kalter Butter rasch die Streusel kneten und wieder kalt stellen.

Den aufgegangenen Hefeteig noch einmal durchkneten, auf Blechgröße ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Fettpfanne legen. Noch einmal gehen lassen für etwa 30 Minuten.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Dann in dünne Spalten schneiden.

Den Vanillepudding gut durchrühren und auf den Hefeteig streichen. Die Apfelspalten darauf verteilen und mit Streuseln bestreuen.

Auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist der Boden sehr stark gebacken. Das war jetzt das Ergebnis genau nach Anleitung und es brauchte auch wirklich die vollen 45 Minuten, bis die Streusel langsam goldgelb wurden. Es macht also eventuell Sinn, daß man entweder gleich eine höhere Schiene wählt, denn der Boden braucht eindeutig nicht so viel Hitze über eine so lange Zeit oder daß man nach 25 Minuten zumindest etwas mehr in Richtung Oberhitze geht, dann sollte der Boden eigentlich fluffiger und mehr wie Hefekuchen bleiben.

Sehr süß, sehr lecker, wie bei Oma. Das war unser Fazit. Ich persönlich hab ja lieber auch eine säuerliche Gegenkomponente dabei, wenn's süß wird, aber das könnte man eventuell noch über die Äpfel regeln. Ich weiß nicht, welche meine Eltern gekauft haben, aber das wäre noch saurer gegangen ;o)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Bitterschokoladen-Malheur

Ich hab euch noch ein Rezept vorenthalten, das ich schon vor einigen Wochen getestet habe. Irgendwie hab ich es total vergessen, es hier online zu stellen und da ich gerade mal wieder über die Bilder gestolpert bin, dachte ich, ich erledige es lieber, sonst ist es wieder vergessen *lach*

Es geht um Küchlein mit flüssigem Kern. Ich habe mir vor einem guten Monat ein kleines Büchlein zu dem Thema gekauft. "Zum Dahinschmelzen - kleine Kuchen mit flüssigem Kern"

Viele, sehr lecker klingende Rezepte sind enthalten und als erstes hab ich den absoluten Klassiker ausprobiert. Das dunkle Schokoladentörtchen:


Für 4 Stück:

2 Eier
50g Rohzucker
1 EL Mehl
1 EL Speisestärke
140g dunkle Schokolade (70% Kakao)
110g Butter
3 EL süße Sahne

Den Backofen auf 200° vorheizen. 4 Dessertringe buttern und bemehlen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Die Eier und den zu einer weißlichen, schaumigen Masse aufschlagen. Mehl und Speisestärke sieben und dazu geben. Unterheben.

Schokolade, Butter und Sahne im Wasserbad schmelzen.

Die Schokoladenmasse in den Teig geben und so lange rühren, bis ein ganz glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist.

Den Teig gleichmäßig auf die Dessertringe verteilen und im Ofen ca. 6-7 Minuten backen. Die Küchlein müssen sich noch sehr weich anfühlen, wenn man sie mit dem Finger drückt. Aus der Form nehmen und sofort servieren.

Man kann die Küchlein auch noch einmal füllen z.B. mit einem Stück Schokolade, einer Trüffelpraline etc. Dazu einfach erst eine gute Lage Teig in den Ring geben, die Füllung drauf und diese dann mit weiterem Teig bedecken.

Diese Küchlein sind zwei Dinge: schweinelecker und extrem mächtig. Halleluja. Aber ein tolles Dessert und wirklich kein Hexenwerk.

Montag, 20. Mai 2013

Heidelbeer-Cheesecake

Dieses Wochenende war mal wieder ein Rezept aus der Lecker Bakery fällig. Dieses Mal Ausgabe 3, der Käsekuchen von Seite 8.

Gleich vorweg: Er ist okay, nicht unlecker, aber so würde ich ihn nicht noch einmal backen. Die Käsecreme war mir persönlich etwas zu süß und auch die Heidelbeeren bringen keine Säure rein, um das abzufangen. Und der Boden - aber das ist inzwischen mein ganz persönliches Problem *lach* - langweilt mich. Ständig diese harten Keksböden, das muß doch auch anders gehen.

