Samstag, 8. Juni 2013

Lemon Pie mit Baiserhaube

Einen wunderschönen! Ist das nicht herrlich draußen heute? DAS war das Wetter, auf das ich zwei Wochen lang gehofft habe, als ich Urlaub hatte, aber wenigstens hat es diesmal bis ins Wochenende reingereicht.

Dem Wetter angepaßt gab es heute für den Kaffeetisch etwas fruchtig Frisches. Einen Lemon Pie mit einer süßen Haube aus Baiser. Große Premiere *lach*. So sieht meine Haube auch aus, aber die nächste wird hübscher, wichtig war erstmal, sie gelingt überhaupt und schmeckt ;o)

Außerdem hab ich heute eine neue Kamera bekommen und das hier ist mein erstes Foto für den Blog damit. Bisher bin ich sehr begeistert von dem guten Stück. Das hier ist ein Bild mit ganz normalem Blitz, Einstellung automatisch. Bei meinen beiden alten Kameras (einmal stinknormal und einmal Spiegelreflex) hätte das zur hoffnungslosen Überbelichtung geführt. Das Bild hier gibt die Realität erstaunlich gut wider und wirkt zumindest auf mein Laienauge nicht überhell.

Aber genug davon. Das Rezept.

Für eine 26cm Pie Form.

Für den Teig:

200g Mehl
1 Prise Salz
75g Zucker
1 Ei
125g kalte Butter
Hülsenfrüchte und Backpapier zum Blindbacken

Für die Zitronencreme:

4 Biozitronen
250g Zucker
2EL Speisestärke
85g Butter in Würfeln
4 Eigelb
1 Vollei

Für die Haube:

4 Eiweiß
150g Zucker
1 Prise Salz

Zum Mürbeteig muß man ja nichts groß mehr sagen. Alle Zutaten in eine Schüssel, möglichst schnell miteinander vermengen, damit der Teig nicht zu warm wird, eine Kugel draus formen, in Frischhaltefolie wickeln und ab damit in den Kühlschrank für ca. 60 Minuten.

Den Ofen auf 180° vorheizen und den gut gekühlten Teig ausrollen. Ich persönlich mach das nur noch zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie. Nichts ist sauberer und man kriegt den Teig unfallfrei in die Form.

Die Form mit dem Teig auslegen und den Rand ausformen. Das Backpapier drauflegen und die Hülsenfrüchte darauf verteilen. Für etwa 20 Minuten backen. Dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier runternehmen und nochmal für ca. 5 Minuten weiterbacken.

In der Zwischenzeit die Zitronen waschen und von 3 Früchten die Schale abreiben. Die Eier trennen und das Eiweiß zurück in den Kühlschrank geben. Ca. 150ml Zitronensaft auspressen. 100g Zucker, 100ml Wasser, den Zitronensaft und -abrieb und die Stärke in einen Topf geben. Die Stärke gut auflösen, damit es keine Stärkeklumpen gibt! Dann das ganze langsam unter Rühren erhitzen, bis die Masse blubbert und andickt. Nach und nach die Eigelbe und das ganze Ei dazugeben und ebenfalls immer weiter unterühren.

Jetzt den Topf zurück auf den Herd und weiter bei mittlerer Hitze rühren, bis die Masse wieder deutlich dicker wird. Das Rezept besagt "bis sie schwer vom Löffel fällt"... hübsche Umschreibung, aber irgendwie hab ich da kein Bild zu. Nach 5-6 Minuten wurde das ganze puddingartig, das hab ich einfach mal für gut befunden.

Die Zitronencreme auf den inzwischen fertig vorgebackenen Mürbeteig geben und mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.

Das Eiweiß mit der Prise Salz in eine ausreichend große Schüssel geben und aufschlagen. Wenn es langsam steif zu werden beginnt, den Zucker einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis ein fester, weißer, glänzender Eischnee entstanden ist, den ihr zwischen den Fingern reiben könnt, ohne noch Zuckerkristalle zu spüren.

Die Folie vom Pie nehmen und den Eischnee auf der Zitronencreme verteilen. Bei 180° 10 - 15 Minuten backen, bis das Baiser leicht bräunt.

Wenn ihr eine Pieform habt, aus der man den Pie mit dem Boden rausheben kann, müßt ihr den Pie vorher für mindestens 30 Minuten in der Form ruhen lassen.

Von Herd ziehen und nach und nach die Butter unterühren, bis sie komplett geschmolzen ist.

Freitag, 7. Juni 2013

Geröstete Gemüsesuppe

Dieses Rezept hat mich schon beim ersten Durchblättern des Buches total angesprochen (Lecker Soulfood, nur so nebenbei), darum war es auch gleich eines der beiden ersten Rezepte, die ich ausprobiert habe.

