Donnerstag, 30. Mai 2013

Upside-down-Buchteln mit Karamellnüssen

Tadaaa, und die Frau hat schon wieder gebacken *lach*. Ein weiteres Rezept aus der aktuellen Lecker Bakery, die hat es mir diesmal definitiv angetan.

Die Upside-down-Buchteln gefielen mir schon beim ersten Durchblätter total gut, es hat aber dennoch noch bis Montag gedauert, bis ich sie dann tatsächlich nachgebacken habe. Im Gegensatz zur Angabe "nicht so leicht" im Rezept, fand ich das Rezept sogar kinderleicht. Außer dem Karamell kann man eigentlich nichts versauen und selbst das ist eher schwer zu schaffen, wenn man ein paar ganz simple Dinge beachtet ;o)


Für 15 Stück:

200ml Milch (lauwarm)
1 Würfel frische Hefe
500g + etwas Mehl
50g Zucker
Salz
1 Ei (Gr. M)
50g weiche Butter

100g Nüsse (laut Rezept Hasel- oder Walnüsse, da ich die beide nicht so recht mag, hab ich Mandelstifte genommen)
150g Zucker
100g Schlagsahne
50 Zucker

Eine Tarte-Tatin-Form oder runde Auflaufform mit ca 25cm Durchmesser. Da ich beides nicht besitze, hab ich einfach eine 24er Pfanne genommen, das ging auch problemlos *lach*.

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit den anderen Zutaten für den Tag zu einem Teig vermengen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche einige Minuten wirklich kräftig kneten und durcharbeiten, damit ein geschmeidiger, glatter Teig entsteht. 

Den Teig mit etwas Mehl bestäuben, in eine Schüssel geben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig sich im Volumen etwa verdoppelt hat.

Für das Karamell den Zucker mit 2 EL Wasser in eine Pfanne geben und vorsichtig erhitzen, bis ein goldgelber Karamell entsteht. NICHT zu dunkel werden lassen, dann wird alles nur bitter schmecken. Mit der Sahne ablöschen, die Butter dazu geben und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker komplett wieder aufgelöst hat.

Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten und dann zum Karamell geben.

Den Backofen auf 200° vorheizen.

Den Teig wieder auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, dann zu einer Rolle mit ca. 6cm Durchmesser rollen und in 15 gleich große Stücke schneiden. Kugeln formen und die Kugeln dicht an dicht in das Karamell drücken. Nochmal ca. 30 Minuten mit dem Geschirrtuch abdecken und gehen lassen.

Die Tarte-Tatin-Form / Auflaufform / Pfanne in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen. Anschließend für etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und erst dann stürzen.

Mein Mann war begeistert *lach*.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Karotten-Hafer-Brötchen

Diese Brötchen habe ich letzte Woche zu einem warmen Bohnensalat aus der aktuellen Ausgabe der Lecker gebacken. Vom Salat hab ich leider wieder mal keine Bilder gemacht, aber das Heft ist im Handel noch zu kriegen und ab der nächsten Ausgabe sollte das Rezept auch auf der Seite der Lecker online sein :o)

Das Rezept für die Brötchen stammt aus dem Buch "Zimtschnecken und Blaubeerkuchen - Die besten Backideen aus Skandinavien" und war wie erhofft wirklich einfach und gut.

Für 12 Brötchen:

7g Trockenhefe (selbes Lied wie immer, ich empfehle dringend frische Hefe)
300ml lauwarmes Wasser
1 TL Meersalz (darf auch ruhig was mehr sein)
450g Weizenmehl Typ 550
50g Haferflocken
1 EL Rapsöl
100g Karotten, fein gerieben

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, mit dem Salz und 300g Mehl zu einem Teig vermengen. Den Teig dann einige Minuten lang auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten. Die Haferflocken und das Öl hinzugeben und noch einmal kräftig kneten. 

Zum Schluß die Karotten und das restliche Mehl dazu geben und immer schön weiter kneten, anstrengend, aber muß sein *lach*. So lange kneten, bis der Teig schön weich, geschmeidig und eventuell ein klein bißchen klebrig ist.