Wie so oft hab ich ihn in der Zwergenvariante gebacken in einer 18cm Form. Für das volle Rezept könnt ihr einfach auf der Seite der Lecker vorbeischauen.

Für den Boden:

125g Shortbread (ich würde ehrlich gesagt weniger nehmen, der Boden war sehr dick)
50g Mandeln ohne Haut
50g Butter
3TL Zucker

Für die Käsecreme:

150g Zucker (viel zu viel, ich würde 100g empfehlen)
400g Doppelrahmfrischkäse, zimmerwarm
15g Speisestärke
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
90g Schlagsahne

Für das Topping:

1/2 Glas Heidelbeeren, 370ml (man kann aber auch das ganze nehmen, dann hat man halt wie auf dem Bild viel Soße *lach*)
1TL Speisestärke (oder 1EL bei einem ganzen Glas)

Für den Boden die Kekse zerbröseln und die Mandeln grob hacken. Mit dem Zucker mischen. Die Butter schmelzen und dazu geben. Alles verrühren und in die eingefettete Springform geben. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Mein Boden auf dem Bild ist übrigens braun, weil ich zu wenig Butter hatte und noch etwas Schokolade dazu gegeben hab.

Zwei Bahnen Alufolie kreuzweise übereinander legen. Die Form drauf stellen und mit der Folie die Form wasserdicht einpacken, da der Kuchen im Wasserbad gebacken wird. Den Backofen auf 175° vorheizen.

200g Frischkäse mit der Hälfte vom Zucker und der Stärke 3 Minuten aufschlagen. Den restlichen Frischkäse und Zucker dazu geben. Die Eier trennen und die Eigelbe direkt zur Käsecreme geben und unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und den Vanillezucker dazu geben. Die Sahen ebenfalls steif schlagen und beides unter die Käsecreme heben.

Die Käsecreme in die Form geben und glatt streichen. die Form in ein Wasserbad stellen (z.B. in eine Fettpfanne. Sie sollte ungefähr 2,5cm hoch im Wasser stehen. Ca. eine Stunde backen und anschließend im ausgeschalteten Ofen nochmal 45 Minuten ruhen lassen. In der Form auskühlen lassen und am besten über Nacht kalt stellen.

Für die Soße die Heidelbeeren mit dem Saft aufkochen. Die Speisestärke in ein wenig Wasser auflösen und in den Saft einrühren. Ungefähr eine Minute kochen lassen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.  Die abgekühlte Fruchtsoße über den Kuchen geben (ich hab ihn zuerst aus der Form geholt, keine Ahnung, ob man das sollte oder nicht) und nochmal eine gute Stunde kaltstellen.

Samstag, 18. Mai 2013

Shortbread

Heute hab ich ein ganz einfaches Rezept für euch. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende einen Heidelbeer-Käsekuchen aus der 3. Lecker Bakery nachbacken. Problem: Der Boden besteht aus Shortbread, einem englischen Butterkeks, den ich aber im Laden nicht bekommen habe.

Früher hat man den in fast jedem Supermarkt bekommen, verpackt in einer stylish rot-grün karierten Verpackung verpackt, aber scheinbar sind die inzwischen ausgestorben. Oder es gibt sie nur bei Rewe *lach*, den hab ich hier nicht.

Also was macht man? Natürlich, man backt die Dinger selbst. Ist ja kein Hexenwerk.

Für ca. 32 Stück:

225g kalte Butter
175g Zucker
350g Mehl
100g Stärke
3,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
Buttervanille Aroma

Im Grunde ist das ganze ein Mürbeteig. Deshalb alle Zutaten rasch zu einem krümeligen Teig verkneten, dabei aber wirklich nicht zu lange kneten und aufpassen, daß man nicht zu warme Hände hat. Die Butter soll nicht weich werden.

