Donnerstag, 18. April 2013

Lieblingskartoffelsalat

Sooo, das ist vorerst einmal das Finale meiner Grillrezepte. Aber das nächste Grillen kommt und vielleicht wird dann auch wieder was Neues ausprobiert.

Heute gibt es einen Klassiker, den ich allerdings nie mochte, es sei denn, eine ganz bestimmte Person hat ihn gemacht, nämlich meine Omi. Und das war der gute alte Kartoffelsalat. Er schmeckte mir von jeher weder mit Mayonnaise, wie er im Norden des Landes gegessen wird, noch mit Essig-Öl-Brühe-Dressing, wie er hier im Süden favorisiert wird. Mayo war mir von Kindesbeinen an ein Graus, das muß man dazu sagen und da konnte mich auch meine belgische Fast-Schwiegermutter bisher nicht vom Gegenteil überzeugen, denn auch die hochgelobte belgische Mayo schmeckt wie Mayo XD
Meine Oma machte ihn übrigens auch mit einer Mayonnaise, aber sie machte ihre selbst und die war weder weißlich mit Gelbstich, noch hatte sie diesen echt penetranten Geschmack, den man von fertigen Produkten so kennt. Sie war flüssiger und ganz samtig weich im Geschmack. Leider ist meine Oma eine echte "frei Schnauze wie's kommt" Köchin gewesen und ich war noch zu klein, von daher konnte ich mir das Rezept nicht merken und heute kann sie leider nicht mehr wirklich gut kochen und backen :o(

Vor rund anderthalb Jahren war ich dann bei Stephie eingeladen, die einen wirklich leckeren Kartoffelsalat auf den Tisch stellte, der so überhaupt nicht den penetranten Geschmeck der Versionen hatte, die ich bisher kannte. Ihr Rezept stand daraufhin für meines Pate, denn wie immer, ein paar leichte Abwandlungen hat es mit der Zeit gegeben und diese Version hier ist jetzt meine favorisierte Endversion.

Das Rezept:

1kg festkochende Kartoffeln (ich liebe Drillinge)
1 große Möhre (oder 2 kleine)
2 hartgekochte Eier
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 kleine Zwiebel
ein paar Scheiben Schinken
1 Becher saure Sahne
2 - 3 EL Joghurt
1 TL Mayonnaise
etwas Milch
Schnittlauch
Dill
Petersilie
Salz
Pfeffer

Die Kartoffeln am besten schon am Vortag kochen. Ich würde für Kartoffelsalat unbedingt immer Pellkartoffeln empfehlen. Bei den Drillingen kann man die Schale ruhig dran lassen, wenn man mag. Wenn nicht einfach pellen und in Stücke schneiden. Ruhig grob, der Salat soll rustikal werden.

Man kann die Möhre schon zusammen mit den Kartoffeln kochen. In 9 von 10 Fällen vergesse ich das. Von daher: Wenn ihr eine Mikrowelle habt, die Möhre in halbwegs gleichmäßige Würfel schneiden, in ein mikrowellentaugliches Gefäß geben, ein paar Schluck Wasser dazu, Deckel drauf und für 2 - 3 Minuten in die Mikrowelle. Gar, lecker und das bißchen Wasser kann man bedenkenlos mit ins Dressing geben.

Die Möhren zu den Kartoffeln geben. Die Eier ebenfalls in Würfel schneiden und dazu geben.
Die Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Die Zwiebel fein würfeln und den Schinken ebenfalls in Steifen schneiden. Alles in einer Pfanne braten.

Für das Dressing die saure Sahne mit dem Joghurt, der Mayonnaise und der Milch verrühren. Es sollte nicht zu flüssig sein, aber auch nicht mehr zu dick. Die Kartoffeln nehmen noch von der Flüssigkeit auf und ohne die Milch wird es schnell pappig klebrig.

Die Kräuter fein hacken bzw. den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unter das Dressing rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing und die gebratenen Zwiebeln und den Schinken zu den Kartoffeln geben und alles gut vermengen.

Der Salat hat einen milden, cremigen Geschmack, wobei der gebratene Schinken und die Zwiebeln ein netter Kontrast sind. Solltet ihr wirklich unbedingt mal probieren, wenn ihr so wie ich kein Fan der Klassiker seid :o) Und verhältnismäßig leicht ist das Dressing obendrauf dabei auch noch, denn Saure Sahne hat gerade mal 10% Fett, Joghurt in aller Regel noch weniger (es sei denn, ihr nehmt den griechischen). Da hat man dann keinen Felsbrocken im Bauch hängen *gg*

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