Den Teig in eine Schüssel geben, mit ein wenig Mehl bestäuben, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig zusammendrücken und in vier gleich große Portionen aufteilen. Jede davon in weitere drei Portionen teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln vorsichtig flach drücken, ringsum mit Mehl einstäuben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mehr als 6 Brötchen sollten es pro Blech nicht sein. Wieder mit dem Geschirrtuch abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen

Den  Backofen auf 200° vorheizen und die Brötchen dann für ca. 15 Minuten backen, bis sie gut aufgegangen und schön goldgelb sind.

Ich hab nur die Hälfte der Brötchen zum Salat gemacht. Die zweite Hälfte vom Teig kam bis zum nächsten Morgen in den Kühlschrank und es gab dann nochmal lecker Brötchen zum Frühstück :o)

Dienstag, 28. Mai 2013

Kräuter-Schmand-Pasta

Heute endlich mal wieder ein Kochrezept. Der Mann schaute etwas irritiert umme Ecke, als er aus der Küche statt: "Schatz, essen ist fertig!" bloß das Piepgeräusch hörte, das der Blitz meiner Kamera macht, wenn er bereit ist *lach*. Er lernt es auch noch, ich bin sicher.

Leider hab ich aber trotz aller Versuche immer noch nicht raus, wie ich mit der Kamera wirklich gute Fotos hin bekomme. Der Blitz hilft manchmal beim Belichtungsproblem (oft aber auch nicht), aber generell hab ich ein Problem mit der Bildschärfe. Na ja, ich bin halt kein Fotograf und werde es wohl auch nie *seufz*.

Der Mann hat es noch nicht bemerkt, aber so langsam aber sicher wird der Fleischkonsum in diesem Haus reduziert und es gibt öfter mal Vegetarisches. Früher wäre das undenkbar gewesen, mitterlweile ist der Bub aber schon so groß, daß er auch mal nur mit Gemüse leben kann. Ich bin so stolz auf ihn.

Diese Pasta ist sogar ein Rezept, das er sehr, sehr gerne mag, man höre und staune.

Für 4 Personen:

2 kleine Zucchini (ersetzbar durch jedes Gemüse eurer Wahl, bei uns gab es heute Champignons)
150g Kirsch- oder Datteltomaten (können aber ruhig mehr sein)
6 EL Öl
500g Pasta nach Wahl
Salz
Pfeffer
1 großes Bund gemischte Kräuter (wir hatten heute Petersilie, Dill, Schnittlauch und Bärlauch)
2 Eier (M)
250g Schmand
nach Belieben Parmesan

Die Zucchini klein schneiden wie ihr es am liebsten habt. Dabei aber das Kerngehäuse möglichst entfernen. Die  Tomaten halbieren oder vierteln, je nach Größe.

4 EL Öl in eine Pfanne geben und die Zucchini bei mittlerer Hitze hellbraun braten.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen.

Inzwischen die Kräuter grob hacken und mit dem Schmand, den Eiern und 100ml vom Nudelwasser mit einem Pürierstab pürieren.

Weitere 100ml vom Nudelwasser zu den Zucchini geben, dann die Tomaten dazu und ganz kurz angaren. Die Nudeln abgießen und noch tropfnass zum Gemüse in die Pfanne geben. Die Pfanne vom Herd ziehen.

Den Kräuterschmand untermischen. Durch die Wärme der Nudeln dickt das Ei in der Soße an. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag etwas Parmesan drüber reiben.

Sonntag, 26. Mai 2013

Limetten-Frischkäse-Kuchen

Dieses Wochenende hab ich mal wieder meiner Leidenschaft für das Säuerliche gefrönt. Ein limettiger Protest gegen das immer noch absolut unterirdisch miese Wetter!

Für eine 18cm Springform:

100g Butterkekse (ich habe die leckeren Kex mit Schokostückchen genommen)
60g Butter
3 Bio-Limetten
1 Bio-Zitrone
125g Zucker
4 Blatt Gelatine
400g Doppelrahm-Frischkäse
200g Sahne
1 Päckchen Sähnesteif
Einige weiße Baisertupfen

Für den Boden die Kekse zerstoßen und mit der geschmolzenen Butter mischen. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben, glatt drücken und für ca. 30 Minuten kalt stellen.

Für die Creme die Schale von einer Limette abreiben und zweieinhalb Limetten auspressen. Die letzte halbe Limette ist für die Deko und sollte ihre Schale noch haben ;o). Die Zitronenschale ebenfalls abreiben und den Saft auspressen.