Den Backofen auf 170° vorheizen. Den Teig auf ein Backblech geben und möglichst gleichmäßig darauf verteilen. Es sollte ein kompakter Riesenkeks sein. Wenn es besonders ordentlich sein soll, mit einem Nudelholz die Oberfläche schön glätten. Dann mit einer Gabel Löcher in den Teig pieksen und den Riesenkeks ungefähr 20-25 Minuten backen.

Noch heiß in Stücke schneiden und dann auskühlen lassen.

Wenn der Käsekuchen wie geplant gelingt - was wir aber erst morgen wissen werden *gg* - dann gibt es dazu bald mehr.

Donnerstag, 25. April 2013

Spargelpizza oder "die leckerste Pizza auf der ganzen Welt"

Dieses Jahr war der Winter nicht nur grausam zu uns, weil er so lang und kalt war, er hat auch in die Spargelsaison eingegriffen. Meine absolute Lieblingssaison im ganzen Jahr *wein*. Denn wie ihr sicher auch schon bemerkt habt, ist der Spargel dieses Jahr sehr spät dran und egal wie spät dran er auch ist, ab dem 24. Juni ist trotzdem schluß, denn die Pflanzen brauchen die Zeit einfach, um sich für nächstes Jahr zu erholen.

Deutscher Spargel ist ein rares Gut dieser Tage und wenn man ihn findet, sind die Preise dafür horrend. Ich gebe zu, daß ich beim Spargel aber ohnehin gerne mal auf "regional" verzichte, da ich am liebsten den grünen Spargel esse und der ist ohnehin meistens aus dem europäischen Ausland oder ich müßte einfach früher an den Spargelständen aufschlagen, aber das ist so ein Ding, wenn man berufstätig ist. Blöde Sache.

Na ja, wie auch immer. Ich habe mir Spanier ins Haus geholt und obwohl ich bei Spargel die absolute Langweilerin bin und ihn am allerliebsten einfach so esse, ohne irgendwelche Mäzzchen, habe ich mich gewagt, kreativ zu werden und ein paar der köstlichen Stangen zu einer noch köstlicheren Pizza verarbeitet.

Der Herr des Hauses allerdings behandelt Spargel als "merkwürdige totbringende Frucht", von daher hat er natürlich nicht nur nicht probiert, nein, die Hälfte dieser genialen Pizza war auch noch schrecklich ordinär mit Tomatensoße, Käse, Schinken, Salami und Paprika belegt *lol*. Meine Hälfte dagegen sah so aus:

Für den Teig braucht ihr:

400g Mehl
1 Würfel frische Hefe (oder 2 Päckchen Trockenhefe, aber ich empfehle frische Hefe)
10g Salz
1 Prise Zucker
250ml lauwarmes Wasser
10ml Olivenöl 

Also im Grunde ein ganze normaler Hefeteig. Hefe im warmen Wasser auflösen, Mehl, Salz und Zucker in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und das Hefewasser hineingießen. Öl zugeben und den Teig dann ordentlichen durchkneten. Ruhig schön lange kneten, der Teig soll schön geschmeidig werden. (Erst in der Schüssel, später dann auf der Arbeitsplatte, geht einfacher.)

Den Teig zurück in die Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und so lange gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. Bei mir klappt das grundsätzlich nur mit frischer Hefe, trockene finde ich unheimlich zickig.

Der Teig reicht für 3 Runde Pizzen oder für ein Blick mit einem etwas dickeren Boden.

Für meinen Belag (für ein halbes Blech) hab ich hergenommen:

250g grüner Spargel
3 mittelgroße braune Champignons
1 mittelgroße Zwiebel
Crème Fraîche mit Kräutern
Butter (ich habe die Kräuterbutter genommen, die ich neulich hier zeigte)
50g guten Kochschinken
Petersilie
Salz
Pfeffer
Parmesan

Den Spargel schälen und in Stücke schneiden. In gesalzenem Wasser für 3-4 Minuten kochen, abgießen und abschrecken. Die Pilze und Zwiebeln in Scheiben bzw. halbe Ringe schneiden. In einer Pfanne in der Butter sautieren, bis die Zwiebeln schön süß und glasig sind und die Pilze ebenfalls gar sind. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen.