Lecker war es auch, allerdings, und da waren wir uns einig, eine Suppe war das nicht. Eher ein Brei und wir fanden dann beide hinterher: die geilste vegetarische Pastasoße der Welt? Ja. Suppe? Nein. *lach*

Für 4 Personen:

2 große Zwiebeln
400g Zucchini
3 Möhren
400g Kartoffeln
grobes Mehrsalz
Pfeffer
4EL Öl
50g Softtomaten oder getrocknete Tomaten in Öl
2 Knoblauchzehen
1EL Gemüsebrühe (Instant)
1/2L Tomatensaft

Ich hatte nur noch 2 Möhren, und nicht mehr genug Zucchini, da mir eine leider angefangen hatte zu schimmeln, deshalb gab es bei mir noch eine Stanze Lauch dazu. Kann ich sehr empfehlen.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Das Gemüse putzen, schälen wo nötig und in grobe Stücke schneiden. Alles in eine Fettpfanne geben, mit einem gehäuften TL Meersalz, Pfeffer und dem Öl mischen, bis alles mit Öl benetzt ist. Die Knoblauchzehen im Ganzen dazu geben und alles für ca. 45-60 Minuten im Ofen rösten. Zwischendurch die Mischung einmal wenden.

Inzwischen die Tomaten würfeln. 1L Wasser, die Tomaten, die Brühe und den Tomatensaft in einen großen Topf geben und aufkochen.

Wenn das Gemüse fertig ist, zur Brühe in den Topf geben und mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wirklich lecker, aber Suppen haben für mich eine andere Konsistenz *lach*. Ich habe sie jetzt portionsweise eingefroren und wir werden sie tatsächlich mit Pasta genießen.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Zucchini-Pecorino-Kuchen

Letzte Woche hab ich zu einer gerösteten Gemüsesuppe (Rezept morgen) einen Zucchini-Pecorino-Kuchen gebacken. Beide Rezepte stammen aus dem Lecker Kochbuch "Soulfood".

Die Idee für diesen Kuchen fand ich ziemlich gut, das Ergebnis allerdings eher durchwachsen, da werde ich noch ein bißchen dran rumschrauben, denn für meinen Geschmack war er zu ölig und brauchte mehr Stand (und ich würde beim nächsten Mal Parmesan statt Pecorino nehmen, aber das ist reine Geschmackssache).

Zunächst mal, so sah er aus.

Eigentlich war er richtig schön hochgegangen, wie ein normaler Kastenkuchen, aber dann fiel er zusammen wie ein Soufflé *lach*

Zutaten für eine 30cm Kastenform:

1 Knoblauchzehe
2 Zucchini (ca. 300g)
100g Pecorinokäse
3 Eier (Größe M)
100g Crème fraîche
100ml gutes Olivenöl
200g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Salz
Pfeffer

Knoblauch schälen, fein hacken. Zucchini und Käse fein raspeln.

Den Backofen auf 175° vorheizen. Die Eier, Crème fraîche und das Öl cremig aufschlagen. Mehl und Backpulver sieben und dazu geben. Alles gut vermengen.

Mit etwa 2TL Salz und 1/2TL Pfeffer würzen, Zucchini und Käse dazu geben und unterrühren.

In die gefettete Form geben und für ca. 75 Minuten backen. Den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig stürzen.

Warm oder kalt servieren.

Samstag, 1. Juni 2013

Heidelbeer-Tarte mit Roggen

Heute habe ich ein weiteres Rezept aus einem meiner neuesten Backbücher - "Zimtschnecken und Blaubeerkuchen" - für euch. Diesmal ein Süßes Rezept. So alles in allem fand ich viele Rezepte aus dem Buch auf den ersten Blick nicht soooo schrecklich ansprechend, aber so langsam werde ich immer wärmer damit, je öfter ich das Buch durchblättere.

Dieses spezielle Rezept allerdings hat mich extrem angesprochen, denn es prangt auf dem Titel des Buches *lach*. Und es ist wirklich das erste Mal in meiner "Backkarriere", daß mein Ergebnis wirklich haargenau aussieht wie die Vorlage. (ehrlich, vergleicht einfach mal ;o) )

Rezept für eine 24cm Tarte-Form

Für den Teig:

100g ungesalzene, weiche Butter, zimmerwarm
85g feiner Zucker
1 Ei
100g Allzweckmehl (ich bin davon ausgegangen, es handelt sich um Weizen)
60g Roggenmehl
1 TL Backpulver

Für die Füllung:

100g Crème fraîche 
150ml Sauerrahm
1 Ei
40g Zucker
1TL Vanilleextrakt
250g Heidelbeeren

Den Backofen auf 200° vorheizen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Das Ei zugeben und gut unterrühren. Als letztes Mehl und Backpulver zugeben und zu einem sehr klebrigen, relativ festen Teig vermengen.

Den Teig in eine Tarte-Form geben und so gut es geht gleichmäßig verteilen. Diese Angelegenheit ist wirklich ziemlich klebrig, vor allem, wenn man sonst bei Tartes eher den Umgang mit klassischen Mürbeteigen gewohnt ist ;o)

Für die Füllung alle Zutaten außer den Heidelbeeren zusammen rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann in die Form geben. Die Heidelbeeren in die Creme streuen.

Die Tarte ungefähr 25-30 Minuten backen, bis die Cremefüllung langsam anfängt goldbraun zu werden.

Fazit dieser Tarte: Ich haben selten etwas gebacken, was so schnell ging und was am Ende auch noch so lecker war. Der Zucker ist angenehm moderat portioniert. Die Tarte wird es hier auf jeden Fall noch öfter geben.