Frischkäse, Zucker, Zitrusschalen und Saft verrühren. Das gibt erstmal eine ziemlich dünne Brühe, nicht erschrecken.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, gut ausdrücken und in einem Topf auflösen. Etwas von der Käseflüssigkeit dazu geben und mit der Gelatine verrühren, dann beides wieder zurück zur restlichen Käsemasse und gut durchrühren.

Zuletzt die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und dann unter die Frischkäsemasse geben. Damit bekommt die ganze Creme schon wieder viel mehr Körper und den Rest erledigt die Gelatine.

Die Masse auf den Keksboden geben, glatt streichen und am besten über Nacht in den Kühlschrank verfrachten.

Die Käsecreme sollte über Nacht fest, aber nicht zu kompakt geworden sein. Mit einem Messer vorsichtig am Rand der Springform entlang fahren, um die Creme vom Rand zu lösen, dann den Ring abnehmen.

Die Baisertupfen wie die Kekse für den Boden grob zerstoßen und auf dem Kuchen verteilen. Zum Schluß die halbe Limette in dünne Scheiben schneiden und den Kuchen damit dekorieren.

Freitag, 24. Mai 2013

Gedeckter Apfelkuchen nach Lecker Bakery Vol. 3

Man könnte fast schon meinen, in diesem Haushalt wird nur noch gebacken, aber irgendwie hab ich in letzter Zeit meinen Kopf immer woanders und vergesse immer, die Kochwerke zu fotografieren... ich versuche mich an Besserung.

In der Zwischenzeit hab ich mich weiter an der aktuellen Lecker Bakery versucht. Da mein Mann letzte Woche Freitag der Meinung war, anderthalb Pfund Äpfel kaufen zu  müssen, obwohl wir noch einmal die gleiche Menge noch zu Hause rumliegen hatten und er auch eigentlich keine Äpfel ißt, es sei denn, ich stelle sie im geschält und in Stücke geschnitten vor die Nase (der faule Bankerz), war unser Haushalt plötzlich reich mit Äpfeln gesegnet.

Die Begründung für den Kauf, den ich leider erst an der Kasse bemerkte, als die Äpfel über den Scanner gezogen wurden, lautete: "Die rochen so gut." Eine Begründung, die eine meine Freundinnen köstlich amüsierte, als sie davon hörte *lach*.

Aber nun ja. Ich habe im Moment Urlaub und damit viel Zeit. Viel Zeit + viele Äpfel = gedeckter Apfelkuchen mitten in der Woche :o) Ich wollte mal das Rezept aus der Lecker Bakery ausprobieren, weil es ein wenig anders ist als das, was ich bisher hatte. So ganz 100% hab ich es aber dann nicht zu  Ende geführt, denn bevor Guß und Mandeln draufkamen, verlor der Kuchen bereits unter dem freudigen Ausruf "oh, Apfelkuchen!" seine Jungfräulichkeit *lach*. Da hab ich mir das ganze gespart.

Zutaten für eine 26er Springform:

325g Mehl
125g gemahlene Mandeln (eigentlich ohne Haut, ich hatte aber noch eine offene Tüte mit Haut und hab die dann genommen. Der Kuchen wird dann etwas dunkler.)
300g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Prise Salz
1 Ei
150g kalte Butter
1,25kg Äpfel
2 EL Paniermehl
125g Puderzucker
3 EL Zitronensaft
25g Mandelblättchen

300g Mehl, 75g gemahlene Mandeln, 175g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz, das Ei und die Butter rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Nicht zu lange dran rumkneten und falls ihr es mit den Händen macht, wären kalte Hände ausnahmsweise mal total en vogue ;o)

Eine 26er Springform einfetten und mit Mehl bestäuben. Zwei Drittel vom Teig zwischen zwei langen Frischhaltefolie möglichst rund ausrollen. Die obere Folie abziehen und mit Hilfe der zweiten Lage Folie den Teig in die Form bugsieren. Folie abziehen und den Teig in Form bringen. Es sollten gut 4cm Rand stehen bleiben. 

Den restlichen Teig für den Deckel ebenfalls zwischen Folie ausrollen. Die mit Teig ausgelegte Form und den Deckel mindestens für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 175° vorheizen. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit den restlichen 50g Mandeln, 25g Mehl, 125g Zucker (ich hab nur 100 genommen, war dicke genug) und einem Päckchen Vanillezucker mischen.

Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen. Da Paniermehl auf dem  Boden verteilen und dann die Apfelfüllung draufgeben und etwas andrücken. Den Deckel wieder mit Hilfe der Folie in die Form bringen und die Teigränder andrücken.

Ungefähr 55-60 Minuten auf der untersten Schiene backen. Wenn der Kuchen fertig ist, noch hieß mit dem Messer den Rand von der Form lösen. Dann in der Form auskühlen lassen.

Auch ganz lecker, allerdings nicht so saftig wie ich gedeckten Apfelkuchen sonst kenne.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Westerwälder Apfelkuchen

Wow. Fast 2 Monate hat es gedauert, aber jetzt kann ich endlich ein Rezept posten, das ich an Ostern mit meinem Vater ausprobiert habe. Ich habe zwar ein Stück von dem Kuchen mit heim genommen, aber dummerweise das Rezept dort vergessen. Und da wir leider inzwischen sehr weit auseinander wohnen, hat es jetzt etwas gedauert, bis es wieder einen Grund gab, ein Paket vom Westerwald ins Ländle zu schicken, in das man das Rezept dann gleich auch noch mit reinlegen konnte.

Westerwälder Apfelkuchen. Um ehrlich zu sein, hatte ich davon noch nie etwas gehört. Meine Familie mütterlicherseits sind alles Westerwälder, seit meiner Geburt war ich jedes Jahr X mal dort und meine Großmutter hat auch natürlich immer gebacken, aber nie etwas, was sie westerwälder Apfelkuchen nannte *lach*. Bei ihr war das "Abbelkuche" (mit sehr kurzem U) oder "Hefekuche" (ebenfalls mit sehr kurzem U).

Als ich Ostern dann meine Eltern besuchte, legte man mir das Rezept unter die Nase und es wurde beschlossen, Vater und ich backen :o)) (bei uns ist mein Vater der Bäcker und meistens auch der Koch, wobei meine Mutter wirklich einmalig gut bei allem ist, was Schmorgerichte betrifft, keine kriegt das Fleisch so butterzart wie sie... ich leider auch nicht mal ansatzweise :o( )

Okay, lange Rede... das isser:

Und das gleich vorneweg, er ist wirklich sehr old school, so wie Oma früher gebacken hat. Wer das nicht mag, nicht nachbacken. Hefeteig, Vanillepudding, Äpfel, Streusel, muß man da noch mehr sagen?

Für ein ganzes Blech:

700g Mehl
Prise Salz
300g Zucker
1 Päckchen Hefe (ganz ehrlich? Nehmt frische Hefe, mindestens einen halben Würfel.)
2 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
1150ml Milch
225g Butter
2 Päckchen Vanillepudding
1,5kg Äpfel (bei uns war das zu viel, am besten erstmal mit 1kg anfangen und wenn dann noch was fehlt, nachlegen)
2 EL Puderzucker

400g Mehl mit dem Salz, 75g Zucker, 1 Päckchen Vanille und wenn ihr Trockenhefe nehmt, mit der Trockenhefe mischen. Ein Ei hinzugeben. 150ml Milch und 75g Butter lauwarm erwärmen und zu der Mischung geben. Wenn ihr frische Hefe nehmt, die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und ca. 50 Minuten gehen lassen, bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat.

Ich rate zur frischen Hefe, da ich mit dieser verflixten Trockenhefe wirklich IMMER Probleme habe. Meine Teige gehen nicht auf. Und ich habe weder zu warme Flüssigkeiten, noch eine zu kalte Küche noch Zugluft oder was sonst auch immer da gerne mal als Begründung genannt wird, im Spiel. Das Zeug will einfach nicht, wie e soll. Wohingegen frische Hefe bei mir immer zu 100% liefert. Sie ist aber leider verderblich, von daher nicht zu lange liegen lassen, wenn sie einmal gekauft ist.

In der Zwischenzeit 75g Zucker mit dem Puddingpulver und 250ml Milch verrühren. 750ml Milch aufkochen, das angerührte Pulver dazugeben und eine Minute aufkochen lassen. Ganz gewöhnlich, wie man das von Pudding halt kennt. Den Pudding in eine Schüssel füllen und mit einer Klarsichtfolie abdecken, damit keine Haut entsteht. Auskühlen lassen.