Den Boden auf ausrollen und auf ein handelsübliches Backblech geben oder eben runde Pizzen formen, was euch lieber ist, aber für eine runde Pizza könnte der Belag zu viel sein ;o)
Statt Tomatensoße die Crème Fraîche auf dem Boden verteilen. Die gebratenen Zwiebeln und Pilze auf dem Boden verteilen, dann den Spargel darüber geben und zum Schluß den Schinken. Ich gebe den Schinken zuletzt drauf, damit er schön knusprig wird. Wer lieber weichen Schinken möchte, packt ihn am besten als erstes auf die Pizza.

Die Pizza bei mindestens 225° ca. 15 Minuten backen. Über die heiße Pizza den frischen Parmesan reiben und reinhauen *g*.

Montag, 22. April 2013

Bananenbrot - perfekte Resteverwertung

Kennt ihr das auch? Ihr habt total Lust auf Bananen, normalerweise eßt ihr sie auch und laßt sie nicht alt werden, aber dann ist irgendwie der Wurm drin, die Bananen liegen und liegen und irgendwann haben sie ein Stadium erreicht, in dem man sie so gar nicht mehr essen will/kann.

So ging es mir gerade erst wieder. 5 Bananen hatte ich gekauft, 2 hab ich auch ganz brav gegessen und dann blieben sie liegen und liegen. Am Freitag feierten sie ihren 2wöchigen Geburtstag in meiner Obstschale und sahen auch entsprechend aus. Viel Gelb war da nicht mehr. Also was macht man dann damit? Wegwerfen wollte ich sie nicht, also suchte ich Ideen für eine Resteverwertung für überreife Bananen und fand das Bananenbrot als Geheimtip. Das Rezept, so wie ich es hier jetzt wiedergeben, stammt von Chefkoch, aber im Grunde sind sie alle irgendwie ähnlich.
Das Originalrezept war wohl vegan, weil ausdrücklich Margarine und Sojamilch verwendet werden sollte. Sojamilch ist für mich so ziemlich das ekligste, was es gibt, von daher hab ich das natürlich nicht im Haus und stinknormale Kuhmilch genommen. Ging auch XD.

Für 1 Brot in einer 20cm Kastenform gebacken:

80g Butter oder Margarine
150g Zucker
400g Mehl
2 TL Backpulver
3 sehr reife, zerdrückte Bananen
1 TL Vanilleextrakt
120 ml Milch
40g gehackte Walnüsse

Die Butter mit dem Zucker schmelzen. Mehl und Backpulver zugeben und schon einmal durchrühren. Der Teig ist allerdings so noch viel zu trocken, nicht wundern. Die Bananen, die Vanille und die Milch zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluß noch die Nüsse dazu und untermischen. 
Der Teig ist recht zäh und das Brot wird durch die Bananen auf jeden Fall etwas klitschig werden. Keine Panik :o)

Den Teig in eine ausgefettete Kastenform geben. Ich habe eine 20cm Form genommen, da ich lieber ein hohes als ein langes Brot wollte. Ich habe das Brot zunächst wie im Rezept vorgegeben 50 Minuten bei 150° gebacken. Wie ich erwartet hatte, war es da aber noch recht roh. Darum hab ich den Backofen auf 180° hochgedreht und nach weiteren 30 Minuten war dann alles chic.

Beim nächsten Mal werde ich gleich bei 180° anfangen und dann hier die Backzeit nochmal entsprechend anpassen, im Moment geht es leider nur mit Kuddelmuddel.

Edit 19.12.13:
Heute hab ich das Brot das zweite Mal gemacht und diesmal bei 180° für 65 Minuten gebacken.
Edit Ende

Das Bananenbrot ist superlecker, süß, aber nicht ganz so süß wie ein richtiger Kuchen, schmeckt pur, mit Butter und mit einer säuerlichen Marmelade. Ich hab es mit Johannisbeer-Gelee probiert, ein Gedicht.