Aus den restlichen 300g Mehl, 150g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, dem zweiten Ei, einer Prise Salz und 150g kalter Butter rasch die Streusel kneten und wieder kalt stellen.

Den aufgegangenen Hefeteig noch einmal durchkneten, auf Blechgröße ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Fettpfanne legen. Noch einmal gehen lassen für etwa 30 Minuten.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Dann in dünne Spalten schneiden.

Den Vanillepudding gut durchrühren und auf den Hefeteig streichen. Die Apfelspalten darauf verteilen und mit Streuseln bestreuen.

Auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist der Boden sehr stark gebacken. Das war jetzt das Ergebnis genau nach Anleitung und es brauchte auch wirklich die vollen 45 Minuten, bis die Streusel langsam goldgelb wurden. Es macht also eventuell Sinn, daß man entweder gleich eine höhere Schiene wählt, denn der Boden braucht eindeutig nicht so viel Hitze über eine so lange Zeit oder daß man nach 25 Minuten zumindest etwas mehr in Richtung Oberhitze geht, dann sollte der Boden eigentlich fluffiger und mehr wie Hefekuchen bleiben.

Sehr süß, sehr lecker, wie bei Oma. Das war unser Fazit. Ich persönlich hab ja lieber auch eine säuerliche Gegenkomponente dabei, wenn's süß wird, aber das könnte man eventuell noch über die Äpfel regeln. Ich weiß nicht, welche meine Eltern gekauft haben, aber das wäre noch saurer gegangen ;o)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Bitterschokoladen-Malheur

Ich hab euch noch ein Rezept vorenthalten, das ich schon vor einigen Wochen getestet habe. Irgendwie hab ich es total vergessen, es hier online zu stellen und da ich gerade mal wieder über die Bilder gestolpert bin, dachte ich, ich erledige es lieber, sonst ist es wieder vergessen *lach*

Es geht um Küchlein mit flüssigem Kern. Ich habe mir vor einem guten Monat ein kleines Büchlein zu dem Thema gekauft. "Zum Dahinschmelzen - kleine Kuchen mit flüssigem Kern"

Viele, sehr lecker klingende Rezepte sind enthalten und als erstes hab ich den absoluten Klassiker ausprobiert. Das dunkle Schokoladentörtchen:


Für 4 Stück:

2 Eier
50g Rohzucker
1 EL Mehl
1 EL Speisestärke
140g dunkle Schokolade (70% Kakao)
110g Butter
3 EL süße Sahne

Den Backofen auf 200° vorheizen. 4 Dessertringe buttern und bemehlen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Die Eier und den zu einer weißlichen, schaumigen Masse aufschlagen. Mehl und Speisestärke sieben und dazu geben. Unterheben.

Schokolade, Butter und Sahne im Wasserbad schmelzen.

Die Schokoladenmasse in den Teig geben und so lange rühren, bis ein ganz glatter, geschmeidiger Teig entstanden ist.

Den Teig gleichmäßig auf die Dessertringe verteilen und im Ofen ca. 6-7 Minuten backen. Die Küchlein müssen sich noch sehr weich anfühlen, wenn man sie mit dem Finger drückt. Aus der Form nehmen und sofort servieren.

Man kann die Küchlein auch noch einmal füllen z.B. mit einem Stück Schokolade, einer Trüffelpraline etc. Dazu einfach erst eine gute Lage Teig in den Ring geben, die Füllung drauf und diese dann mit weiterem Teig bedecken.

Diese Küchlein sind zwei Dinge: schweinelecker und extrem mächtig. Halleluja. Aber ein tolles Dessert und wirklich kein Hexenwerk.

Montag, 20. Mai 2013

Heidelbeer-Cheesecake

Dieses Wochenende war mal wieder ein Rezept aus der Lecker Bakery fällig. Dieses Mal Ausgabe 3, der Käsekuchen von Seite 8.

Gleich vorweg: Er ist okay, nicht unlecker, aber so würde ich ihn nicht noch einmal backen. Die Käsecreme war mir persönlich etwas zu süß und auch die Heidelbeeren bringen keine Säure rein, um das abzufangen. Und der Boden - aber das ist inzwischen mein ganz persönliches Problem *lach* - langweilt mich. Ständig diese harten Keksböden, das muß doch auch anders gehen.

Wie so oft hab ich ihn in der Zwergenvariante gebacken in einer 18cm Form. Für das volle Rezept könnt ihr einfach auf der Seite der Lecker vorbeischauen.