Wer keine Walnüsse mag, kann sie auch gut gegen andere Nüsse ersetzen und wer ganz gegen Nüsse allergisch ist, kann sie natürlich auch ganz weglassen. Ich würde dann wohl mal ersatzweise dunkle Schoki nehmen *gg*.

Freitag, 19. April 2013

Review Review, ein Shop, ein Produkt

Heute möchte ich mal wieder reviewen. Keine Ahnung, ob das überhaupt jemanden interessiert *lach*, aber manchmal überkommt es mich einfach. Und zwar möchte ich zum einen einen Review zu einem Shop schreiben, den ich jetzt schon lange Jahre kenne und zum anderen zu einem Produkt aus eben diesem Shop, das ich heute erhalten habe.

Von 2004 - 2008 habe ich in Köln gelebt. So leid es mir tut, das sagen zu müssen, aber das Rheinland und ich, wir gingen so gar nicht konform, es paßte nicht. Aber es gab eine Sache in Köln, die mochte ich wirklich ausgesprochen gerne und die vermisse ich auch bis heute und das war:


Wie es der Name ja schon vermuten läßt, dreht sich in diesem Shop alles um Produkte von der Insel. Ein bißchen USA ist auch noch dabei, aber das Hauptsortiment ist Englisch, Irisch und natürlich auch Schottisch.

Diesen Laden habe ich geliebt. Die Angestellten waren immer freundlich und es gab immer irgendwas zu entdecken, das man trotz der zugegeben hohen Preise mal probieren mußte.

Nachdem ich weggezogen war und Sehnsucht bekam, stellte ich dann hocherfreut fest, daß The English Shop auch einen Onlineshop führt, den ich seither nutze, mit ähnlicher Zufriedenheit. Die Gespräche im laden fehlen natürlich, aber die Lieferungen kommen schnell, hervorragend verpackt und ab 50 Euro muß man noch einmal Versand zahlen. (Unter 50 Euro zahlt man 4,99 Euro, das ist auch nicht übel.)

Unbedingt mal ausprobieren!

Da ja nun die Grillsaison begonnen hat, war es mal wieder Zeit für eine neue Bestellung. Gebürtig bin ich ja "a südhessich Mädschjer" und trotzdem konnte ich mich wirklich nie, bis heute nicht für ein typisch hessisches Produkt begeistert: Äppelwoi.

Was ich dagegen sehr liebe, ist Cider. Und zum Grillen paßt er einfach hervorragend, von daher mußte ein Sixpack Strongbow bestellt werden. Außerdem wanderten noch zwei andere Sorten Cider in meinen Warenkorb, zum Probieren. Der erste mußte gleich gestern dran glauben:

Toffee Apple Cider. Eine Offenbarung! Der Toffeegeschmack ist sehr subtil, paßt aber ganz hervorragend zum eigentlichen Geschmack des Ciders und ich kann durchaus nachvollziehen, daß dieser eigentlich mal nur zur Halloweenzeit gedachte Cider so beliebt geworden ist, daß man ihn jetzt ganzjährig bekommt.

Leider gibt es aber natürlich auch hier eine Kehrseite der Medaille. Er ist ein ziemlich teures Vergnügen mit 3,49 Euro für den halben Liter. Definitiv nur eine Belohnung für ganz besondere Tage. Im nächsten Paket wird er wieder dabei sein :o)

Donnerstag, 18. April 2013

Lieblingskartoffelsalat

Sooo, das ist vorerst einmal das Finale meiner Grillrezepte. Aber das nächste Grillen kommt und vielleicht wird dann auch wieder was Neues ausprobiert.