Für den Boden:

125g Shortbread (ich würde ehrlich gesagt weniger nehmen, der Boden war sehr dick)
50g Mandeln ohne Haut
50g Butter
3TL Zucker

Für die Käsecreme:

150g Zucker (viel zu viel, ich würde 100g empfehlen)
400g Doppelrahmfrischkäse, zimmerwarm
15g Speisestärke
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
90g Schlagsahne

Für das Topping:

1/2 Glas Heidelbeeren, 370ml (man kann aber auch das ganze nehmen, dann hat man halt wie auf dem Bild viel Soße *lach*)
1TL Speisestärke (oder 1EL bei einem ganzen Glas)

Für den Boden die Kekse zerbröseln und die Mandeln grob hacken. Mit dem Zucker mischen. Die Butter schmelzen und dazu geben. Alles verrühren und in die eingefettete Springform geben. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Mein Boden auf dem Bild ist übrigens braun, weil ich zu wenig Butter hatte und noch etwas Schokolade dazu gegeben hab.

Zwei Bahnen Alufolie kreuzweise übereinander legen. Die Form drauf stellen und mit der Folie die Form wasserdicht einpacken, da der Kuchen im Wasserbad gebacken wird. Den Backofen auf 175° vorheizen.

200g Frischkäse mit der Hälfte vom Zucker und der Stärke 3 Minuten aufschlagen. Den restlichen Frischkäse und Zucker dazu geben. Die Eier trennen und die Eigelbe direkt zur Käsecreme geben und unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und den Vanillezucker dazu geben. Die Sahen ebenfalls steif schlagen und beides unter die Käsecreme heben.

Die Käsecreme in die Form geben und glatt streichen. die Form in ein Wasserbad stellen (z.B. in eine Fettpfanne. Sie sollte ungefähr 2,5cm hoch im Wasser stehen. Ca. eine Stunde backen und anschließend im ausgeschalteten Ofen nochmal 45 Minuten ruhen lassen. In der Form auskühlen lassen und am besten über Nacht kalt stellen.

Für die Soße die Heidelbeeren mit dem Saft aufkochen. Die Speisestärke in ein wenig Wasser auflösen und in den Saft einrühren. Ungefähr eine Minute kochen lassen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.  Die abgekühlte Fruchtsoße über den Kuchen geben (ich hab ihn zuerst aus der Form geholt, keine Ahnung, ob man das sollte oder nicht) und nochmal eine gute Stunde kaltstellen.

Samstag, 18. Mai 2013

Shortbread

Heute hab ich ein ganz einfaches Rezept für euch. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende einen Heidelbeer-Käsekuchen aus der 3. Lecker Bakery nachbacken. Problem: Der Boden besteht aus Shortbread, einem englischen Butterkeks, den ich aber im Laden nicht bekommen habe.

Früher hat man den in fast jedem Supermarkt bekommen, verpackt in einer stylish rot-grün karierten Verpackung verpackt, aber scheinbar sind die inzwischen ausgestorben. Oder es gibt sie nur bei Rewe *lach*, den hab ich hier nicht.

Also was macht man? Natürlich, man backt die Dinger selbst. Ist ja kein Hexenwerk.

Für ca. 32 Stück:

225g kalte Butter
175g Zucker
350g Mehl
100g Stärke
3,5 TL Backpulver
1 Prise Salz
Buttervanille Aroma

Im Grunde ist das ganze ein Mürbeteig. Deshalb alle Zutaten rasch zu einem krümeligen Teig verkneten, dabei aber wirklich nicht zu lange kneten und aufpassen, daß man nicht zu warme Hände hat. Die Butter soll nicht weich werden.

Den Backofen auf 170° vorheizen. Den Teig auf ein Backblech geben und möglichst gleichmäßig darauf verteilen. Es sollte ein kompakter Riesenkeks sein. Wenn es besonders ordentlich sein soll, mit einem Nudelholz die Oberfläche schön glätten. Dann mit einer Gabel Löcher in den Teig pieksen und den Riesenkeks ungefähr 20-25 Minuten backen.

Noch heiß in Stücke schneiden und dann auskühlen lassen.

Wenn der Käsekuchen wie geplant gelingt - was wir aber erst morgen wissen werden *gg* - dann gibt es dazu bald mehr.