Heute gibt es einen Klassiker, den ich allerdings nie mochte, es sei denn, eine ganz bestimmte Person hat ihn gemacht, nämlich meine Omi. Und das war der gute alte Kartoffelsalat. Er schmeckte mir von jeher weder mit Mayonnaise, wie er im Norden des Landes gegessen wird, noch mit Essig-Öl-Brühe-Dressing, wie er hier im Süden favorisiert wird. Mayo war mir von Kindesbeinen an ein Graus, das muß man dazu sagen und da konnte mich auch meine belgische Fast-Schwiegermutter bisher nicht vom Gegenteil überzeugen, denn auch die hochgelobte belgische Mayo schmeckt wie Mayo XD
Meine Oma machte ihn übrigens auch mit einer Mayonnaise, aber sie machte ihre selbst und die war weder weißlich mit Gelbstich, noch hatte sie diesen echt penetranten Geschmack, den man von fertigen Produkten so kennt. Sie war flüssiger und ganz samtig weich im Geschmack. Leider ist meine Oma eine echte "frei Schnauze wie's kommt" Köchin gewesen und ich war noch zu klein, von daher konnte ich mir das Rezept nicht merken und heute kann sie leider nicht mehr wirklich gut kochen und backen :o(

Vor rund anderthalb Jahren war ich dann bei Stephie eingeladen, die einen wirklich leckeren Kartoffelsalat auf den Tisch stellte, der so überhaupt nicht den penetranten Geschmeck der Versionen hatte, die ich bisher kannte. Ihr Rezept stand daraufhin für meines Pate, denn wie immer, ein paar leichte Abwandlungen hat es mit der Zeit gegeben und diese Version hier ist jetzt meine favorisierte Endversion.

Das Rezept:

1kg festkochende Kartoffeln (ich liebe Drillinge)
1 große Möhre (oder 2 kleine)
2 hartgekochte Eier
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 kleine Zwiebel
ein paar Scheiben Schinken
1 Becher saure Sahne
2 - 3 EL Joghurt
1 TL Mayonnaise
etwas Milch
Schnittlauch
Dill
Petersilie
Salz
Pfeffer

Die Kartoffeln am besten schon am Vortag kochen. Ich würde für Kartoffelsalat unbedingt immer Pellkartoffeln empfehlen. Bei den Drillingen kann man die Schale ruhig dran lassen, wenn man mag. Wenn nicht einfach pellen und in Stücke schneiden. Ruhig grob, der Salat soll rustikal werden.

Man kann die Möhre schon zusammen mit den Kartoffeln kochen. In 9 von 10 Fällen vergesse ich das. Von daher: Wenn ihr eine Mikrowelle habt, die Möhre in halbwegs gleichmäßige Würfel schneiden, in ein mikrowellentaugliches Gefäß geben, ein paar Schluck Wasser dazu, Deckel drauf und für 2 - 3 Minuten in die Mikrowelle. Gar, lecker und das bißchen Wasser kann man bedenkenlos mit ins Dressing geben.

Die Möhren zu den Kartoffeln geben. Die Eier ebenfalls in Würfel schneiden und dazu geben.
Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Die Zwiebel fein würfeln und den Schinken ebenfalls in Steifen schneiden. Alles in einer Pfanne braten.

Für das Dressing die saure Sahne mit dem Joghurt, der Mayonnaise und der Milch verrühren. Es sollte nicht zu flüssig sein, aber auch nicht mehr zu dick. Die Kartoffeln nehmen noch von der Flüssigkeit auf und ohne die Milch wird es schnell pappig klebrig.

Die Kräuter fein hacken bzw. den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unter das Dressing rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing und die gebratenen Zwiebeln und den Schinken zu den Kartoffeln geben und alles gut vermengen.

Der Salat hat einen milden, cremigen Geschmack, wobei der gebratene Schinken und die Zwiebeln ein netter Kontrast sind. Solltet ihr wirklich unbedingt mal probieren, wenn ihr so wie ich kein Fan der Klassiker seid :o) Und verhältnismäßig leicht ist das Dressing obendrauf dabei auch noch, denn Saure Sahne hat gerade mal 10% Fett, Joghurt in aller Regel noch weniger (es sei denn, ihr nehmt den griechischen). Da hat man dann keinen Felsbrocken im Bauch hängen *gg*